Gruppenliga Frankfurt-Ost

Konstantinidis schießt JSK an die Spitze

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Tanz auf dem linken Bein. Clemens Freitag (links/Rodgau) im Zweikampf mit Sheriff Camara (Steinheim).

Der JSK Rodgau hat dank eines 2:1-Erfolgs beim SVG Steinheim die Tabellenführung in der Gruppenliga Frankfurt Ost übernommen. Germania Großkrotzenburg und Türk Gücü Hanau waren an diesem Spieltag die großen Verlierer.

Offenbach – Bereits am Freitagabend hatte die Germania überraschend 0:2 gegen die SG Nieder-Roden verloren. Am Sonntag patzte dann auch Türk Gücü Hanau. Das 0:1 beim VfR Wenings war die erste Niederlage für die Hanauer in diesem Jahr. In den „Abstiegsendspielen“ setzten sich der FC Dietzenbach (3:0 in Niederrodenbach) und Germania Klein-Krotzenburg (2:1 gegen Altenhaßlau/Eidengesäß) durch.

Germania Klein-Krotzenburg - SG Altenhaßlau/Eidengesäß 2:1 (0:0). Der nach seiner Verletzungspause ins Team zurückgekehrte Filippo Serra war mit zwei Treffern der Matchwinner. „Es haben nur drei Punkte gezählt“, sagte Klein-Krotzenburgs Vorsitzender Roger Weih. Sein Team dominierte die erste Hälfte, konnte aber keine der herausgearbeiteten Torchancen nutzen. Nach Foulspiel an Mirko Zakarija behielt Filippo Serra in der 51. Minuten die Nerven und verwandelte den fälligen Strafstoß zum 1:0. Danach ließ die Germania die Zügel ein wenig schleifen und kassierte den Ausgleich (76.). Die Kaufmann-Elf warf noch einmal alles nach vorne und wurde in der 89. Minute belohnt, als Serra nach Flanke von Zakarija zum 2:1 einköpfte. Angesichts der Siege einiger Konkurrenten drei wichtige Punkte für die Germania.

Klein-Krotzenburg: Aschenbach - Tomic, Scheel, Zeiger, Cofone (83. R. Walter), T. Kaufmann (81. Bauer), Schuschkleb, Doschek (86. R. Kaufmann), Zakirija, Eckert, Serra

Tore: 1:0 Serra (51./FE), 1:1 Kuchler (74.), 2:1 Serra (89.). - Gelb-Rot: Born (90./Altenhaßlau) - Zuschauer: 130

SVG Steinheim - JSK Rodgau 1:2 (0:1). Der SVG Steinheim lieferte seine beste Leistung im Jahr 2019 ab und stand kurz davor, dem Favoriten ein Bein zu stellen. „Wir hätten aufgrund der tollen Mannschaftsleistung einen Punkt verdient gehabt. Trotz der Niederlage bin ich sehr zufrieden“, meinte SVG Sportchef Bernd Hartmann. Savvas Konstantinidis hatte die Jügesheimer in Führung gebracht. Jakob Emge glich aus und heimste sich nicht nur wegen dieses Treffers ein Extralob ein. „Das war das beste Spiel, dass Jakob für unseren Verein gemacht hat“, so Bernd Hartmann. Dass die ausgeglichene Partie doch noch einen Sieger fand, lag am zweiten Treffer von Konstantinidis, der einen Konter gut abschloss.

Steinheim: D. Hartmann - Fischer, Camara, Emge, Hilser, Brighache, J. Hartmann, Arnold, Krikser, Khederzadeh, Bacher.

Rodgau: Czaronek - Kunth, Dejanovic, Cölsch, Profumo, Klein, Fischer (70. Fröhlich), Hitzel(50. Ballesteros), Goetze, Konstantinidis (86. Akkert), Freitag

Tore: 0:1 Konstantinidis (20.), 1:1 Emge (65.), 1:2 Konstantinidis (85.). - Gelb-Rot: Freitag (90./Rodgau) - Zuschauer: 80

Germania Niederrodenbach - FC Dietzenbach 0:3 (0:1). Dank Winter-Neuzugang Geith Hammad darf der FC Dietzenbach weiter vom Klassenerhalt träumen. Der Mittelfeldspieler, der in der Winterpause vom FC Sandzak Frankfurt kam, entschied das wichtige Kellerduell mit drei Treffern im Alleingang. Das frühe 0:1 (13.) bezeichnete Niederrodenbachs Pressewart Detlev Knoll als Knackpunkt. Die Hausherren ließen ohne Gegenwehr eine Flanke zu, die der freistehende Hammad zum 0:1 verwertete. Die Gastgeber gaben nach der Pause den Ton an, waren aber nicht zwingend genug. In der Schlussphase erhöhte die Breideband-Elf das Risiko und wurde ausgekontert. Mit zwei starken Einzelleistungen schraubte Geith Hammad das Ergebnis auf 3:0 hoch.

Dietzenbach: Nurkovic - Awad, Hermanns, Pavic, Hammad, Jazzar, Amallah, Gajdurovic (77. Senel), Moscarelli, Kale, R. Dallal (66. Kuzkaya)

Tore: 0:1, 0:2, 0:3 Hammad (13./82./90). - Zuschauer: 100

SG Rosenhöhe Offenbach - Kickers Obertshausen 1:2 (0:0). Obertshausen hat das Siegen doch nicht verlernt. Die Truppe von Coach Marcel Dindorf drehte nach Rückstand und in Unterzahl das Derby auf der Rosenhöhe und verbuchte drei wichtige Zähler im Kampf gegen den Abstieg. Zwei verwandelte Elfmeter von Philipp Christ ließen die Kickers spät jubeln. „Die Kickers haben toll gekämpft“, lobte SGR-Sprecher Tim Kleinschmidt die Moral der Gäste.

Rosenhöhe: Läpple - Pfitzer, Demir, Muhadzeri, Fazio (80. Leva), Kadioglu, Gallus, Nishida, Gözcü (76. Weber), Karatepe, Fakic.

Obertshausen: Bohn - König, Christ, Davulcu, Buttgereit, Lang (60. Goldammer), Mannhart, Lippolis (53. Schwaiger), Cwielong, Egerer (76. Bott), Petryszyn.

Tore: 1:0 Fakic (50.), 1:1 Christ (85./FE), 1:2 Christ (90.+4/FE) - Gelb-Rot: Cwielong (40./Obertshausen) - Zusch.: 100

SV Pars Neu-Isenburg - SG Marköbel 3:1 (2:1). Mit drei Treffern war Manuel Profumo der Matchwinner. In der 22. Minute egalisierte Profumo nach Abstimmungsschwierigkeiten in der Marköbeler Hintermannschaft. „Marköbel hat sehr gut verteidigt, doch wir lassen die Kugel in Zeppelinheim immer gut laufen und nach dem 2:1 war ich recht entspannt“, meinte Pars-Trainer Sasan Tabib. Das 2:1 fiel noch vor der Pause, als Profumo nach langem Ball von Efkan Erdem erfolgreich war. Auch das 3:1 besorgte der auffälligste Spieler auf dem Platz - diesmal per Kopf. Spätestens jetzt, in der 79. Minute, war die Vorentscheidung in diesem Mittelfeldduell gefallen.

Pars: la Mattina (46. Dzino) - Mben Bata (50. Baha), Kristo, Ruslanbekov, Duljevic, Profumo, Alempic, Musli, El Makrini, Kapoor, Erdem (65. Rhioui).

Tore: 0:1 Kuhl (8.), 1:1, 2:1 und 3:1 Profumo (22./35./79.). - Zuschauer: 30.

VfR Wenings - Türk Gücü Hanau 1:0 (1:0). Das Tor des Tages fiel bereits in der 13. Minute. Im Anschluss an einen Eckball stieg Raul Doda am höchsten und köpfte den Ball ins Netz. Beim VfR Wenings hinterließ der Auftritt der Gäste aus Hanau keinen positiven Eindruck. „Die haben sich benommen wie die Axt im Walde“, kritisierte VfR-Spielausschussmitglied Oliver Hilß das ständige Reklamieren von Spielern, Betreuern und Zuschauern. Die Gäste fühlten sich benachteiligt, haderten mit drei Gelb-Roten Karten in der zweiten Hälfte, zwei davon (für Justin Netzband und Halil Korkmaz) in der hektischen und fast neunminütigen Nachspielzeit. Nach Spielschluss sah zudem Türk Gücüs Torwart Burak Tok wegen Schiedsrichterbeleidigung noch „Rot“.

„Wir haben schlecht gespielt, uns von Beleidigungen aus der Ruhe bringen lassen. Der Gegner hat mehr am Boden gelegen und geschrien als Fußball gespielt und der Schiedsrichter hatte auch nicht seinen besten Tag“, kommentierte Türk Gücüs Spielertrainer Tim Müller. „Es war eigentlich ein typisches 0:0-Spiel. Letztendlich hat eine Standardsituation entschieden“, meinte Müller. Die Gäste profitierten auch nicht vom verletzungsbedingten Ausscheiden von VfR-Keeper Max Reissky, der in der 75. Minute durch Feldspieler Nick Schmiade zwischen den Pfosten ersetzt wurde.  fs

Türk Gücü: Tok - Shima, Karan, Ünal, Netzband, Müller, Mustafa, Korkmaz, Selcuk, Günes, Ölmez

Tor: 1:0 Doda (13.) - Gelb-Rot: Ünal, Netzband, Korkmaz (61./90.+6, 90.+8/alle Hanau) - Rot: Tok (nach Spielschluss/Hanau) - Zuschauer: 90

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