Zehn Rote Karten in einem Spiel

Lange Sperren für Teutonias A-Jugend

Offenbach - Das Offenbacher Kreissportgericht hat die Vorkommnisse um das abgebrochene A-Junioren-Kreisligaspiel zwischen Teutonia Hausen und der TSV Lämmerspiel abgeurteilt.

Die zehn mit der Roten Karte vom Platz gestellten Teutonia-Spieler wurden für unsportliches Verhalten, Tätlichkeiten und Beleidigungen gegen den Schiedsrichter dem unterschiedlichen Ausmaß ihrer Vergehen entsprechend gesperrt: Sechs Spieler für maximal acht Spiele bis 28. Februar 2019, ein Spieler für maximal 15 Spiele bis 14. April 2019 und der Haupttäter für maximal 20 Spiele bis 31. Mai 2019. Die zwei restlichen Spieler wurden für minderschwere Vergehen für fünf Spiele bis 31. Dezember gesperrt.

Der Trainer der Mannschaft, der nach Ansicht des Sportgerichts-Vorsitzenden Jürgen Weil in seiner Vorbildfunktion „vollkommen versagt“ hat, sich nicht schützend vor den Schiedsrichter gestellt, sondern diesen seinem Schicksal überlassen hat, wurde mit einem fünfmonatigen Platzverbot auf dem Gebiet des Hessischen Fußballverbandes mit einschließendem Verbot der Ausübung einer Vereinstätigkeit belegt.

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Der Verein Teutonia Hausen wurde als alleiniger Verursacher des Spielabbruches zu einer Geldstrafe von 350 Euro verurteilt. „Diese Summe ist relativ niedrig, da der Verein vorbildlich kooperiert und reagiert hat und auch an Maßnahmen zum Konfliktlösungstraining teilnehmen will“, erklärte Weil. Der Verein hatte umgehend seinen A-Jugend-Trainer entlassen und die Mannschaft vom Spielbetrieb zurückgezogen. Daher gab es auch keine Punktabzüge. (mos)

Rubriklistenbild: © dpa

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