FRAUENFUSSBALL „Wollen die Tabellenführung nicht mehr hergeben“

OFC marschiert als Aufsteiger mit neuem Trainer Nicolai König in der Hessenliga vorneweg

Nicolai König Trainer der OFC-Frauen

Acht Siege, ein Unentschieden, nur eine Niederlage – die Saison in der Fußball-Hessenliga der Frauen hätte für Kickers Offenbach kaum besser starten können, zumal der OFC Aufsteiger ist.

Offenbach – Zudem kam im Sommer in Nicolai König ein neuer Trainer. Dass sein Team so erfolgreich startet, die Tabelle mit fünf Punkten Vorsprung anführt und sowohl die beste Offensive (32 Treffer) als auch die beste Defensive (sieben Gegentore) stellt, hätte König nicht erwartet, stellt jedoch klar: „Wir wussten, dass wir Qualität haben.“

Das Ziel lautete eigentlich, sich in der neuen Liga zu etablieren. Dass man so davon marschieren würde, war nicht abzusehen. „Wir leisten hier aber auch gute Arbeit, erkennen das Potenzial unserer Spielerinnen und versuchen, es zu verbessern“, berichtet König. Und das trägt dazu bei, dass die Kickers Spitzenreiter sind. „Jetzt, wo wir hier oben stehen, wollen wir die Tabellenführung auch nicht mehr hergeben“, betont der Trainer, der mit seinem Team am heutigen Samstag (16.30 Uhr) die Chance hat, einen weiteren Konkurrenten hinter sich lassen. Voraussetzung dafür ist ein Sieg beim SC Opel Rüsselsheim, der als Tabellenzweiter ebenfalls erst sieben Gegentreffer kassiert hat. „Wir gehen mit ordentlich Selbstbewusstsein in die Partie und wollen natürlich gewinnen“, sagt König und ergänzt: „Wir haben auf jeden Fall Respekt vor dem Gegner.“

Wichtig sei es im Spitzenspiel, die sich ergebenden Chancen zu verwerten. „Daran müssen wir arbeiten, das ist unser größtes Manko. Wir haben teils zu viel liegen lassen.“ Beim 6:0-Sieg gegen Lollar war die Chancenverwertung gut. „Wir haben mit der ersten Möglichkeit das 1:0 gemacht, da läuft das Spiel schon ganz anders.“

Vor dem Duell mit Rüsselsheim wollen König und sein Team sich mehr auf ihre Stärken besinnen. „Wir stehen hinten kompakt und unser schnelles Umschaltspiel ist extrem stark“, lobt er. Zudem überzeugen die Kickers spielerisch. Im Angriff treffen Melina Raiß (sieben Tore) und Jill Fournier (vier) zuverlässig, im Zentrum überzeugen die Ex-Rüsselsheimerin Natasa Petrov und Luisa Horsch als „Mittelfeld-Motoren“ und in der Abwehr hält die erst 17-jährige Sophie Franke (kam im Sommer von der MSG Bad Vilbel) den Laden mit starken Leistungen dicht.

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