Fußball

TSG Mainflingen: Erfolgstrainer Schwarzkopf enttäuscht über Trennung zum Saisonende

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Da war die Welt bei der TSG Mainflingen noch in Ordnung: Im Juni 2017 feierte Trainer Marco Schwarzkopf (Mitte) mit der Mannschaft den Gewinn des Mainpokals. Ein Jahr später wurde der Aufstieg in die Kreisoberliga bejubelt. Nach der Saison werden sich die Wege trennen.

Bereits im vierten Jahr ist Marco Schwarzkopf Trainer der TSG Main-flingen. Die Bilanz des 55-Jährigen kann sich sehen lassen. Dennoch muss er nach der Saison gehen (wir berichteten).

Mainflingen – Schwarzkopf, der in der vergangenen Runde mit der Mannschaft Meister der Fußball-Kreisliga A war und mit ihr aktuell als Aufsteiger den zweiten Platz in der Kreisoberliga Offenbach belegt, war vor einer Woche darüber informiert worden, dass sein auslaufender Vertrag nicht verlängert wird.

„Ich war schon etwas enttäuscht, als die Verantwortlichem mir das mitgeteilt haben“, so Schwarzkopf. Der 55-Jährige machte auch keinen Hehl daraus, dass er gerne in Mainflingen geblieben wäre. Die Chemie zwischen ihm und der Mannschaft sei jedoch nicht mehr optimal gewesen, heißt es. „Wir haben uns mit Trainer und Spielern unterhalten und festgestellt, dass die Beziehung etwas abgenutzt war“, sagte Holger Drinhaus, der zweite Vorsitzende der TSG. „Daher wollten wir im Sommer etwas verändern und dies auch rechtzeitig allen Beteiligten bekannt geben.“

Damit endet spätestens im Juni (falls Mainflingen seinen zweiten Tabellenplatz verteidigt und an der Aufstiegsrunde teilnimmt) eine erfolgreiche Ära. Schwarzkopf verbesserte das Team in den vergangenen vier Jahren kontinuierlich, gewann 2017 den prestigeträchtigen Mainpokal und wurde nach einer überragenden Saison im Sommer 2018 Meister der A-Liga. 32 Spiele, 28 Siege und nur eine Niederlage, 108:17 Tore – so lauteten damals die beeindruckenden Zahlen. Und als Aufsteiger sorgt die TSG auch in der höheren Klasse für Furore und kann den Durchmarsch in die Gruppenliga schaffen.

„Die Anregung für einen Wechsel auf der Position des Trainers kam von Seiten der Mannschaft“, bestätigte auch Harald Seibert, im TSG-Abteilungsvorstand für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Er hofft, dass die Personalentscheidung keinen Leistungseinbruch zur Folge haben wird – wie beim jüngsten 0:2 gegen Götzenhain. „Da hat das Team ohne Engagement und ohne Einsatz gespielt. Damit machen sie sich die eigene, starke Leistung aus dieser Saison selbst kaputt.“ Verfolger Langen ist bis auf zwei Zähler herangekommen.

Die schwache Leistung auf den Trainerwechsel zu schieben, wäre laut Schwarzkopf und Drinhaus nicht richtig. „Wir hatten es der Mannschaft vor dem Duell beim VfB Offenbach mitgeteilt und da hat sie sich beim direkten Verfolger durchgesetzt“, so Drinhaus, der die Leistung gegen Götzenhain als einmaligen Ausrutscher wertet. Bereits in der nächsten Partie kann die TSG Wiedergutmachung betreiben, wenn am am Samstag (27. April) das Topspiel beim Tabellenführer in Seligenstadt ansteht, in dem sich die Sportfreunde mit einem Sieg vorzeitig den Titel sichern könnten.

„Wir werden uns jetzt in Ruhe überlegen, wen wir als neuen Trainer holen“, sagte Drinhaus. Und auch Schwarzkopf stellte klar, dass er noch keinen Kontakt zu einem anderen Verein hatte.

VON ROLF JOACHIM REBELL

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