Sieg vor eigenem Publikum

TSG Mainflingen gewinnt Mainpokal

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Heimvorteil genutzt: Die TSG Mainflingen gewann auf eigenem Platz zum zweiten Mal den Mainpokal. Der Jubel war entsprechend groß.

Der TSG Mainflingen gewinnt das Fußball-Mainpokal-Turnier. Und das vor eigenem Publikum.

Mainflingen - Dank eines Treffers von Philipp Karg in der neunten Minute der Verlängerung sicherte sich Gastgeber TSG Mainflingen mit einem 1:0 (0:0, 0:0)-Sieg gegen die favorisierten Sportfreunde Seligenstadt vor über 500 Zuschauern zum zweiten Mal nach 2017 den Gewinn des Fußball-Mainpokal-Turniers. Und das vor eigenem Publikum. 

„Wir wollten dieses Ding vom ersten Warmlaufen an gewinnen. Für uns Mainflinger gibt es nichts größeres, die Euphorie geht durch den ganzen Ort“, schwärmte TSG-Abwehrspieler Jonas Glaab. Und Trainer Marco Schwarzkopf sagte: „Wir haben im Finale mehr investiert und nicht unverdient gewonnen. Wir haben gegen die Sportfreunde einmal gewonnen, einmal verloren. Bis auf die Niederlage im Gruppenspiel gegen Seligenstadt sind wir in allen Spielen ohne Gegentor geblieben.“ Kurzum: Die Mainflinger, die zuletzt dreimal hintereinander im Endspiel standen, sind ein verdienter und würdiger Mainpokalsieger.

Enttäuschung bei den Sportfreunden

Enttäuschung herrschte dagegen bei den Sportfreunden, die zwar nach zwei Jahren erstmals wieder das Finale erreichten, den Pott aber auch im dritten Anlauf hintereinander nicht gewannen. „Das war eine tolle Stimmung, aber ein schwaches Spiel“, sagte Thomas Epp, Trainer der „Roten“, über das Finale. „Wir haben verdient verloren, Mainflingen hat sich den Sieg durch seinen großen Einsatz verdient. Wir werden hinterfragen müssen, warum bei uns im Endspiel fünf Leistungsträger, darunter vier in der Offensive, überhaupt nicht in Form waren.“

Zuvor hatte sich Teutonia Hausen mit einem mühelosen 4:0 (1:0)-Sieg nach Toren vom Cem Yilmaz und David Blahut (3) gegen das Überraschungsteam Spvgg. Hainstadt den dritten Platz gesichert. Hainstadts Trainer Stefan Ernst meinte: „Unter dem Strich ziehe ich dennoch eine positive Bilanz. Gegen die Teutonia war die Luft draußen, sieben Ausfälle waren gegen diesen Gegner nicht zu kompensieren.“

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Den besten Torjäger stellte Klein-Krotzenburgs Enrico Puglisi mit fünf Treffern, als fairste Mannschaft wurde die Spvgg. Hainstadt ausgezeichnet. Bei den Alten Herren bejubelten die Klein-Auheimer im Endspiel einen 5:3-Sieg nach Elfmeterschießen gegen die TuS Klein-Welzheim, auch wenn es am Ende der regulären Spielzeit im Finale eine Keilerei mit zwei Roten Karten gegeben hatte. Platz drei belegten die Sportfreunde Seligenstadt nach einem 2:1-Sieg gegen die „Blauen“ von der Sportvereinigung.

Viel Leidenschaft, aber keine spielerischen Höhepunkte

Das Finale zwischen den Sportfreunden und der TSG wurde mit viel Leidenschaft, aber ohne große spielerische Höhepunkte geführt. Die erste gute Torchancen resultierte aus der 33. Minute, als Seligenstadts Nikola Milankovic einen Kopfball auf das Tor des TSG-Tores setzte. In der dritten Minute der Verlängerung lenkte TSG-Torwart Luca Bartke einen Drehschuss von Jan Hertrich gerade noch an den Pfosten. Hektik und Dramatik nahmen nun zu. Dominik Bohl zirkelte einen Freistoß von der rechten Seite und Freund und Feind vorbei und Philipp Karg köpfte am langen Pfosten lauernd zum 1:0 für die TSG ein. Nun verwandelte sich das Sportgelände in ein Tollhaus. Vier Minuten später ließen die Seligenstädter endlich einmal ihr spielerisches Potenzial erkennen, doch der eingewechselte Timo Bahmer schoss nach feinem Direktspiel über mehrere Stationen am Tor vorbei. TSG-Kapitän Bilal El Assraoui (75.) und Seligenstadts Kevin Knecht (78.) sahen in der Schlussphase der Verlängerung die Ampelkarte, der Rest ging nach dreiminütiger Nachspielzeit im Freudentaumel der Mainflinger Spieler und Fans unter.

von Patrick Leonhardt

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