Sechser im Lotto für Mainpokal-Gastgeber

Mit Kevin Hoffmann will TuS Froschhausen die Favoriten ärgern

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Damals, im Kreispokal-Endspiel gegen Jügesheim vor vier Jahren, im Trikot der "Roten", der Sportfreunde Seligenstadt: Kevin Hoffmann. Für die TuS Froschhausen kommt die Verstärkung einem "Sechser im Lotto" gleich.

Froschhausen - Wenn am Samstag um 14.30 Uhr bei der TuS Froschhausen das 45. Mainpokal-Fußball-Turnier eröffnet wird, geht es gleich in die Vollen. Von Patrick Leonhardt

Nicht nur, dass am Auftakt-Spieltag anstatt der üblichen zwei gleich vier Partien ausgetragen werden, es stehen zudem drei reizvolle Derbys auf dem Programm.

Den Auftakt bildet das Seligenstädter Derby zwischen der Sportvereinigung und Gastgeber Froschhausen. Weiterhin stehen das Mainhausener Derby zwischen Titelverteidiger TSG Mainflingen und dem SV Zellhausen, gleichzeitig die Neuauflage des Vorjahresfinales, sowie das Hainburger Derby zwischen der Spvgg. Hainstadt und Germania Klein-Krotzenburg an. Am Sonntag folgt der nächste Höhepunkt: Das Freundschaftsspiel zwischen Gastgeber TuS und Regionalligist Kickers Offenbach.

Als einziger Gruppenligist und somit ranghöchster Verein rutscht Germania Klein-Krotzenburg automatisch in die Favoritenrolle. „Es ist nicht das erste Mal, dass wir zum Favoritenkreis gehören. Wir haben schon mehrfach gezeigt, dass es nicht reicht, ein Gruppenligist zu sein“, sagt Klein-Krotzenburgs Trainer Wolfgang Kaufmann mit Galgenhumor.

So wie im vergangenen Jahr, als die Germania als Vorrundendritter den Halbfinaleinzug verpasste. „Da waren uns andere Mannschaften in puncto Leidenschaft und Einsatz voraus“, blickt Kaufmann zurück. Und unbedingt als Favorit sieht Kaufmann seine Mannen auch nicht: „Die Sportfreunde sind mit einer Mannschaft am Start, die mindestens Gruppenliga-Format hat.“

Beide Teams spielen mit den A-Ligisten Spvgg. Hainstadt, TuS Klein-Welzheim und Teutonia Hausen in der Gruppe B. Die Teutonia nimmt als Nachfolger des SVG Steinheim zum ersten Mal am Mainpokal teil. „Wir sind stolz, dass wir dabei sind. Zu meiner aktiven Zeit kamen bis zu 1000 Zuschauer zu den Mainpokal-Spielen. Das ist eine sehr reizvolle Geschichte, hier dürfen schließlich nicht viele Mannschaften mitmachen“, sagt Hausens Trainer Maik Henrich.

Gespannt sind die Zuschauer vor allem auf die Sportfreunde Seligenstadt, deren Mainpokal-Dominanz nach dem freiwilligen Hessenliga-Abstieg 2017 abrupt endete. Als Gruppenligist reichte es 2017 nur zu Platz drei. Nun sind die „Roten“ sogar nur noch Kreisoberligist. Ex-Profi Thomas Epp (unter anderem Eintracht Frankfurt, VfL Bochum) soll die Sportfreunde wieder auf den Erfolgsweg zurückbringen. „Wir backen erst einmal kleinere Brötchen“, sagt Epp, der in Stanko Pavlovic (Alemannia Haibach, spielte unter Epp bei Viktoria Urberach) noch den lange gesuchten Torjäger gefunden hat. „Aber natürlich werden wir versuchen, den Mainpokal zu gewinnen“, sagt Epp.

Bilder: TSG Mainflingen gewinnt Mainpokal

In der Gruppe A gehen die Kreisoberligisten Spvgg. Seligenstadt und TSG Mainflingen als Favoriten an den Start. Gastgeber TuS Froschhausen und der SV Zellhausen (beide A-Liga) sowie B-Ligist Alemannia Klein-Auheim komplettieren die Gruppe.

Gastgeber Froschhausen will natürlich auf eigenem Gelände eine gute Rolle spielen. „Richtung Halbfinale“, nennt Thomas Hantzsche die Vorgabe für den A-Ligisten. Hantzsche trainiert die TuS in der zweiten Saison, mit Froschhausen verbindet er gute Erinnerungen an den Mainpokal: Vor zehn Jahren führte Hantzsche als Trainer den damaligen A-Ligisten Spvgg. Hainstadt in das Finale, unterlag mit seiner Mannschaft aber gegen den Verbandsligisten Sportfreunde Seligenstadt mit 1:5.

Anführen soll den A-Ligisten nun der ehemalige Hessenliga-Spieler Kevin Hoffmann (TGM SV Jügesheim, Sportfreunde Seligenstadt). „Er ist für uns wie ein Sechser im Lotto“, sagt Hantzsche über den Mittelfeldspieler. „Er tritt aus beruflichen Gründen kürzer, das lässt sich in der A-Liga besser kompensieren als in einer höheren Spielklasse“, sagt Hantzsche.

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