Turnerschaft Ober-Roden II auswärts stark

Die Meister auf Kreisebene: „Die Jungs haben sich das verdient“

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Das TS-Trainerduo Werner Jozic (rechts) und Oliver Hitzel-Kronenberg (links) absolvierte die Saison mit folgendem Mannschaftskader: Benjamin Errahmani, Jan Kabeller, Luca Knapek, Maurizio Pilo, Henry Jacobs, Luca Fraccica, Niklas Kessler (obere Reihe von links), Marius Wertge, Dario Arlovic, Kai-Jannis Holzschneider, Lars Drengwitz, Felix Knecht, Max Müller (Mitte), Alex Schmidt, Sebastian Reeh, Marvin Fischer, Massimo Buonomo und Marco Eschenauer (sitzend). Zur Stammformation bzw. zum Kader in der abgelaufenen Saison gehörten zudem Markus und Niklas Winter, Espen Schallmayer, Jannik Zeise, Yannik Stamer, Calvin Baader, Konstantin Wunderlin, Salvatore Nessello, Tim Duizendstra, Joel Fernandez-Martinez, Julian Fleckenstein und Mergim Zekaj.

Rödermark - Die zweite Mannschaft der Turnerschaft Ober-Roden hatte in der vergangenen Saison teils heftige Rückschläge zu verkraften, dennoch reichte es zur Meisterschaft in der Fußball-Kreisliga A Dieburg und zum Aufstieg in die Kreisoberliga Dieburg/Odenwald. Von Sascha Eyßen 

In der war vor gar nicht allzu langer Zeit die erste Mannschaft der TS viele Jahre lang beheimatet. In der Kreisoberliga lief Werner Jozic für die TS früher als treffsicherer Stürmer auf, als Trainer der Reserve kehrt er nun in diese Klasse zurück. Für Jozic ist es der zweite Aufstieg mit der zweiten Mannschaft, die er seit 2013 trainiert. 2015 war er mit seinem Team bereits Meister der B-Liga geworden. Auch damals mit Co-Trainer Oliver Hitzel-Kronenberg an seiner Seite.

Die TS machte bereits am vorletzten Spieltag die Meisterschaft perfekt. „Das war irgendwie eine seltsame Saison“, sagt Werner Jozic rückblickend. Mit Ausnahme des für die TS nicht mehr so bedeutenden letzten Saisonspiels gegen den Tabellenzweiten Spvgg. Groß-Umstadt (2:1, nach einem 1:1 im Hinspiel) blieb die TS gegen die Mannschaften, die bis zum Saisonendspurt im Aufstiegskampf mitmischten, ohne Sieg. Gegen den Dritten Ueberau (0:0, 0:2) gab es nur einen Punkt. Gegen den FV Eppertshausen, den ehemaligen Verein von Jozic, der durch drei Niederlagen am Saisonende hinter Groß-Zimmern noch auf Platz fünf zurückfiel, verlor die TS sogar zweimal (2:3, 0:1). Ebenfalls ungewöhnlich für eine Meistermannschaft, dass in Calvin Baader der beste Torschütze mit zehn Treffern erst auf Rang 15 der Torschützenliste der Liga erscheint. Baader, der nach Michelstadt wechselt, war allerdings auch lange verletzt.

Nach der 2:9-Niederlage am zweiten Spieltag bei der SG Mosbach/Radheim schien eine Meisterschaft für die TS-Reserve wenig realistisch. Nach dem Mosbach/Radheim-Spiel nahm Jozic eine Umstellung vor, in dem er Lars Drengwitz nach hinten in die Innenverteidigung beorderte. „Das hat das Ganze etwas stabilisiert, bis zur Winterpause haben wir wenige Tore kassiert“, berichtet Jozic. Die 2:3-Niederlage Mitte September gegen Eppertshausen und das 2:3 gegen den späteren Absteiger TSV Harreshausen Anfang Oktober waren weitere Rückschläge. Ansonsten gewann die TS bis zur Winterpause ihre Spiele meist und kassierte dabei lediglich bei der 4:2-Revanche gegen Mosbach/Radheim mehr als ein Gegentor.

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Entscheidend für die Meisterschaft der TS war die gute Rückrunde und die Auswärtsstärke. Nicht nur in der Abschlusstabelle, sondern auch in der Rückrunden- und Auswärtstabelle belegt die TS folglich Platz eins. Den höchsten Saisonsieg feierte sie beim 7:0 beim TSV Harreshausen Mitte April ebenfalls auswärts. In der Hinrunden- und Heimtabelle belegt Ober-Roden jeweils Platz drei.

Mit einem 3:3 im Derby gegen den späteren Absteiger KSV Urberach hatte die TS nach der Winterpause einen Stotterstart, in den dann noch folgenden zwölf Spielen gab es allerdings neun Siege. Nur gegen Eppertshausen und am drittletzten Spieltag gegen Ueberau verlor die TS. Mit einem Sieg gegen Ueberau hätte Ober-Roden bereits zu diesem Zeitpunkt die Meisterschaft perfekt machen können. Trotz der vergebenen Matchballs blieben die Rödermarker ruhig und brachte den Aufstieg eine Woche später beim 1:0-Erfolg beim SV Münster II unter Dach und Fach. „In der Rückrunde haben wir nicht immer souverän gespielt, aber meistens gewonnen. Ich freue mich für die Jungs, die haben sich das über die letzten drei Jahre einfach verdient, einen Schritt weiter zu gehen. Im ersten Jahr in der A-Liga haben wir nur wegen des direkten Vergleichs den Aufstieg verpasst. In der zweiten Saison hat etwas die Konstanz gefehlt, jetzt hat es gereicht“, sagt Jozic.

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