Beim Spiel gegen KSV Hessen

Fantrennung und viel Polizei: Sicherheitsspiel in Neu-Isenburg

Neu-Isenburg - Es ist zwar keine Premiere, aber doch ein ganz besonderes Duell, das am Samstag (16 Uhr) im heimischen Sportpark auf die Spielvereinigung 03 Neu-Isenburg wartet.

Erstmals seit dem Aufstieg in die Hessenliga in der vergangenen Saison wurde ein Spiel der 03er zum Sicherheitsspiel erklärt. Das liegt zum einen schlicht daran, dass der KSV Hessen Kassel auch nach dem bitteren Abstieg aus der Regionalliga Südwest über ein weiterhin großes Fanlager verfügt. Am Samstag werden alleine vier Busse aus Nordhessen erwartet. Die Isenburger rechnen gegen den mit zwei Siegen gestarteten Traditionsverein mit bis zu 400 Kasseler Fans. „Das ist natürlich - nicht nur sportlich - etwas Besonderes für uns“, freut sich 03-Trainer Peter Hoffmann.

Die Isenburger hegen berechtigte Hoffnungen, ihren Zuschauerrekord knacken zu können. In der vergangenen Saison kamen gegen den späteren Meister und Regionalliga-Aufsteiger SC Hessen Dreieich 1050 Fans. „Die Spieler hätten sich eine solche Kulisse verdient“, meint Hoffmann und sieht beste Voraussetzungen gegeben: „Es sind kaum andere Spiele in der Region am Samstag, dazu soll es nicht zu heiß werden.“

Der Aufwand für die Partie wird für Isenburger Verhältnisse enorm sein. Die 03er sind seit zwei Wochen mit Vertretern der Polizei in Kontakt, um die Partie auch sicherheitstechnisch vorzubereiten. Zwischenzeitlich aufkommende Bedenken wurden mittlerweile ausgeräumt. „Es ist alles bestens organisiert und vorbereitet“, ist Hoffmann überzeugt. Die Kasseler Fans werden getrennt von den übrigen Zuschauern in den Sportpark geleitet, erhalten auf ihrer Tribüne eigene Catering-Stände und Dixi-Toiletten. Die Polizei wird rund um das Sportzentrum mit erhöhter Präsenz für Sicherheit sorgen, die Isenburger ihrerseits haben einen Security-Service organisiert.

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Die Polizei drängte auf eine Intensivierung der Sicherheitsmaßnahmen vor allem aufgrund der Kasseler Rivalität zum langjährigen Regionalliga-Rivalen Kickers Offenbach, der bereits Freitag in Ulm spielt. In der jüngeren Vergangenheit war es zwischen beiden Fanlagern zu einigen Auseinandersetzungen gekommen.

Die Rivalität zwischen den 03ern und dem KSV Hessen hält sich dagegen in Grenzen. Zwei besondere Punktspiele liegen fast 55 Jahre zurück: Am 8. Dezember 1963 hatte die Spielvereinigung Neu-Isenburg in der Regionalliga Süd dem späteren Meister Kassel ein 1:1 abgetrotzt. Im Rückspiel am 19. April 1964 siegten die Nordhessen mit 6:3. Damit verwiesen sie den FC Bayern München und Kickers Offenbach auf die Plätze zwei und drei. (jm)

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