A-Liga

TuS Froschhausen: Nicht gespielt, Platz vier - und aufgestiegen

Gemeinsam in die Kreisoberliga. Tobias Wilhelm (rechts) steigt mit TuS Froschhausen auf, Michael Ott (links) mit der TSV Lämmerspiel. 
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Gemeinsam in die Kreisoberliga. Tobias Wilhelm (rechts) steigt mit TuS Froschhausen auf, Michael Ott (links) mit der TSV Lämmerspiel. 

Die Entscheidung über den Saisonabbruch mit der Aufstiegsregelung beim außerordentlichen Verbandstag des Hessischen Fußball-Verbands hat der TuS Froschhausen einen gewaltigen Sprung ermöglicht: Platz vier in Offenbachs Kreisliga A 2 vor der Corona-Krise reicht jetzt für den Aufstieg in die Kreisoberliga.

Froschhausen - Und das ohne eine einzige Spielminute 2020 auf dem Rasen. TuS Froschhausen wird als zweiter Vertreter der Fußball-Kreisliga A Offenbach Gruppe 2 hinter dem souveränen Meister TSV Lämmerspiel in die Kreisoberliga gehievt. Zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs rangierten hinter den Lämmerspielern (19 Spiele/52 Punkte) in der Tabelle der SV Zellhausen (19/43) und die TSV Heusenstamm (19/42), noch vor Froschhausen. Doch die Mannschaft von Trainer Maik Henrich hatte bei 41 Punkten aus nur 18 Spielen am Ende den besseren Quotienten mit 2,27 gegenüber 2,26 und belegte damit nach der HFV-Entscheidung Platz zwei. Und auch im Quervergleich der Relegation setzte sich Froschhausen (18/41) gegen den Vizemeister der Kreisliga A Gruppe 1, die SSG Gravenbruch (19/41), durch.

„Wir haben im letzten Spiel im Dezember mit 2:1 gegen unseren direkten Konkurrenten aus Zellhausen gewonnen und auf Rang zwei überwintert“, sagt Trainer Maik Henrich. Diesen Platz wollten Trainer und Mannschaft, die mit deutlichem Abstand die Fairnesstabelle anführt, auch 2020 unbedingt halten. Nach der Winterpause und   „einer guten Vorbereitung“, so Henrich, hat Froschhausen aber kein einziges Spiel absolviert. Das Derby am 15. März gegen Hainstadt fiel den schlechten Platzverhältnissen zum Opfer. Danach war Schluss - jetzt mit Happy-End.

„Ein Aufstieg war vor der Saison sicher nicht angedacht“, freute sich Lukas Knedlik vom Spielausschuss der TuS. „Wir haben mit der Mannschaft gesprochen. Das Team hat sich einstimmig entschieden, die Herausforderung Kreisoberliga anzunehmen.“ Auch Henrich freut sich auf die Kreisoberliga. „Wir haben die TuS Froschhausen sportlich und gesellschaftlich voran gebracht, darauf können wir aufbauen.“

Die Verantwortlichen haben Vertrauen in die Mannschaft. Knedlik: „Es wird im Kader keinen Umbruch geben, ein paar neue Spieler wird es jedoch schon geben.“ Zudem gibt es bei den Fußballern der Turn- und Sportgemeinde von 1880 Überlegungen, für die nächste Saison wieder eine zweite Mannschaft zu melden.

Von Rolf Joachim Rebell

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