„Besser mit Gruppenköpfen“

VfB-Vorsitzender Griesenbruch über Stadtmeisterschaften

+
Andreas Griesenbruch, Vorsitzender des VfB 1900.

Offenbach - Die Offenbacher Fußball-Stadtmeister der vergangenen neun Jahre waren die SG Rosenhöhe, der OFC Kickers (je vier Mal) sowie 2017 der VfB 1900.

Nun spielen diese drei Klubs mit dem SV Gemaa Tempelsee am Samstag in einer Vorrundengruppe um den Einzug in die Zwischenrunde. Andreas Griesenbruch, der in der Jugend für die SG Rosenhöhe kickte, bei den Aktiven auch für die OFC-Reserve zwischen den Pfosten stand und seit zwei Jahren Vorsitzender des VfB ist, beantwortete die Fragen von unserem Mitarbeiter Rolf Joachim Rebell.

Andreas Griesenbruch, wie bewerten Sie die Stadtmeisterschaften für Ihren Verein und die Stadt?

Für die Stadt und für den VfB ist das eine sehr gute Möglichkeit, sich von der besten Seite zu zeigen. Gerade die Akteure, die im Sommer zu uns gekommen sind, fiebern diesem Turnier entgegen. Die Nähe der Zuschauer zum Spielfeld hat eine motivierende Auswirkung auf die Spieler und macht dieses Turnier zu einem Erlebnis.

Was erwarten Sie von ihrem VfB-Team?

Wer hätte das vor vier Jahren gedacht, dass wir so ein Turnier als Titelverteidiger angehen? Die Entwicklung der Mannschaft durch den Trainerstab und auch im Umfeld trägt ihre Früchte. Wir bewerten dieses Turnier sehr hoch - auch wenn das natürlich schwierig wird.

Die Auslosung wurde diesmal ohne gesetzte Mannschaften veranstaltet, auch ob die Gruppen am Freitag oder Samstag spielen, ist dem Los überlassen worden. Wie ist Ihre Meinung zu diesem Verfahren?

Ich finde das nicht gut. Gesetzte Gruppenköpfe haben Mannschaften einzunehmen, die über viele Jahre im Kreis Offenbach erfolgreich sind, und auch dieses Turnier gewonnen und geprägt haben. Mir hätte das weitaus besser gefallen, als dass wir uns mit drei weiteren Topmannschaften in einer Gruppe um zwei Plätze für die Zwischenrunde duellieren. Warum werden Welt- und Europameisterschaften sowie hochklassige Amateur-Turniere mit Gruppenköpfen versehen?

Sagen Sie es?

Damit die Paarungen, wenn es um den Pokal geht, auf noch höherem Niveau stattfinden als die Gruppenspiele. Die sogenannten Außenseiter haben in den Gruppenspielen immer eine Chance, einem Favoriten ein Bein zustellen. Ich würde gern zurückkehren zu den Gruppenköpfen. Auch die Sache mit dem Terminplan finde ich nicht okay.

Das bedeutet?

Nur wer fleißig ist, wird belohnt und ist auf Dauer erfolgreich. Den Freitag-Spieltag muss man sich verdienen und nicht verlosen. Was ich im Detail den Verantwortlichen zu diesem Thema gesagt habe, bleibt unter uns. 

Welche Chancen geben Sie Ihrer Mannschaft bei den Stadtmeisterschaften?

Dass es uns in dieser Hammergruppe als Titelverteidiger auch erwischen kann, ist uns durchaus bewusst. Der OFC mit seiner U19 wird dieses Jahr nicht so ein schwaches Bild abgeben wollen wie 2017. Über unseren letztjährigen Endspielgegner SG Rosenhöhe brauche ich nicht viel zu sagen. Da sind gute Jungs am Start, immer brandgefährlich. Gegen uns sind das immer harte Spiele. Und eine Finalniederlage ist nie vergessen. Der SV Gemaa ist für mich kein richtiger Außenseiter, auch da spielen richtig gute Jungs, das wird man in der Rückrunde in der Kreisliga A noch sehen. Das werden enge Spiele. Aber wir wissen, was wir abrufen können - und das wissen auch unsere Gruppengegner.

VfB Offenbach gewinnt Hallenfußball-Stadtmeisterschaft: Bilder 

Aktuell liegt der VfB Offenbach auf Rang sechs in der Tabelle der Kreisoberliga. Wie bewerten Sie das?

Vergangenes Jahr waren wir um diese Zeit als Aufsteiger auf Platz fünf, wir haben uns letztlich einen einstelligen Platz gesichert. Das war nicht gleich zu erwarten. Für das zweite Jahr in der Kreisoberliga wurde uns prophezeit, dass es immer das schwerste sei. Der sechste Platz ist somit ein gutes Ergebnis.

Was erhoffen Sie sich für den Rest der Saison?

Wir wollen gut aus der Winterpause kommen, sehen dem Nachholspiel gegen Zeppelinheim und dem Pokalspiel in Nieder-Roden aber zuversichtlich entgegen. Danach sehen wir weiter. Aber wir planen natürlich weiter für die Kreisoberliga.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare