Offenbacher Sportgröße verstirbt im Alter von 80 Jahren

Große Trauer um Wolfgang Arnold

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Wolfgang Arnold. Foto: vum

Offenbach -  Die Offenbacher Sportfamilie trauert um einen Großen aus ihren Reihen: Wolfgang Arnold ist vorgestern im Alter von 80 Jahren gestorben. Der Tod kam unangekündigt, ereilte ihn am Mittwoch nach dem Training im Schwimmbad auf der Rosenhöhe.

Wenn einer die Tugenden Disziplin, Fleiß und Kampfeswillen verkörperte, dann war es der sportliche Asket Wolfgang Arnold. Der Sport war seine große Leidenschaft, und wer ihn etwa im Schwimmbad traf, der wusste sofort: Wolfgang Arnold, dem man sein Alter nicht ansah, bereitete sich wieder auf einen Wettkampf vor.

Der gebürtige Offenbacher begann seine Sport-Karriere als Schwimmer beim TV Offenbach, wechselte dann zum EOSC, wo er zu den Glanzzeiten der Wasserballer selbst aktiv war und später auch als Jugendtrainer den Nachwuchs zu Erfolgen führte. Darunter seinen Sohn Michael, der später ebenfalls in der Wasserball-Bundesliga spielte.

Danach schloss sich Wolfgang Arnold den Läufern der LG Offenbach an, bevor er wieder zum TVO kam, wo er 1988 die erste Triathlon-Abteilung in Offenbach gründete. 2006 wechselten die drei verbliebenen Mitglieder zum EOSC, wo Arnold mit seinem einstigen Wasserball-Schüler und heutigen EOSC-Vorsitzenden Matthias Wörner die Triathlon-Abteilung ins Leben rief. Mitte der 80er Jahre gehörte Wolfgang Arnold zu den fünf Gründungsmitgliedern des Hessischen Triathlonverbandes (HTV), 2009 wurde er vom Verband mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet.

Der Triathlon prägte die zweite Hälfte des Sportlerlebens von Wolfgang Arnold. Unmöglich, alle seine Erfolge und Auszeichnungen aufzuzählen. Nur einige Bespiele: So war er dreimal Weltbester in der Altersklasse 45 und 55 über die olympische und die Langdistanz, fünfmal Europameister sowie achtmal Deutscher Meister. Arnold absolvierte zweimal den Ironman auf Hawaii als Zweitbester in den Altersklassen 50 und 55.

Noch im März dieses Jahres gewann Wolfgang Arnold in seiner Altersklasse die Offenbacher Meisterschaften im Crosslauf und scherzte anschließend, er habe bald niemanden mehr, gegen den er antreten könne.

Die Offenbacher Sportfamilie bekundet ihr tiefstes Mitgefühl mit Ehefrau Marianne, Sohn und Tochter. (mad)

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