Überzeugendes Konzept 

Ex-Offenbacher Julian Dudda freut sich auf Hessen Dreieich

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Julian Dudda (rechts), hier für die Offenbacher Kickers gegen Kaiserslauterns U23 im Einsatz, wechselt nach zwölf Einsätzen für West-Regionalligist Sportfreunde Siegen nach Dreieich.

Dreieich - Julian Duddas Rückkehr ins Rhein-Main-Gebiet ist perfekt. Der Abwehrspieler wechselt vom West-Regionalligisten Sportfreunde Siegen zum Fußball-Hessenligaspitzenreiter SC Hessen Dreieich.

SC-Trainer Rudi Bommer bestätigte die ablösefreie Verpflichtung des Innenverteidigers, der wie Außenbahnspieler Tobias Grundler (bis Sommer 2016 beim Nordost-Regionalligisten SV Babelsberg) für die Rückrundenfortsetzung unter Vertrag genommen wurde. Dudda, der im Sommer 2016 nach einem Jahr beim Südwest-Regionalligisten Kickers Offenbach gehen musste, hat in Siegen einen Auflösungsvertrag unterschrieben. Die Spielberechtigung durch den Hessischen Fußball-Verband liegt seit gestern vor. Einziges Hindernis ist noch eine Grippe, die auch den 1,91 Meter großen Dudda erfasst hat. Gestern wollte der bei Eintracht Frankfurt ausgebildete Abwehrspieler, der mit der B-Jugend Deutscher Meister wurde, erstmals wieder leicht trainieren. „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe“, sagte Dudda: „Der SC Hessen hat eine qualitativ richtig gute Truppe, der Verein ist sehr professionell. Das Konzept, das dahintersteckt, ist kein Larifari, das hat alles Hand und Fuß.“

Nach zwölf Spielen für den abstiegsbedrohten West-Regionalligisten Sportfreunde Siegen war nach einvernehmlichen Gesprächen in der Winterpause klar, dass er sich nach einem neuen Verein umsehen würde. „Der Aufwand war enorm“, betonte Dudda: „Ich bin bis zu sechsmal die Woche von meinem Heimatort Wöllstadt nach Siegen gefahren - das sind 107 Kilometer einfache Fahrt.“ Künftig fährt er aus der Wetterau 34 Kilometer nach Dreieich, wo er in Abassin Alikhil einen ehemaligen Mitspieler aus Zeiten bei der U23 der Eintracht wiedertrifft. Mit Alban Lekaj hat er in der A-Jugend gespielt.

Wie Dudda empfahl sich auch Tobias Grundler (29) im Probetraining für einen Vertrag beim Hessenliga-Primus. Der bei Kickers Offenbach ausgebildete Linksaußen war ein halbes Jahr vereinslos. Im Sommer 2016 war sein Vertrag beim Regionalligisten SV Babelsberg nach 41 Einsätzen in zwei Jahren (5 Tore) nicht verlängert worden. Grundler verfügt über reichlich Erfahrung in der Hessenliga (88 Einsätze/13 Tore für TGM SV Jügesheim, 1. FC Eschborn, Rot-Weiß Frankfurt und Viktoria Urberach). „Besonders freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit Rudi Bommer und Ralf Weber“, sagte er: „Ich hatte schon einige Trainer, die als Spieler Erfahrung in der Bundesliga gesammelt haben, aber solche Kaliber waren noch nicht dabei.“

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Bommer („Damit sind unsere Transferaktivitäten beendet“) rechnet mit beiden Zugängen erstmals beim Testspiel am Samstag (14 Uhr) gegen den SV Zeilsheim. Verletzte oder angeschlagene Spieler sowie eine Grippewelle haben das jüngste „Trainingslager“ mit zwei Einheiten pro Tag im heimischen Hahn Air Sportpark mächtig durcheinandergewirbelt. Das geplante viertägige Vorbereitungscamp in Grünberg war wegen der winterlichen Bedingungen abgesagt und ins heimische Dreieich verlegt worden. „Wir hatten teilweise nur zehn, elf Spieler auf dem Platz“, bemerkte der selbst noch immer leicht erkältete Bommer. (jm)

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