Fußball-Hessenliga: Wer den ersten Patzer macht verliert

SC Hessen in Watzenborn gefordert

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Linksverteidiger Alban Lekaj (vorne) hat seine Kniebeschwerden auskuriert und steht dem SC Hessen Dreieich im Topspiel beim SC Teutonia Watzenborn-Steinberg zur Verfügung.

Offenbach - Bereits vor dem letzten Spieltag des Jahres steht fest: Der SC Hessen Dreieich überwintert in der Fußball-Hessenliga an der Tabellenspitze. Die Spvgg. 03 Neu-Isenburg will dagegen nicht ausgerechnet am letzten Spieltag zum ersten Mal in dieser Saison auf einen Abstiegsplatz abrutschen.

Der SC Hessen führt mit vier Punkten Vorsprung auf den TSV Lehnerz die Tabelle an und kann sich weiter absetzen: die Osthessen sind am Wochenende spielfrei. Das Spiel der 03er am vergangenen Wochenende gegen Watzenborn-Steinberg fiel aus, so dass Viktoria Griesheim, aktuell auf einem Abstiegsplatz angesiedelt, nach Punkten zur Spielvereinigung aufschloss. Allerdings hat die Hoffmann-Elf zwei Partien weniger als die Viktorianer absolviert.

Teutonia Watzenborn-Steinberg - SC Hessen Dreieich (Sa., 14 Uhr)

„Wir haben die Info, dass wir spielen“, sagte SC Hessen-Trainer Rudi Bommer gestern, „das wäre für uns auch positiv, dann hätten wir unser Programm für dieses Jahr durchgezogen und kein Nachholspiel mehr.“ Der Ex-Profi erwartet gegen den Regionalliga-Absteiger „ein Duell auf Augenhöhe. Wer den ersten Patzer macht, verliert.“ So war es auch im Hinrundenspiel vor knapp sechs Wochen, als der SC Hessen einen unnötigen Strafstoß zum 0:1 kassierte, dann aufmachen musste und sich das zweite Gegentor einfing. Am Ende siegte die Teutonia mit 2:1 und baute ihre Erfolgsbilanz gegen den SC Hessen auf sieben Zähler aus drei Partien aus.

Im Tabellensechsten Watzenborn-Steinberg und dem SC Hessen stehen sich die beiden wohl aktuell stärksten Mannschaften der Liga gegenüber. Die Teutonia siegte unter dem neuen Trainer Daniyel Cimen zuletzt dreimal hintereinander, allerdings fielen auch zwei Partien in Steinbach und Neu-Isenburg der Witterung zum Opfer. Dreieich überzeugte zuletzt mit Siegen in Lehnerz (4:0), gegen Fulda (3:0) und Vellmar (5:0).

Unter der Woche waren die Dreieicher Danny Klein (Grippe) und André Fließ (Magen-Darm) angeschlagen, sollen aber ebenso wie Alban Lekaj (Kniebeschwerden), Carlos McCrary (blaue Fußzehen) und Marc Schnier (Magen-Darm) – das Trio stand zuletzt gegen Vellmar nicht zur Verfügung – am Samstag wieder dabei sein. Dagegen fällt Khaibar Amani nach einer Zahn-OP erneut aus.

Bilder: SC Hessen gewinnt hoch

Spvgg, 03 Neu-Isenburg - Borussia Fulda (So., 14 Uhr)

„Nach dem Sieg in Ederbergland wäre es schön, sich zumindest mit einem Punkt in die Winterpause zu verabschieden“, sagt Neu-Isenburgs Trainer Peter Hoffmann – so wie beim 1:1 im Hinrundenspiel, als die 03er kurz vor Spielende durch Paul Bickel noch den Ausgleich erzielten.

„Fulda hat schon eine sehr gute Mannschaft, gerade in der Offensive“, warnt Hoffmann. Allerdings weisen die Angreifer Younes Bahssou und Dominik Rummel nach ihren Verletzungspausen noch Trainingsrückstand auf. „Aber Rummel steht da, wo er stehen muss“, verweist Hoffmann auf die beiden Treffer, die Rummel zum 3:2-Sieg gegen den SV Steinbach beisteuerte.

Nach dem Trainerwechsel (Henry Lesser für Thomas Brendel) holten die Osthessen aus sechs Partien acht Punkte und sind als Neunter noch nicht da, wo sie hinwollen. Dagegen können die 03er mit Platz zwölf sehr gut leben. „Natürlich wäre es schön, wenn wir auch in der Winterpause über dem Strich stehen würden“, blickt Hoffmann voraus. Bis auf die Langzeitverletzten Aljoscha Atzberger und Jan Gebhardt sind gegen die Borussen alle Mann an Bord. (leo)

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