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„Sechser“ des SV Münster glänzt gegen SV Pars als Torwart

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Von: Jörg Moll

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Ins Spiel reingekämpft: Gianluca Firrantello (vorne) ringt mit der TS Ober-Roden Stevan Lukovic und den SC 1960 Hanau dank zweier später Tore nieder.
Ins Spiel reingekämpft: Gianluca Firrantello (vorne) ringt mit der TS Ober-Roden Stevan Lukovic und den SC 1960 Hanau dank zweier später Tore nieder. © Eyssen

Weil sich in Lazar Kacarevic früh der einzige Torhüter des Fußball-Verbandsligisten SV Münster im Spiel gegen den SV Pars Neu-Isenburg verletzt, muss in Talmiz Butt ein Feldspieler ins Tor und der ist beim 3:1-Erfolg nur per Strafstoß zu bezwingen. Der JSK Rodgau und die TS Ober-Roden feiern späte Siege.

Offenbach – Der JSK Rodgau bleibt der beste Vertreter des Fußball-Kreises Offenbach in der Verbandsliga Süd. Mit dem 2:1 gegen Wald-Michelbach verteidigten die Rodgauer (45 Punkte aus 26 Spielen) Rang drei, den die Spvgg. 03 Neu-Isenburg (42/24) trotz des glücklichen 1:1 bei Rot-Weiss Frankfurt bei zwei Nachholspielen im Visier hat. Der SV Münster schaffte beim 3:1 beim SV Pars Neu-Isenburg das Kunststück, fast die komplette Spielzeit mit einem Feldspieler im Tor über die Runden zu kommen. Die TS Ober-Roden bezwang nach starker Leistung den SC 1960 Hanau.

TS Ober-Roden - SC 1960 Hanau 3:1 (0:1). TS-Trainer Bastian Neumann war nach dem Spiel vor allem mit Blick auf die zweite Hälfte sehr zufrieden mit der Leistung seines Teams. Dabei war Hanau zunächst stärker und ging nach einer schönen Kombination durch Danny Kadioglu auf Vorarbeit von Travis Parker in Führung. Nach etwa 20 Minuten konnte sich die TS vom Hanauer Druck befreien, ließ nur noch wenig zu und kam selbst zu Chancen. Die beste Möglichkeit zum Ausgleich hatte Sevket Yildirim, dessen Kopfball kurz vor Pause aber zu unplatziert war. Nach dem Wechsel hatte die TS ein Übergewicht und kam durch Serkan Kozlus Traumtor (68.) - einer Direktabnahme aus 20 Metern ins lange Eck - zum Ausgleich. Die TS hatte in der Schlussphase ein Chancenplus. Unter anderem traf Ober-Rodens Luis Roth die Unterkante der Latte (80.). In der 88. Minute brachte Roth die TS in Führung, Kewin Siwek machte in der Nachspielzeit mit seinem Tor zum 3:1 gegen die aufgerückten Hanauer alles klar. Letztlich sei der Sieg seiner Mannschaft „absolut verdient“ gewesen, so Bastian Neumann. „Allerhöchsten Respekt für die Leistung.“

TS Ober-Roden: Schwaar - Dettki, Strauß, Henkel, Roth (90. Koser), Profumo, Siwek (90. +3 T. Yildirim), Kozlu, Firrantello (75. Fekade), Gick, S. Yildirim

SC 1960 Hanau: Myumyunov - Lukovic, Suzuki (64. Aygül), Aslan (75. Keskin), Bicakci (81. Aydin), Kodraliu, Kadioglu, Gültekin, Parker, Mahboob, Dos Santos Ferreira

Tore: 0:1 Kadioglu (11.), 1:1 Kozlu (66.), 2:1 Roth (88.), 3:1 Siwek (90., +2)

Rot-Weiss Frankfurt - Spvgg. 03 Neu-Isenburg 1:1 (0:0). Ein glücklicher Punktgewinn für die 03er. Das räumte Trainer Nick Janovsky offen ein: „Rot-Weiss muss das eigentlich gewinnen, hat aus seinen Chancen aber zu wenig gemacht.“ Die Isenburger kamen gegen aggressive, dauernd „stressende“ Frankfurter kaum ins Spiel. „Rot-Weiss hat viele junge Wilde, die uns sehr wehgetan haben“, lobte Janovsky die Leistung des abstiegsbedrohten Klubs vom Brentanobad. Nach dem 0:1 durch Cunha nach einer Stunde kamen die Gäste nach einem Geniestreich von Leon Hammel zurück und zum letztlich glücklichen Punkt. Der Mittelfeldregisseur zirkelte einen Freistoß traumhaft ins Tor. „Leon hat einen überragenden Fuß“, lobte Janovsky den 25-Jährigen.

Spvgg. 03 Neu-Isenburg: Saula - Kosuke, Metzler, Jakobs, Essome (67. Bickel)- Diack, Boksic, Rubic (62. Fustero), Stoilas - Hammel - Züge (84. El Bagdhadi)

Tore: 1:0 Cunha (60.), 1:1 Hammel (74.)

JSK Rodgau - Eintracht Wald-Michelbach 2:1 (0:0). Für Urlauber Klaus Dörner übernahm erneut Andreas Humbert, Sportlicher Leiter des JSK, die Betreuung des Teams. Und der hatte sich eine taktische Neuausrichtung gegenüber dem 0:3 im Hinspiel überlegt. Ziel war es, das Wald-Michelbacher Umschaltspiel zu bremsen. „Wir haben das nur einmal trainieren können, dafür brauchst du das Vertrauen und intelligente Spieler“, lobte Humbert sein Team, das mit hohem Tempo agierte und die deutliche Mehrzahl der Zweikämpfe gewann. „Das hat Wald-Michelbach zum Nachdenken gebracht“, so Humbert. Und ab der 32. Minute in Unterzahl. Torwart Marvin Gärtner hatte gegen Petrit Hulaj die Notbremse gezogen, sein Ersatz Tim Wiegand den Strafstoß von Manuel Rosa Garcia pariert (33.). Wild wurde es in der Schlussphase: Der eingewechselte Savvas Konstantinidis brachte den JSK per Kopf nach verunglückter Flanke von Rosa Garcia in Führung (74.). In der 90. Minute glichen die Gäste aus kurzer Distanz nach einer Ecke aus. „Da dachte ich mir: Das kann nicht wahr sein“, räumte Humbert ein. Doch sein Team kam noch mal zurück und Ismael Ballesteras traf nach einer Ecke zur erneuten Führung. Nachdem die Gäste in der Nachspielzeit den Innenpfosten getroffen hatten, stand der glückliche, „insgesamt aber verdiente Erfolg“ (Humbert) fest.

JSK Rodgau: Uzun - Alperstedt, Cölsch, Köhler, Quanz - Ballesteras, Kwon (73. Enders) - Fakic (65. El Kaddouri), Neteoui Flores, Rosa Garcia - Hulaj (62. Konstantinidis) - Tore: 1:0 Konstantinidis (74.), 1:1 Bundschuh (90.), 2:1 Ballesteras (90.) - Rot: TW Gärtner (Eintracht/32./Notbremse) - Bes. Vork.: TW Wiegand hält FE von Rosa Garcia (33.)

SV Pars Neu-Isenburg - SV Münster 1:3 (0:1). Der SV Pars war anfangs gut im Spiel. „Wenn wir unsere Chancen nutzen, geht das Spiel anders aus“, meinte Präsident Sasan Tabib. Die Gäste sorgten für ein Kuriosum: In Routinier Lazar Kacarevic hatte Trainer Naser Selmanaj nur einen Torwart zur Verfügung. Und der verletzte sich in der 7. Minute am Oberschenkel. „Wir haben uns kurz beraten und dann entschieden, den Stärksten und Größten ins Tor zu stellen“, erklärte Selmanaj. Talmiz „Hans-Jörg“ Butt war der Auserkorene - und der gelernte Sechser machte seine Sache außerordentlich gut. „Ein Lob auch an die gesamte Mannschaft, wie sie diese Situation gemeistert hat“, lobte Selmanaj. Arian Sahitolli traf aus 22 Metern zum 1:0. Münsters Torjäger Adrian Postall stockte nach der Pause per Doppelschlag auf 3:0 auf. „Am Ende hätte es höher ausgehen müssen“, meinte Selmanaj. (ey/jm)

SV Pars: Bayar - Müller, Jourdan, Sahinler, Smisek - Alempic, El Idrissi (84. Nopp) - Trucic (58. Cociu), Darwiche, Tosunoglu (64. Nassif) - Erdem

Münster: Lazarevic (7. Anas Hamed) - Seib, Wolf, Yildirim, Anton Sahitolli - Butt, Arian Sahitolli - Tareq Hamed (89. Defigus), Braun (74. Stork), Ries - Postall

Tore: 0:1 Arian Sahitolli (26.), 0:2, 0:3 Postall (61., 62./Foulelfmeter), 1:3 Darwiche (80./Foulelfmeter)

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