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SG Nieder-Roden: Bereit für den nächsten Schritt

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Von: Christian Düncher

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Nebojscha Nikolov (links) bleibt der SG Nieder-Roden erhalten. Obwohl der Torjäger in der Hinrunde selten zum Einsatz kam, erzielten die Rodgauer bereits 72 Treffer. Das ist der viertbeste Wert in der Gruppenliga Ost.
Nebojscha Nikolov (links) bleibt der SG Nieder-Roden erhalten. Obwohl der Torjäger in der Hinrunde selten zum Einsatz kam, erzielten die Rodgauer bereits 72 Treffer. Das ist der viertbeste Wert in der Gruppenliga Ost. © eyssen

Fußball-Gruppenligist SG Nieder-Roden will kommende Saison Platz drei anpeilen. Der Kader bleibt zusammen und soll punktuell verstärkt werden.

Offenbach – Tevfik Kilinc hat kein Problem damit, lediglich „Best of the rest“ zu sein. Im Gegenteil. Der Coach des Tabellenvierten der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost, SG Nieder-Roden, ist mit dem bislang Erreichten „rundum zufrieden“. Denn: „Vor uns steht auf dem ersten Platz in den Sportfreunden Seligenstadt eine absolute Ausnahmemannschaft. Und Kickers Obertshausen und die SG Rosenhöhe auf den Plätzen zwei und drei spielen auch eine überragende Saison.“

Für Nieder-Roden, das bereits zwölf Zähler Rückstand auf die Rosenhöhe hat, ist in der aktuellen Saison Platz vier das höchste der Gefühle. In der nächsten Spielzeit wolle man sich jedoch „als Mannschaft verbessern und dann den nächsten Schritt machen. Vielleicht gelingt es ja, dass wir einen Platz besser abschneiden“, sagt Kilinc. „Es gehören aber so viele Sachen dazu. Die Vorbereitung muss passen. Es wird auch mitentscheidend sein, wer wann im Urlaub ist.“ Vermutlich wird man erst Mitte Juni einschätzen können, wie gut die Ausgangslage ist.

Eines steht aber schon fest: Der Kader wird nicht schlechter sein als in der laufenden Saison. „Wir haben alle Spieler gehalten und werden uns nur punktuell verstärken“, so Kilinc. Es gehe nur um drei Positionen. „Wir schauen, was machbar ist. Die Leute müssen zu uns passen. Wir werden keine verrückten Dinge machen.“ Obwohl ihm ein eingespieltes Team zur Verfügung steht, verzichtet der Coach auf eine Kampfansage: „Wir werden nicht sagen, dass wir die ersten beiden Plätze angreifen.“

In der aktuellen Spielzeit geht es aber erst mal darum, den vierten Rang zu verteidigen, was angesichts des sehr straffen Programms und der angespannten Personallage alles andere als ein Selbstläufer ist. „Wir können immer noch nicht aus dem Vollen schöpfen“, sagt Kilinc. der zumindest darauf hofft, dass Benedict Ring wieder zur Verfügung steht. „Ansonsten kommt keiner dazu.“ Und so bleibt die Belastung extrem hoch: „Wir spielen Mittwoch, Sonntag, Mittwoch. Da kann man gar nicht verschnaufen. Das geht an den Jungs nicht spurlos vorbei. Aber sie machen ihre Sache top.“

Am heutigen Freitag (19.30 Uhr) wartet aber mit dem Heimspiel gegen den lediglich fünf Punkte schlechteren 1. FC Langen (7.) eine schwierige Aufgabe. „Die Langener haben sich in der Rückrunde mit Spielern verstärkt, die bereits höherklassig aktiv waren. Sie haben zwar die letzten zwei Partien verloren, gegen uns wird das aber für sie ein anderes Spiel sein.“

Langen (51) hat ähnlich viele Gegentore kassiert wie Nieder-Roden (49), die Rodgauer (72) haben aber 16 mehr erzielt. Und das, obwohl Torjäger Nebojscha Nikolov in der Hinrunde nur selten zum Einsatz kam. „Die anderen Jungs haben es gut gemacht. Die Tore sind bei unseren Offensivspielern gut verteilt“, so Kilinc: „Das ist schon eine Stärke.“ Das Defensivverhalten ist hingegen ausbaufähig: „Wir haben viele Gegentore nach Standards kassiert oder weil wir bei zweiten Bällen nicht richtig nachgesetzt haben. Da müssen wir konzentrierter sein. Das ist eine Aufgabe für die Zukunft.“

Von Christian Düncher

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