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SG Rosenhöhe: Rudolf und Hertz für Schneider und Weber

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Von: Holger Appel

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Nur noch bis Saisonende Trainer der SG Rosenhöhe: Sebastian Schneider (links) und Ex-Profi Ralf Weber. Der 52-jährige Weber absolvierte 182 Erstligaspiele (19 Tore) und 32 Zweitligaspiele (10 Tore) für Eintracht Frankfurt sowie 50 Zweitligaspiele (6 Tore) für den OFC. Er kommt auf neun Spiele für die deutsche Nationalmannschaft.
Nur noch bis Saisonende Trainer der SG Rosenhöhe: Sebastian Schneider (links) und Ex-Profi Ralf Weber. Der 52-jährige Weber absolvierte 182 Erstligaspiele (19 Tore) und 32 Zweitligaspiele (10 Tore) für Eintracht Frankfurt sowie 50 Zweitligaspiele (6 Tore) für den OFC. Er kommt auf neun Spiele für die deutsche Nationalmannschaft. © hartenfelser/Eyssen

Die SG Rosenhöhe Offenbach, Tabellendritter der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost, wechselt zum Saisonende das Trainerduo. Abteilungsleiter Patrick Ihlefeld spricht von einer „coolen Lösung“.

Offenbach – Patrick Ihlefeld, Abteilungsleiter Fußball der SG Rosenhöhe, spricht nach dem überzeugenden 6:3 am Mittwochabend in der Gruppenliga Frankfurt Ost gegen die SG Nieder-Roden und vor der Partie am Sonntag bei den Sportfreunden Oberau „von einer überragenden Saison“, von einem „extrem guten Jahr“. Dennoch stehen gravierende Änderungen an: Maik Rudolf und Torsten Hertz lösen im Sommer beim Tabellendritten das aktuelle Trainerduo Sebastian Schneider und Ralf Weber ab.

„Sebastian und Co-Trainer Awet Cahsai sind beruflich stark eingespannt, Ralf wollte das nicht alleine oder in neuer Konstellation stemmen“, sagt Ihlefeld. Sportmediziner Schneider wird der SG Rosenhöhe in anderer Funktion aber ebenso die Treue halten wie Cahsai, der in die Sportliche Leitung aufrücken soll. „Und Ralf wird uns als Fan und Freund erhalten bleiben“, meint Ihlefeld. Schneider bestätigt: „Das sind wirklich rein berufliche Gründe, es gibt weder Ärger noch Unstimmigkeiten. Aber jetzt, nachdem Corona langsam wieder größere Freiräume bietet, wird bei mir der Arbeitsaufwand noch größer. Ich hätte nicht garantieren können, dass das klappt, immer voll dabei zu sein in der nächsten Saison. Aber ich habe meine Bereitschaft signalisiert, helfend mitzuwirken, wenn das erwünscht ist.“ Schneider will auch weiterhin in der dritten Mannschaft in der Kreisliga B spielen.

Ihlefeld ergänzt: „Wir sind total entspannt und froh, dass wir mit dem neuen Trainerduo so schnell eine so coole Lösung gefunden haben“. Der 41 Jahre alte Rudolf, zurzeit noch bei der FG Seckbach (Gruppenliga Frankfurt West), trainierte zuvor die SG Bornheim und den JSK Rodgau, Hertz den SV Nieder-Wöllstadt, die FSG Burg-Gräfenrode und den SV Heddernheim. Auch er war schon beim JSK. Der 51-Jährige ist sogar Rudolfs Trauzeuge.

Und noch etwas wird sich ändern bei der SGR: „Wir werden mit dem neuen Trainerteam von drei auf zwei Übungseinheiten pro Woche runtergehen, dafür dauern sie etwas länger. Wir sind deshalb nicht weniger ambitioniert, glauben nicht, dass die Qualität darunter leidet. Aber wir wollen den Amateurfußball wieder richtig einordnen im Leben. Corona hat uns in familiärer und beruflicher Hinsicht viel abverlangt; an fünf Wochentagen drei Abende auf dem Fußballplatz zu verbringen, das wollen wir jetzt einfach nicht mehr“, sagt Ihlefeld.

Er findet zudem nochmals klare Worte mit Blick auf die aktuelle Saison und die für ihn fehlende Aufstiegsrunde zur Verbandsliga Süd. Denn nur der Tabellenerste steigt in dieser Saison auf. „Die Sportfreunde Seligenstadt sind ein Ausnahmeteam, ihnen ist die Meisterschaft bei zehn Punkten Vorsprung auf Obertshausen kaum noch zu nehmen. Es ist einfach traurig für die Kickers und uns, dass wir am Saisonende mit leeren Händen dastehen werden, egal, wer Zweiter wird. Aber unsere Mannschaft zeigt Charakter, sie will weiter gewinnen, auch wenn sie sich am Saisonende nichts dafür kaufen kann.“ Ihlefeld rechnet in Oberau fest mit dem 20. Sieg im 27. Spiel der Saison. Am 14. April kommen die Sportfreunde Seligenstadt auf die Rosenhöhe.

Ralf Weber, gestern Nachmittag eigenen Angaben zufolge vor der Partie der Eintracht gegen Barcelona schon voll „im Adler-Fieber“, versicherte, dass er in der nächsten Saison aus privaten Gründen bei keinem Verein als Trainer arbeiten wird.

Von Holger Appel

Maik Rudolf
Maik Rudolf © -

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