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Sportfreunde Seligenstadt und Kickers Obertshausen im Gleichschritt

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Halt – hiergeblieben. Der Langener Hamza Khan (links) versucht, den Hanauer Niklas Biehrer zu stoppen. Die Partie im Waldstadion Oberlinden endete 1:1.
Halt – hiergeblieben. Der Langener Hamza Khan (links) versucht, den Hanauer Niklas Biehrer zu stoppen. Die Partie im Waldstadion Oberlinden endete 1:1. © postl

Die Sportfreunde Seligenstadt verteidigten mit einem schwer erkämpften 3:1 gegen den Tabellenfünften Germania Dörnigheim die Tabellenführung der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost. Kickers Obertshausen bleibt nach dem 4:1-Sieg gegen die Sportfreunde Oberau dicht dran, während die SG Rosenhöhe beim 2:2 in Nidda überraschend Punkte liegen ließ und als Dritter nun drei Punkte Rückstand auf die „Roten“ hat. Germania Klein-Krotzenburg (1:3 gegen Bruchköbel) kann auf Rang vier nicht Schritt halten. Im Tabellenkeller setzt sich die Krise des VfB Offenbach fort.

Sportfreunde Seligenstadt - Germania Dörnigheim 3:1 (2:1). Die zehn Spiele zuvor unbesiegten Dörnigheimer kreuzten zum Spitzenspiel an der Aschaffenburger Straße auf. Die fünf Minuten vor der Halbzeitpause waren für den Spielausgang mit ausschlaggebend. Zunächst pfiff der nicht immer souverän wirkende Schiedsrichter einen Foulelfmeter für Seligenstadt (Daniel Hofmann soll Philipp Traut zu Fall gebracht haben), den Jan Hertrich zum 2:1 für die „Roten“ verwandelte. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte sah Daniel Hofmann nach einem weiteren Foul „Gelb-Rot“. Es war nicht der erste Feldverweis. Schon nach einer halben Stunde sah Sportfreunde-Akteur Jakob Traut „Rot“ - wegen eines nach Ansicht des Schiedsrichters zu harten Einsteigens. Anfangs hatte Patrick Hofmann die gute Anfangsphase der Seligenstädter zum 1:0 ausgenutzt (6.). In der 35. Minute fiel Daniel Hofmann der Ball nach einem abgefälschten Turan-Schuss vor die Füße und es hieß 1:1. In dieser Phase schienen die Maintaler am Drücker zu sein. Jedoch nur bis zur umstrittenen Strafstoßentscheidung. Die zweite Hälfte war von vielen Zweikämpfen geprägt. „Wir waren geduldig und haben auf Konter gespielt“, berichtet Sportfreunde-Trainer Lars Schmidt. Einen davon verwandelte nach Vorarbeit von Philipp Traut der eingewechselte Tim Schüßler zum 3:1-Endstand. „Für uns ist das Spiel sehr unglücklich gelaufen“, meinte Germania-Trainer Jochen Kostiris. Mit einem Sieg wäre seine Mannschaft wieder im Meisterrennen gewesen, so müssen die Dörnigheimer im Rennen um Platz eins aber zunächst abreißen lassen.

Seligenstadt: Schneider - J. Traut, Zormpalas, Friess, Serra (90.+2 Blasi), Purcell, Fleckenstein (72. Schüßler), Marton, Hertrich (81. Bellos), Hofmann, P. Traut

Tore: 1:0 Hofmann (6.), 1:1 Hofmann (35.), 2:1 Hertrich (43./FE), 3:1 Schüßler (80.)

Rot: Jakob Traut (30./Sportfreunde) - Gelb-Rot Hofmann (45.+1/Dörnigheim)

Kickers Obertshausen - Sportfreunde Oberau 4:1 (1:0). Die ersatzgeschwächten Oberauer verkauften sich in der ersten Hälfte teuer und ermöglichten den favorisierten Kickers zunächst nur wenige Torchancen. Zwei davon vergab Simon Bott, in einer anderen Szene scheiterte Sven Goldammer aus aussichtsreicher Position. Auch die Kickers konnten nicht ihre Bestformation aufbieten, unter anderem fehlten die Leistungsträger Marius Krikser, Fabian Dindorf und Ediz Davulcu. Das einzige Tor in der ersten Hälfte markierte Bott in der 33. Minute. Aufgrund des deutlich höheren Ballbesitzanteils eine verdiente Pausenführung. Nach dem Seitenwechsel dann Pech für die Sportfreunde, dass Nicolas Schubert den Pfosten traf. In der 50. Minute erzielte Goldammer das 2:0 - die gefühlte Vorentscheidung. „Wir waren klar überlegen und hätten weitere Treffer erzielen müssen“, kommentierte Kickers-Trainer Marcel Dindorf. Gejubelt wurde dann bei den Gästen. Neuzugang Stefano Amore war zum 2:1 zur Stelle - doch da waren bereits 85 Minuten gespielt und die Gäste dazu nach der Gelb-Roten Karte für Semir Kurtovic auch in Unterzahl. Oberau warf noch einmal alles nach vorne und fing sich in der Nachspielzeit noch zwei Gegentreffer. Daniel Bacher und ein zweites Mal Sven Goldammer waren die Torschützen des Tabellenzweiten.

Obertshausen: Bohn (70. Files) - Fischer, Aydin, König, Goldammer, Weirich, Mannhart, Prechtel, Bacher, Arnold (80. Kaufmann), Bott (75. Klinkel)

Tore: 1:0 Bott (33.), 2:0 Goldammer (50.), 2:1 Amore (85.), 3:1 Bacher (90.+3), 4:1 Goldammer (90.+5)

Gelb-Rot Kurtovic (63.)

Zuschauer: 120

Germania Klein-Krotzenburg - SG Bruchköbel 1:3 (1:1). Die Formkurve der SG Bruchköbel zeigt weiter nach oben, Germania Klein-Krotzenburg kassierte nach der Niederlage gegen Dörnigheim die nächste Pleite zuhause. Der Sieg der Gäste war nicht unverdient. „Unsere Leistung war eher durchwachsen, es hat irgendwie der letzte Biss gefehlt“, meinte Klein-Krotzenburgs Sprecher Ralf Walter. Auch die frühe Führung half den Hainburgern nicht. Michael Kohnke war bereits nach zehn Minuten mit dem 1:0 zur Stelle. Die Antwort der SG Bruchköbel ließ nicht lange auf sich warten, denn Kapitän Felix Tugend markierte in der 22. Minute das 1:1. Bitter aus Sicht der SGB: Tugend verletzte sich später und musste noch vor der Halbzeit ausgewechselt werden. Bruchköbel stand im zweiten Abschnitt hinten sehr sicher und setzte auf Konter. Einer dieser gefährlichen Gegenangriffe führte in der 62. Minute zum 1:2 - Torschütze war der auffällige Jason Ratsongnoen. Zwei Minuten später wurde Milad Ahmadi nicht entscheidend gestört, so dass der junge Bruchköbler seinen starken Alleingang mit dem 1:3 krönen durfte. Den Zwei-Tore-Vorsprung verteidigte die Elf von Trainer Claus Schäfer sehr routiniert, auch weil der gastgebenden Fil-Truppe nicht viel einfiel. „Wir hatten zwar auch Torchancen, doch generell hat uns ab 30 Meter vor dem gegnerischen Tor der Zugriff gefehlt“, analysierte Ralf Walter.

Klein-Krotzenburg: Aschenbach - Doschek (67. Walter), Schösser, Scheel, Topcagic (73. Iantorno), Toskovic, Eckert, Kaufmann, Schuschkleb, Serra (65. Seker), Kohnke

Tore: 1:0 Kohnke (10.), 1:1 Tugend (22.), 1:2 Ratsongnoen (62.), 1:3 Ahmadi (64.)

VfB Offenbach - FSV Bad Orb 1:2 (1:1). Der VfB Offenbach kommt einfach nicht aus der Negativspirale heraus. Der Vorsitzende Andreas Griesenbruch sprach nach dem 1:2 gegen den FSV Bad Orb von einer vermeidbaren Niederlage, ohne damit die Leistung der Gäste schmälern zu wollen. Der zuletzt sehr treffsichere Bad Orber Mirza Becirovic demonstrierte auch am Bierbrauerweg sein Können, als er die Kugel in der 14. Minute genau in den Winkel setzte. Das Traumtor schockte den VfB nur kurz. Der kurz zuvor eingewechselte Vadim Arama flankte in der 22. Minute genau, so dass Imran Gulzar aus fünf Metern zum 1:1 einköpfen konnte. Die Lack-Truppe hatte danach mehr Ballbesitz, doch bis zur Pause blieb sie ohne weiteren Treffer. Zu Beginn der zweiten Halbzeit setzte der VfB seinen Offensivdrang fort, geriet aber nach einem Torwartfehler in der 58. Minute ins Hintertreffen. Valentino Di Bella ließ den Ball fallen - Tim Wittig schob zum 1:2 ein. „Der Treffer war für uns ein herber Schlag. Die Mannschaft hat nicht aufgegeben, was mir sehr gefallen hat, doch der Ausgleich wollte nicht mehr gelingen“, sagte Griesenbruch. Trotz der misslichen Tabellenlage glaubt der VfB-Chef weiter felsenfest an den Klassenerhalt seines Teams.

VfB Offenbach: Di Bella - Demir, S. Röhl, Mihai (22. Arama), Lang, Seebald (70. Toptas), Jovanovic (74. Botic), Wehner, Ivkovic, Gulzar, Mazlum

Tore: 0:1 Becirovic (14.), 1:1 Gulzar (24.), 1:2 Wittig (58.)

SG Nieder-Roden - SG Marköbel 2:0 (1:0). Endrin Gashi war mit zwei Treffern Mann des Spiels und Sieggarant der SG Nieder-Roden, die ein umkämpftes Gruppenligaspiel gegen die SG Marköbel mit 2:0 für sich entschied. „Wir hatten den besseren Spielansatz, aber es war das erwartet schwere Spiel gegen einen robusten Gegner“, erzählte SGN-Sprecher Matthias Dries. Die Kilinc-Elf tat sich schwer, in die Gefahrenzone vor dem SGM-Gehäuse vorzudringen. In der 18. Minute gelang dies mit einer Kombination erstmals und prompt lag der Ball zum 1:0 im Netz. Sechs Minuten nach Wiederanpfiff traf erneut Gashi zum 2:0. Marköbel musste jetzt etwas öffnen, was der SG Nieder-Roden mehr Platz zum Angreifen bot. Klare Torchancen blieben aber Mangelware. Eine Viertelstunde vor Schluss war der Marköbeler Can Kayalar frei durch, scheiterte aber am gut reagierenden SGN-Torwart Luca Bartke.

Nieder-Roden: Bartke - Holzschneider, Ekici, Ring (60. Roth), Demirtas, Leili (68. Sinan), Dobrunat, Spataro, Völker, Wagner, Gashi (85. Niklarz)

Tore: 1:0 und 2:0 Gashi (18./51.)

1. FC Langen - FC Hanau 93 II 1:1 (1:1). Die im Tabellenkeller hockenden Gäste hatten aus ihrem Hessenligakader die Stemmspieler Kristijan Bejic, Niklas Biehrer und SDemih Sentürk aufgeboten. „Nach 20 Minuten hat man schon gesehen, wer diese drei Spieler sind“, meinte Langens Sportchef Pedram Navidi. Sein FCL ging nach 16 Minuten in Führung. Nach einem Freistoß kam der Ball zu Marten Deuker. Den ersten Schuss des Langeners konnte HFC-Keeper Khaiss Wahab noch abwehren, doch im Nachsetzen war Deuker erfolgreich. Sehenswert der Ausgleich, als Bejic einen Freistoß aus 20 Metern in den Winkel hämmerte. „Den hältst du auch mit zwei Torleuten in der Kiste nicht“, meinte Navidi. Ärgerlich aus Sicht der Gastgeber: Vor dem Ausgleich wäre fast das 2:0 gefallen, doch strich ein Kopfball von Spielertrainer Marco Betz nur knapp am Pfosten vorbei. In Hälfte zwei war das Spiel offen. Ebenso das Chancenverhältnis. Das 1:1 spiegelte letztlich den Spielverlauf gut wider.

Langen: Schmitt (46. Wetzel) - Mike Werner, Westerkamp (76. Marinovic), Frank, Max Werner, Kirnig, Betz (86. Schindler), Deuker, Stoytchev, Boskovic, Khan

Hanau 93 II: Wahab - Yalcin, Bothor (81. Bonaffini), Pinto, Sentürk, Biehrer, Shoshaj, de Carvalho, Saniyeoglu (66. Tokic), Merten, Bejic

Tore: 1:0 Deuker (16.), 1:1 Bejic (31.)

Viktoria Nidda - SG Rosenhöhe Offenbach 2:2 (1:0)  Die SG Rosenhöhe ist knapp an einer Blamage vorbeigeschlittert. Zwei späte Treffer von Torjäger Robin Weber retteten die Offenbachern bei Schlusslicht Viktoria Nidda einen Punkt. Die zwei verlorenen Zähler schmerzen jedoch im Aufstiegsrennen. Die Partie war sehr intensiv mit ersten Chancen für die Gäste. Die beste Möglichkeit der SGR war ein abgefälschter Schuss von Weber, der am Pfosten landete (37.). Garik Rafaelyan schoss zum 1:0-Pausenstand ein (44.). Nach der Pause legte die Viktoria einen Blitzstart hin. Rafaelyan ließ SG-Keeper Nicolas Läpple beim 2:0 keine Chance (47.). Ab der 60. Minute begann ein Sturmlauf der SG Rosenhöhe. Die gut organisierte Niddaer Abwehr hielt dem Druck bis zur 84. Minute stand. Der Gast wurde für seine Bemühungen belohnt, als Weber den Ball aus acht Metern zum 1:2-Anschlusstreffer unter die Latte hämmerte. In der Nachspielzeit gab es noch einen Foulelfmeter für die SG, den Weber zum 2:2-Endstand verwandelte.  fs

SG Rosenhöhe: Läpple - Pfitzer, Curth, Filges, Dahri, Bock (82. Zola), Feuchter, Sachs, Gallus (72. Fazio), Weber, Rüger

Tore: 1:0 und 2:0 Rafaelyan (44./47.), 2:1 Weber (84.), 2:2 Weber (90.+5/FE)

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