Sieg über Tempelsee in der Verlängerung

Stadtmeister VfB freut sich auf die Kickers

+
Spieler und Verantwortliche des VfB 1900 Offenbach mit Oberbürgermeister Felix Schwenke. Neben ihm freuen sich VfB-Vorsitzender Andreas Griesenbruch und Trainer Evangelos Zormpalas über den siebten Triumph bei der Stadtmeisterschaft. Der VfB hatte den Titel bereits 1981, 1984, 1988, 1996, 2005 und 2017 geholt.

Offenbach - Der VfB Offenbach hat sich gestern in der Bürgeler Sportfabrik den Titel des Fußball-Stadtmeisters erspielt. Der Kreisoberligist gewann das Finale gegen A-Ligist Gemaa Tempelsee mit 2:1 nach Verlängerung. Platz drei ging an den OFC, der das Neunmeterschießen gegen die DJK Sparta Bürgel gewann. Von Holger Appel

Nach dem Ende der Siegerehrung mit Oberbürgermeister Felix Schwenke liefen die VfB-Spieler mit dem Wanderpokal in ihre Fankurve, gleich links am Halleneingang. Sie machte mehrfach die Welle, auf der Tribüne jubelten ihnen inmitten der Zuschauer Trainer Peter Lack und der frühere Spielausschussboss Stefan Klemenz zu. Immer wieder tönte das lang gezogene „Vau-Eff-Beh“ durch die Halle, begleitet vom Kulthit „We are the Champions“ der Rockband Queen.

Lack hatte die Verantwortung an seinen neuen Co-Trainer Evangelos Zormpalas übergeben. Und der fügte sich gleich mit dem Titel ein. Tobias Stieglitz und Marvin Leppin waren die Torschützen des VfB, für Gemaa Tempelsee war Moussa Yachou, Zugang von der Spvgg. 05 Oberrad, erfolgreich.

Lesen Sie dazu auch:

Am Modus wird sich 2020 nichts ändern

Ferukoski mit neun Treffern Torschützenkönig

„Einfach nur geil. Ein Finale ist immer schwer zu spielen, da gehört auch viel Glück dazu. Aber letztlich haben wir doch den besten Fußball gespielt und wie ich finde verdient gewonnen. Wir haben unseren Erfolg aus dem Jahr 2017 bestätigt und freuen uns jetzt auf die Kickers“, meinte VfB-Vorsitzender Andreas Griesenbruch nach dem insgesamt siebten Titel seines Vereins seit dem Auftakt vor mehr als 40 Jahren, damals noch in der Offenbacher Stadthalle.

Der VfB hatte das Turnier zuletzt vor zwei Jahren durch ein 6:5 nach Neunmeterschießen gegen die SG Rosenhöhe gewonnen. Auf die Kickers darf er sich freuen, da der Regionalligist schon in der Vorbereitung der Veranstaltung ein Testspiel beim neuen Stadtmeister zugesagt hatte. „Die Jungs vom OFC müssen nur den Berg herunterlaufen, und im Kreis Offenbach kennt jeder unseren Bierbrauerweg. Das wird ein richtiges Fest werden“, blickte Griesenbruch voraus – und ballte erneut die Faust in Richtung VfB-Kurve. Etliche Kickers-Profis waren wie Trainer Daniel Steuernagel, Sportdirektor Sead Mehic und Geschäftsführer Christopher Fiori in der Halle.

Stefan Mehling, Vorsitzender des SV Gemaa Tempelsee, wirkte nach dem spannenden Endspiel keineswegs frustriert. „Platz zwei, Finale – das ist mehr, als wir erwarten konnten. Wenn man aber im Endspiel steht, will man auch gewinnen. Das hat leider nicht geklappt. Wir hatten ein gutes Stammteam, aber am Ende sind uns die Kräfte doch ausgegangen.“

Immerhin: Der SV Gemaa hat sich permanent gesteigert, war 2016 und 2017 Vierter sowie 2018 Dritter. Vom Titel 2020 wollte Mehling angesichts dieser Tendenz aber noch nichts wissen.

Stadtmeisterschaften in Offenbach: Der erste Tag in Bildern

Im Halbfinale hatten sich die Gemaa gegen den großen Favoriten OFC mit 3:2 durchgesetzt. Die Kickers, die in der Zwischenrunde 21 Tore erzielt hatten, lagen zwar durch Edmond Latifi in Führung, doch Ilias Mahyou (2) und Mergim Statovci drehten zum Teil in Überzahl die Partie. Das 2:3 von Semih Sentürk kam zu spät. Bitter für den SV Gemaa: Mahyou verletzte sich, humpelte später am Rand entlang: Verdacht auf Bänderriss.

„Wir haben viele gute Spiele gezeigt, Tore am Fließband geschossen, hatten großen Spaß. Aber im Halbfinale hatte der Gegner mehr Biss als wir. Das muss man anerkennen. Da waren wir leider nicht so konsequent“, sagte OFC-Trainer Steven Kessler über sein Team mit vier Regionalligaspielern und vielen A-Jugendlichen.

VfB Offenbach zum siebten Mal Stadtmeister: Bilder vom Finale

Wie schon im Vorjahr ergatterte die DJK Sparta Bürgel Platz vier, damals verlor sie das Neunmeterschießen gegen den SV Gemaa, nun gegen die Kickers. Das Halbfinale gegen den VfB hatten die Bürgeler nach Treffern von Stieglitz und Rachid Boujraf sowie einem Eigentor von Olcay Ünal mit 1:2 verloren. Abteilungsleiter Olaf Happel war dennoch zufrieden. „Wir haben bis zum Halbfinale kein Gegentor kassiert – das war top. Dann hatten wir ein bisschen Pech, haben aber auch unser Tor geschenkt bekommen. Das war schon okay, dass der VfB gewonnen hat“, sagte er.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare