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SV Pars öffnet Fenster zum Fußball-Wunder

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Ihab Darwiche (links) und Kevin Müller (Mitte) sorgen derzeit für Aufsehen mit dem SV Pars Neu-Isenburg in der Verbandsliga. Beim Ortsrivalen Spvgg. 03 und Paul Bickel (rechts) laufen die Planungen für die nächste Saison.
Ihab Darwiche (links) und Kevin Müller (Mitte) sorgen derzeit für Aufsehen mit dem SV Pars Neu-Isenburg in der Verbandsliga. Beim Ortsrivalen Spvgg. 03 und Paul Bickel (rechts) laufen die Planungen für die nächste Saison. © a2

Der SV Pars Neu-Isenburg gibt einfach nicht auf und lässt sich nicht mehr besiegen. Seit Wochen wurde die Besiegelung des Abstiegs aus der Verbands- in die Gruppenliga erwartet, doch mit dem vierten Sieg in Folge am Donnerstag beim Tabellenfünften SC 1960 Hanau hat sich auf einmal ein kleines Fenster mit Ausblick auf den Klassenerhalt geöffnet. Das Kellerduell bei der SG Rüsselsheim ist somit in den Blickpunkt des drittletzten Spieltages gerückt.

SG Rüsselsheim - SV Pars Neu-Isenburg (Sonntag, 15:30 Uhr). Mit einem weiteren Sieg könnte der SV Pars den Rückstand auf die SG Rüsselsheim auf dem ersten Nichtabstiegsplatz zwei Spieltage vor dem Rundenende auf vier Punkte verkürzen. Mit einer Niederlage oder auch einem Unentschieden wäre der Abstieg der Neu-Isenburger besiegelt. Eine Endspielsituation, wie sie der SV Pars nun seit Wochen kennt und bislang immer gemeistert hat. Insgesamt wurden sechs von acht Spielen gewonnen, seit Dejan Alempic als Spielertrainer die Verantwortung übernommen hat. Rüsselsheim muss anschließend noch beim Tabellendritten SG Bornheim und gegen Meister SV Unter-Flockenbach spielen, ist zweimal klarer Außenseiter. Sollte der SV Pars gewinnen, könnte das Wunder Klassenerhalt im Heimspiel gegen den Tabellensiebten Eintracht Wald-Michelbach und im Auswärtsspiel beim bereits als Absteiger feststehenden SV der Bosnier Frankfurt also tatsächlich noch wahr gemacht werden. Zumal die Spvgg. 05 Oberrad, die aktuell mit vier Punkten mehr als der SV Pars auf dem ersten Abstiegsplatz liegt, zuletzt auch keine Bäume ausgerissen hat. So oder so ist es eine beeindruckende Aufholjagd, die der SV Pars hingelegt hat. Anfang April war er noch mit nur zwölf Punkten aus 23 Spielen Tabellenletzter mit 16 Zählern Rückstand zum rettenden Ufer bei nur noch elf verbleibenden Spielen gewesen.

Spvgg. 03 Neu-Isenburg - SV Unter-Flockenbach (Sonntag, 15 Uhr). Die 03er erwarten den Meister, der in seinem ersten Spiel nach dem Titelgewinn am Mittwoch bei Abstiegskandidat Spvgg. 05 Oberrad nur zu einem 1:1 gekommen war. Die Spielvereinigung dagegen hatte sich zuletzt in einen Rausch gespielt und die drittplatzierte SG Bornheim mit 6:1 auseinander genommen. In dieser Woche haben die 03er einige Entscheidungen zur Kaderplanung für die neue Saison verkündet. Stammtorwart Nemenja Saula, die Defensivspieler Philipp Jacobs und Filip Rubic sowie Außenbahnspieler Ahmed Diack haben zugesagt, zu bleiben. Dazu kommt Linksverteidiger Jason Kunth vom Ligarivalen JSK Rodgau.

Eintracht Wald-Michelbach - SV Münster (Samstag, 16 Uhr). Münster hat den Klassenerhalt bereits sicher. „Wir wollen trotzdem weiter Gas geben und die Platzierung mindestens halten“, meint SV-Trainer Naser Selmanaj mit Blick auf die Partie beim Tabellensiebten.

TS Ober-Roden - VfB Ginsheim II (Sonntag, 15 Uhr). Trotz der 1:6-Derbyschlappe beim JSK Rodgau am Sonntag ist die Ausgangsposition der TS vor der Partie bei den längst als Absteiger fest stehenden Ginsheimern gut: Mit einem Sieg wäre der Klassenerhalt sicher. „Das ist der Plan. Aufgrund der dünnen Personaldecke und der zuletzt bei der deutlichen Niederlage in Jügesheim gezeigten Leistung, wird das eine Herausforderung“, so TS-Trainer Bastian Neumann. Die Ginsheimer verloren die letzten fünf Spiele.

Rot-Weiß Darmstadt - Germania Ober-Roden (Sonntag, 15 Uhr). Ein schweres Auswärtsspiel für die Germania beim Tabellenzweiten. Derzeit ist Ober-Roden Neunter, Platz sechs ist noch möglich. „Wir wollen die Saison jetzt noch bestmöglich abrunden. Die 50-Punkte-Marke zu knacken hatten wir uns vor ein paar Wochen zum Ziel gesetzt, das ist jetzt relativ greifbar“, sagt Germania-Trainer Fabian Bäcker, dessen Team aktuell 47 Zähler hat.

SC 1960 Hanau - SG Bornheim/Grün-Weiß (Sonntag, 15:30 Uhr). Nach der enttäuschenden 3:4-Heimniederlage gegen den SV Pars erwartet der HSC (5./54) den Tabellendritten (57), der nach der verpassten Meisterschaft zuletzt bei der Spvgg. 03 Neu-Isenburg mit 1:6 unter die Räder kam. Obwohl bei beiden die Luft raus ist, setzt HSC-Trainer Savvas Erinc noch einmal auf die Begeisterung seiner Spieler. „Die Leidenschaft zum Fußballspielen ist weiter gegeben, diesen Vorteil wollen wir nutzen“, sagt er.

Germania Großkrotzenburg - FFV Sportfreunde Frankfurt (Sonntag, 15 Uhr). Die Absage des letzten Meisterschaftsspiels beim SV Unter-Flockenbach kam die Germania teuer zu stehen. Eine satte Geldstrafe, ein nicht unerheblicher Auslagenersatz für den SVU sowie die Kosten für einen bestellten, aber schließlich nicht genutzten Reisebus lassen das spielfreie Wochenende im Nachhinein als „teures Vergnügen“ erscheinen. Dazu kommt ein Imageschaden. Mit der Absage brachte man den Gegner um das finale Spiel vor dem erstmaligen Hessenliga-Einzug, alles war im kleinen Verein an der südlichen Bergstraße auf ein Fußballfest ausgerichtet.

„Wir gehen jetzt zumindest ausgeruht ins nächste Heimspiel und hoffen, diesmal wieder mehr Spieler zur Verfügung zu haben“, sagt Robin Prey, Mitglied der Sportlichen Leitung. Keine guten Erinnerungen haben die Krotzenburger an das Hinspiel, das mit 2:7 klar verloren ging.  mos/ey/fs/geb

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