Neue Aufgabe in Seligenstadt

Thomas Epp: Mit gutem Gefühl zu den Sportfreunden

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Thomas Epp, neuer Trainer der Sportfreunde.

Seligenstadt - Zeit für den Neuanfang: Nach dem Abstieg aus der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost in die Kreisoberliga Offenbach haben die Sportfreunde Seligenstadt wie berichtet Thomas Epp als Trainer verpflichtet. Von Holger Appel 

Der 50-Jährige, einst Stürmer in der Bundesliga bei Eintracht Frankfurt und dem VfL Bochum, erwartet seine Spieler am Montagabend zum Trainingsauftakt. Epp, bis Dezember 2015 beim SC Hessen Dreieich, hatte zuletzt als Vereinstrainer pausiert.

Thomas Epp, wie sind Sie denn zu den Sportfreunden Seligenstadt gekommen?

Ich kenne die Sportfreunde noch aus Hessenligazeiten. Ich war zuletzt vor drei Jahren mit dem SC Hessen Dreieich dort. Wir haben 1:0 gewonnen – aber da war mächtig was los. Das ist mir in Erinnerung geblieben. Ebenso die gute Sportanlage mit gepflegtem Rasenplatz, Kunstrasen, ordentlichen Kabinen und tollem Vereinsheim, was ich für das Zusammengehörigkeitsgefühl im Amateurfußball sehr wichtig finde.

Und dann?

Dann hat Lars Schmidt, der frühere Trainer der Sportfreunde, bei mir angerufen und gefragt, ob er meine Nummer an die Sportfreunde weiter geben dürfe. Das durfte er. Dann hat der Vorsitzende Sven Kittler angerufen, den ich noch aus Hessenligazeiten kenne. Ich habe mich mit ihm und weiteren Vorstandsmitgliedern getroffen.

Ihr Eindruck?

Der gute Eindruck, den ich hatte, hat sich in den Gesprächen bestätigt. Sie wollten einen erfahrenen Trainer für den Neuanfang, haben sich intensiv um mich bemüht. Nach kurzer Bedenkzeit habe ich zugesagt, Sven Kittler und seine Kollegen haben sich darüber sehr gefreut. Und jetzt freue ich mich auf die neue Aufgabe in der Kreisoberliga.

Was haben Sie zuletzt gemacht nach Ihrer Tätigkeit beim SC Hessen?

Ich habe mich intensiv um meine Fußballschule in Langen gekümmert. Aber jetzt habe ich nach mehr als zwei Jahren Pause auch wieder Lust auf Vereinsfußball. Ich bin bereit, es kann losgehen.

Mit welchen Vorgaben gehen Sie die Aufgabe an?

Wir wollen oben mitspielen und bald wieder hoch in die Gruppenliga.

Wie kann das gelingen, worauf werden Sie Wert legen?

Ich lege großen Wert auf gute Fitness. Da müssen wir zunächst ansetzen.

Das bedeutet?

Wir werden intensiv trainieren, damit wir uns schon beim Mainpokal top präsentieren können. Wir wollen als ehemaliger Hessenligist in der Kreisoberliga das Spiel bestimmen, sind auf Ballbesitz aus. Nur auf Fehler der Gegner zu warten, ist nicht mein Spiel. Meine Jungs müssen aggressiv in die Zweikämpfe gehen, die Gegner zu Fehlern zwingen. Dann können wir Erfolg haben – unabhängig von taktischen Überlegungen.

Wie lange haben Sie zugesagt bei den Sportfreunden?

Zunächst nur für eine Saison. Mal sehen, wie das läuft. Aber ich habe ein gutes Gefühl.

Was können Sie zu Ihrem Kader sagen?

Ich war überrascht, dass der Kader nach zwei Abstiegen in Folge schon frühzeitig feststand. Ich muss nicht mehr viel tun, hätte aber gerne noch einen guten Mittelstürmer, der Tore garantiert.

Wen sehen Sie als größten Kontrahenten?

Ich wohne in Langen, nur etwa 600 Meter entfernt vom Gelände des FC. Die sind nach dem Abstieg aus der Gruppenliga komplett zusammengeblieben. Das dürfte schon der große Gegner werden.

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