Marco Schwitzke schlüpft beim 1. FC Langen in viele Rollen

Trainer, Torhüter und ab und zu auch Torschütze

Marco Schwitzke Foto: Eyßen

Langen - Eigentlich klingt die Aktivenlaufbahn so nach und nach aus. In der vergangenen Saison zunächst noch Torwart unter David Behlil, übernahm Marco Schwitzke nach der Trennung von diesem als Coach die Geschicke des 1. FC Langen. Von Jens Dörr

Weiter als Schlussmann zwischen den Pfosten, sicherte der Spieler-Trainer mit seinem Team in einer mäßigen Rückrunde zumindest den Klassenerhalt in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost.

Diese Saison wollte er eigentlich nur noch Trainer sein. In Philipp Brill und Jens Fuckel hat er zwei Torleute im Kader. Blöd nur, wenn sich wie am vergangenen Sonntag beim Spiel in Erlensee der eine (Brill) beim Warmmachen verletzt und der andere (Fuckel) wegen Handspiels außerhalb des Strafraums mit Rot vom Platz fliegt. Glücklicherweise stand Schwitzke auf dem Spielberichtsbogen, wechselte sich ein und stellte sich ins Tor. Dennoch schien die Situation in Unterzahl und bei einem 1:3-Rückstand hoffnungslos.

„Dann hat unsere junge Truppe aber eine super Moral gezeigt“, so Schwitzke. Nach dem Anschlusstor zum 2:3 ging es schließlich in die dreiminütige Nachspielzeit, an deren Ende ein Freistoß für Langen stand. „Der Ball kam in die Mitte, Walter Merker hat ihn verlängert, dann ist er mit vor die Füße gefallen. Was sollte ich da machen?“, fragt Schwitzke und traf zum 3:3. Abpfiff.

Das Kunststück, sich als Torwart in der Schlussminute in den Angriff einzuschalten und zu treffen, gelang Schwitzke bereits zum zweiten Mal. Damals spielte er noch für die SSG Langen, es war erst sein zweites Jahr bei den Aktiven: Schwitzke war in der Saison davor als Juniorenspieler für den Männerfußball freigemacht worden. Er traf seinerzeit gegen die SG Rosenhöhe, als die Kreisoberliga noch Bezirksliga hieß.

Im Training kickt Schwitzke gerne im Feld mit. Mehr als seinen eigenen Treffer interessiert ihn aber das Fortkommen der neuformierten Langener Elf. „Wenn es mit dem Klassenerhalt klappt, ist es überragend. Wenn nicht, wollen wir versuchen, trotzdem zusammenzubleiben und eine schlagkräftige Truppe für die Kreisoberliga zusammenzubekommen“, sagt der Trainer. Die Stimmung in der Mannschaft sei nach wie vor „super“. Auch wenn es mit derzeit fünf Punkten und als Vorletzter der Gruppenliga Frankfurt Ost schwierig mit dem Nichtabstieg werde.

Schwer dürfte es auch am Sonntag im Heimspiel gegen die TSG Neu-Isenburg werden. Sollte Schwitzke das Tor hüten und sich bei knappem Spielstand in der Endphase in den gegnerischen Strafraum wagen, sollten bei der TSG aber die Alarmglocken schrillen.

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