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TS Ober-Roden will auf Ligamodus umschalten

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Von: Jörg Moll, Stefan Moritz

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Stürmer Volkan Sungun (links), der in der aktuellen Verbandsligasaison bereits 21 Tore erzielt hat, will auch nach dem Abstieg in die Gruppenliga bei Germania Großkrotzenburg bleiben. Petrus Baldes (rechts) spielt mit RW Darmstadt bei 1960 Hanau.
Stürmer Volkan Sungun (links), der in der aktuellen Verbandsligasaison bereits 21 Tore erzielt hat, will auch nach dem Abstieg in die Gruppenliga bei Germania Großkrotzenburg bleiben. Petrus Baldes (rechts) spielt mit RW Darmstadt bei 1960 Hanau. © scheiber

Die Pokalpleite in Münster soll bei der TS Ober-Roden in der Fußball-Verbandsliga keine Rolle spielen. Die Spvgg. 03 Neu-Isenburg freuen sich auf die Spvgg. 05 Oberrad

Offenbach – Nach dem 4:0 im Kreispokal gegen die TS Ober-Roden will der SV Münster in Großkrotzenburg drei Punkte für den Klassenerhalt in der Verbandsliga holen. Die Germania treibt derweil schon die Planungen für die Gruppenliga voran. Die TS erwartet zwei Topteams nacheinander und die Spvgg. 03 Neu-Isenburg freut sich auf ein Derby.

Eintracht Wald-Michelbach - Germania Ober-Roden (Samstag, 16 Uhr). Die Erleichterung war groß bei der Germania nach dem 3:2 gegen den FFV Sportfreunde 04 Frankfurt, als man nach drei Platzverweisen mit acht Mann den Siegtreffer erzielte und eine Serie von sechs sieglosen Spielen hintereinander beendete. Fabian Geyer, Tim Lehnert und Matthias Singh fehlen jetzt allerdings gesperrt. Für Patryk Czerwinski ist die Saison wegen eines Haarrisses im Sprunggelenk beendet. Sascha Ries kehrt voraussichtlich ins Team zurück.

Wald-Michelbach hat als Neunter zwei Punkte weniger als die direkt davor platzierte Germania. Das Hinspiel gewann Ober-Roden nach einem offenen Schlagabtausch 5:4. 40 Punkte hat die Germania bislang. Da sollen in den verbleibenden acht Spielen noch ein paar hinzukommen. „Unser eigener Anspruch ist, über die 50-Punkte-Marke zu kommen“, sagt Germania-Trainer Fabian Bäcker.

JSK Rodgau - FFV Sportfreunde 04 Frankfurt (Sonntag, 15 Uhr). Nach dem 2:4 bei Spitzenreiter Unter-Flockenbach und dem Sieg im Elfmeterschießen im Kreispokal gegen den SV Pars Neu-Isenburg erwartet der JSK (5./45) einen Gegner auf Augenhöhe (7./42), der fünf seiner acht Spiele seit der Winterpause gewann und dabei meist überzeugte. Bei den Rodgauern bleibt abzuwarten, wie viel Kraft das Pokalspiel gekostet hat.

TS Ober-Roden - SG Bornheim/GW Frankfurt (Sonntag, 15 Uhr). Mit dem Tabellenzweiten Bornheim und dem Dritten Rot-Weiß Darmstadt im Nachholspiel am kommenden Mittwoch hat die TS innerhalb weniger Tage zwei Topteams zu Gast. In der Liga lief es für den Tabellenzehnten TS zuletzt mit drei Siegen hintereinander rund. Vor der 0:4-Halbfinal-Niederlage im Kreispokal am Mittwoch beim SV Münster hatte TS-Trainer Bastian Neumann in der ersten von drei Englischen Wochen hintereinander rotiert. Dieses Risiko sei man aufgrund der hohen Belastung bewusst eingegangen. „Am Sonntag gibt es wieder volles Programm, wir lassen uns da kein Selbstvertrauen nehmen“, sagt Neumann. Dass man gegen Topteams bestehen kann, bewies die TS im letzten Heimspiel beim 3:1 gegen den Vierten 1960 Hanau. Lorenzo Gick allerdings fällt wegen einer Bänderverletzung an der Schulter wohl für den Rest der Saison aus.

Spvgg. 03 Neu-Isenburg - Spvgg. 05 Oberrad (Sonntag, 15 Uhr). Die Dauerspieler aus Neu-Isenburg, unter der Woche im Kreispokal bei den Sportfreunden Seligenstadt unterlegen, müssen in Zeiten hoher Belastung improvisieren. „Der Substanzverlust macht sich bemerkbar“, sagt Trainer Nick Janovsky. „Aber wir freuen uns dennoch auf Oberrad, das ist ein Derby.“ Mit Oberrads neuem Coach Roland Stipp, der den Negativlauf der 05er stoppen soll, verbindet ihn ein freundschaftliches Verhältnis. „Wir haben zusammen den Trainerschein gemacht“, berichtet Janovsky. Der Coach der 03er muss sicher auf Verteidiger Philipp Jacobs (Handbruch) verzichten, auch Leon Hammel (Bänderdehnung) wird nicht Regie führen können. Paul Schellhorns Einsatz ist wegen eines Infekts fraglich. Janovsky wird wieder jenen Akteuren Einsatzzeit gewähren, die zuletzt „etwas hintendran waren. Aber wir werden elf Topleute auf dem Platz haben und wollen, dass die Hütte brennt.“

SC 1960 Hanau - SKV RW Darmstadt (Sonntag, 15.30 Uhr). Der Vierte erwartet den Dritten. Auf Meisterschaft und Aufstieg haben aber wohl beide keine Chance mehr. Trotzdem hat nach den Worten von Savas Erinc sein Team noch etwas gutzumachen. Bis zur 88. Minute führte der HSC im Hinspiel 2:1, verlor aber noch 2:3. „Das war ein Spiegelbild einer komplett verkorksten Saison“, bringt es der HSC-Coach auf den Punkt.

SG Rot-Weiß Frankfurt - SV Pars Neu-Isenburg (Sonntag, 17.30 Uhr). Nach zwei Siegen in den ersten Spielen, nachdem Dejan Alempic als Spielertrainer wieder das Kommando übernommen hatte, hat der SV Pars zwar weiter anständig gespielt, aber schon wieder dreimal in Folge verloren: Die Punktspiele gegen den SV Münster und die TS Ober-Roden sowie am Mittwoch im Kreispokal im Elfmeterschießen beim JSK Rodgau. Der Klassenerhalt ist bei 14 Punkten Rückstand zum rettenden Ufer und nur noch sieben ausstehenden Spielen wohl utopisch.

Gegner Rot-Weiß Frankfurt hat als Zwölfter fünf Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, braucht dringend weitere Zähler und hat vier seiner letzten sechs Verbandsligaspiele gewonnen.

Germania Großkrotzenburg - SV Münster (Sonntag, 15 Uhr). Sechs Punkte Vorsprung hat Münster auf die Abstiegsplätze. Mit einem Sieg beim Tabellenletzten Großkrotzenburg könnte der Sportverein einen weiteren großen Schritt auf dem Weg zum Klassenerhalt gehen. Münster verlor zwar das letzte Ligaspiel gegen Rot-Weiss Frankfurt mit 2:3, feierte am Mittwoch im Kreispokal-Halbfinale gegen Ligakonkurrent TS Ober-Roden aber einen überzeugenden 4:0-Sieg. „Wir wollen in Großkrotzenburg mit der gleichen Einstellung wie gegen die TS auftreten, als wir uns giftig und gierig präsentiert haben“, sagt Trainer Naser Selmanaj.

Der designierte Absteiger aus Großkrotzenburg allerdings ist seit fünf Begegnungen ungeschlagen. „Wir haben etwas gutzumachen, denn im Hinspiel haben wir uns beim 1:3 sehr schlecht präsentiert“, sagt Germania-Trainer Christof Tsifnas, der mit Gedas Bucma, Johannes Menge und Rinor Kqiku gleich drei gesperrte Spieler ersetzen muss.

Derweil nimmt in Großkrotzenburg nach der Vertragsverlängerung mit Trainer Tsifnas auch der Kader Formen an. „Wir wollen in der Gruppenliga auf Anhieb eine gute Rolle spielen“ sagt Tsifnas. So bleiben der hessenligaerfahrene Sadra Sememy, Abwehrchef und Kapitän Maik Neuendorf, Alessandro Fröb sowie die Stürmer Volkan Sungun und Connor Storm. „Unsere Sportliche Leitung hat ganze Arbeit geleistet, denn ich weiß, dass Verbands- und Hessenligisten an einigen dran waren“, sagt Tsifnas, dem auch die Talente Gedas Bucma, Kenan Ölmez, Julian Rubin, Raul Perez und Antonio Alessandro zugesagt haben.  mos/fs/ey/jm/geb

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