Frauenfußball

TSG Neu-Isenburg: Regionalliga nicht mehr zu stemmen

Sponsorenrückzüge bescheren das Regionalliga-Aus: Ob Lisa Schmitz (links) und Pavlina Angeliki Kodrou (Mitte) künftig für die TSG Neu-Isenburg in der Kreisoberliga auflaufen, ist völlig ungewiss.
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Sponsorenrückzüge bescheren das Regionalliga-Aus: Ob Lisa Schmitz (links) und Pavlina Angeliki Kodrou (Mitte) künftig für die TSG Neu-Isenburg in der Kreisoberliga auflaufen, ist völlig ungewiss.

Weil mehrere Sponsoren weggefallen sind, zieht die TSG Neu-Isenburg ihre erste Frauen-Mannschaft aus der Regionalliga zurück und tritt künftig sogar nur in Kreisoberliga an.

Neu-Isenburg – Paukenschlag bei der TSG Neu-Isenburg: Der Verein zieht seine Frauenfußballmannschaft aus der Regionalliga Süd zurück. Und nicht nur das: Die TSG wird in der neuen Saison in der vier Klassen tiefer angesiedelten Kreisoberliga Frankfurt starten. Das berichtete Alfonso Barrui, stellvertretender Vereinsvorsitzender, auf Nachfrage, nachdem die TSG Neu-Isenburg überraschend nicht im Regionalligaspielplan aufgeführt war.

Grund ist, dass wegen der Corona-Pandemie neben dem Hauptsponsor auch viele kleinere Sponsoren weggefallen sind. „So konnten wir die Regionalliga nicht mehr stemmen“, sagte Barrui. Und da die Hessenliga finanziell ähnlich angesiedelt und damit zu teuer gewesen sei, wollte die TSG die Frauenmannschaft in die Verbandsliga Süd zurückziehen. Doch diesen Schritt wollten einige Spielerinnen nicht mitgehen. Für Barrui auch verständlich: „Gerade die jüngeren Spielerinnen wollen es weiter höherklassig versuchen.“ Einige Spielerinnen werden aber wohl bleiben. Namen konnte Barrui noch nicht nennen. „So hatten wir keine andere Chance, als in der Kreisoberliga zu starten.“

Dort übernimmt die erste Frauenmannschaft den Platz der bisherigen Zweitvertretung und soll mit der Verstärkung von einigen erfahrenen Kräften möglichst bald wieder den Aufstieg schaffen. Betreut wird das Team dabei vom bisherigen Zweitmannschaftstrainer Michael Fink. Simone Hartmann, die bisherige Trainerin der ersten Frauen-Mannschaft, musste laut Barrui aus privaten Gründen aufhören. Zuletzt sind die TSG-Frauen zweimal hintereinander in die Regionalliga-Saison gestartet, allerdings mit sportlich magerem Erfolg. In der ersten Saison haben sie kaum gepunktet, in der jüngsten Runde gar nicht. Zweimal haben die Neu-Isenburgerinnen den Klassenerhalt nur geschafft, weil es wegen der corona-bedingten Abbrüche keine Absteiger gab. Zuvor hatte sich die TSG jahrelang stetig verbessert. Sie stieg nach einigen Jahren in der Verbandsliga Süd 2016 in die Hessenliga auf und dann drei Jahre später in die drittklassige Regionalliga. Dort ist nun nach den zwei (Corona-)Spielzeiten Schluss. (Von Lars Herd)

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