„Das ist eine andere Welt“

U17-Bundesliga: OFC verliert das Derby bei Eintracht mit 0:5

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Nicht nur in dieser Szene waren Lennert Korn (gelbes Trikot) und die OFC-U17 der Frankfurter Eintracht klar unterlegen. Links: Justin Kabuya. Rechts hinten: sein Bruder Patrice. In der Mitte: der dreifache Torschütze Malik Karaahmet.

Frankfurt - Die Hoffnung auf eine Überraschung im Derby der U17-Bundesliga bei Eintracht Frankfurt war aus der Sicht der Offenbacher Kickers schnell dahin. Trainer Sebastian Bruns erkannte die Überlegenheit des Gegners neidlos an. Von Christian Düncher 

Die ungewohnte Anstoßzeit hat dem Interesse am kleinen „Mainderby“ keinen Abbruch getan. Im Gegenteil. Am frühen Nachmittag waren gestern rund 450 Besucher ins Leistungszentrum der Frankfurter Eintracht am Riederwald gekommen, um sich das U17-Bundesligaspiel der jungen „Adler“ gegen den Nachwuchs von Kickers Offenbach anzusehen. Unter anderem verfolgten die beiden ehemaligen Offenbacher Paul Koutsoliakos (Rogon Sportmanagement) und Ramon Bernd-roth (Sportlicher Leiter des Leistungszentrums des SV Darmstadt 98) dieses Duell, ebenso Joachim Leukel, der einst Anthony Yeboah beraten hatte. Sebastian Bruns beunruhigte die Schar der potenziellen Spielerabwerber nicht. „Das war hier natürlich eine große Bühne“, sagte der OFC-Trainer. „Alle Spieler von uns, die für andere Vereine interessant sein könnten, haben allerdings einen Zweijahresvertrag. Außerdem haben wir auf dem Platz nicht so viel angeboten, dass ich Angst bekommen müsste.“

Die Kickers, die zuletzt einen Aufwärtstrend gezeigt und sich leise Hoffnung auf einen Punktgewinn gemacht hatten, blieben in der Tat einiges schuldig, was aber auch am Gegner lag. Die „goldene Generation“ der Frankfurter, wie Bruns die U17 der Eintracht nennt, bescherte dem OFC-Nachwuchs einen rabenschwarzen Tag und mit 0:5 (0:2) die höchste Saisonniederlage. Der Aufsteiger bleibt damit Letzter, hat weiter drei Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz.

„Offensiv ist das die stärkste Mannschaft der Liga. Wir hatten keine Chance. Die Eintracht war eine Klasse besser. Das war eine andere Welt“, bilanzierte Bruns. Während die Frankfurter laut Bruns ein halbes Dutzend deutsche Nationalspieler in ihren Reihen haben, fehlten dem OFC „drei, vier zentrale Stammspieler“. Das war nicht zu kompensieren. Zudem musste nach 23 Minuten Außenverteidiger Giorgian-Andrei Veleanu verletzt ausgewechselt werden. Sein Ersatzmann Stefan Safic war noch nicht richtig auf dem Platz, da fiel bereits das 2:0 durch Malik Karaahmet, der drei Treffer erzielte und sein Konto damit auf zehn erhöhte.

Eintracht Frankfurt gewinnt deutlich gegen OFC: Bilder

Bruns löste die Fünfer-Abwehrkette auf, doch viel besser wurde es nicht. Hälfte zwei war noch keine Minute alt, da fiel unter den Augen von Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner das 3:0 und damit die Vorentscheidung. „Es hätte am Ende sogar noch höher ausgehen können“, gab der OFC-Trainer zu.

Eintracht Frankfurt: Stirl - Siebert, Burger, Safaridis, Finger (60. Barlik) - Aral (41. Neves Oliveira), Cetin - P. Kabuya (60. Amoah Kwafo), Pena Zauner, J. Kabuya (55. Weinhardt) - Karaahmet

OFC: Gärtner - Nopp, Korn, Lau, Schäfer, Veleanu (23. Savic) - Lemmer (63. Saeed), Krasniq, Yilmaz, Garic (65. Dos Santos Ferreira) - Limani (63. Cicek)

SR: Braun (Wuppertal) - Z.: 450 - Tore: 1:0 Finger (16.), 2:0, 3:0, 4:0 Karaahmet (24., 41., 53.), 5:0 Weinhardt (77.)

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