Urberach siegt im Schongang 3:0

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Nicht zu stoppen. Der Urberacher Marc Dillmann spaziert förmlich durch die Wetzlarer Abwehr. Die Viktoria gewann gegen den Tabellenletzten locker mit 3:0.

Offenbach (leo) - Nach zwei Heimniederlagen hintereinander holte Viktoria Urberach in der Fußball-Hessenliga vor eigenem Publikum wieder drei Punkte, besiegte Schlusslicht Eintracht Wetzlar überlegen mit 3:0.

Dagegen kassierten Kickers Offenbach II (2:3 in Stadtallendorf) und die TGM SV Jügesheim (0:2 in Waldgirmes) Auswärtsniederlagen.

Viktoria Urberach - Eintracht Wetzlar 3:0 (1:0). Viererkette und dahinter Nikolai König als Ausputzer – Schlusslicht Wetzlar rührte erst einmal Beton an. Urberach – erneut mit Janis Gadanac als Rechtsverteidiger, links kehrte der wieder genesene Kristian Leonhardt für den gesperrten Andreas Gross zurück – diktierte die Begegnung, vergab durch Stanko Pavlovic (18.), Nils Wolf (25.) und Patrick Barnes (27.) drei sehr gute Möglichkeiten, ehe Mario Rhein einen abgewehrten Wolf-Kopfball nach Ecke von Naser Selmanaj zur überfälligen Urberacher 1:0-Führung über die Linie drückte.

Neun Minuten nach dem Seitenwechsel war die Partie entschieden: Nach einem Pfostentreffer von Pavlovic staubte Domenico Di Rosa zum 2:0 ab. Wetzlar war in der Offensive viel zu harmlos, um die Viktoria in Bedrängnis zu bringen. Patrick Barnes traf gegen seinen Ex-Klub zum 3:0 (64.), Pavlovic traf nur den Außenpfosten (87.). Zwei Minuten zuvor hatte auch die Eintracht eine Chance, einen Kopfball von Isaac Ojigwe klärten die Urberacher aber auf der Torlinie (85.).

„Deutlicher kann man ein Spiel nicht beherrschen. Das war alles sehr souverän. Ich hatte nie das Gefühl, dass wir 100 Prozent geben mussten. Schön, dass Barnes mal ein Tor gemacht hat. Und dann auch noch gegen seinen Ex-Klub“, meinte Urberachs Trainer Thomas Epp.

Eintracht Stadtallendorf - Kickers Offenbach II 3:2 (2:1). Auf sechs Positionen hatte Kickers-Trainer Günter Stiebig sein Team im Vergleich zum 2:0-Sieg gegen Waldgirmes geändert. „Wir sehen das mit einem lachendem und einem weinenden Auge“, sagte er. Lachend, weil die OFC-Profis mit Unterstützung aus dem Hessenliga-Kader 2:1 gegen Regensburg gewannen; weinend, weil die Kickers in Mittelhessen eine vermeidbare Niederlage kassierten. „Aber das lachende Auge überwiegt“, meinte Stiebig, der die jüngste U23-Mannschaft im bisherigen Saisonverlauf auf den Platz schickte und mit Robin Söder und Ömer Dursun zwei U19-Spieler mit auf die Bank nahm.

„Wir haben Stadtallendorf mit unseren hohen Bällen gestärkt“, bedauerte Stiebig. Nach dem 2:2-Ausgleich durch den zweiten Treffer von Mostafa El Aadmi waren die Kickers dem dritten Tor näher als die Eintracht. Dann aber produzierten die Offenbacher in der Hälfte der Gastgeber einen unnötigen Ballverlust, der Konter führte zum 3:2-Siegtor. „Wir sind jetzt im Mittelfeld der Tabelle angekommen, wollen in den zwei verbleibenden Begegnungen der Hinrunde noch auf insgesamt 30 Punkte kommen“, sagt Stiebig. Bisher sammelten die Offenbacher 24 Zähler.

SC Waldgirmes - TGM SV Jügesheim 2:0 (1:0). Nach fünf Punkten aus den vergangenen drei Partien agierten die Jügesheimer im Kellerduell nicht aggressiv genug und verloren verdient. „In der Mannschaft war zu wenig Leben“, bemängelte TGM SV-Teammanager Karlo Wöll.

Waldgirmes ging bereits nach 16 Minuten in Führung, anschließend übernahm Jügesheim das Kommando, ließ aber drei sehr gute Chancen ungenutzt: Khaibar Amani traf nur den Pfosten (31.), ehe SCW-Abwehrspieler Fabian Pötzl vor dem einschussbereiten Baris Özdemir rettete. Und in der 52. Minute wehrte SC-Schlussmann Grutza einen Freistoß von Gökhan Öztas glänzend ab. „Zumindest das 1:1 hätten wir erzielen müssen“, meinte Wöll. So aber erhöhte Waldgirmes nur fünf Minuten später auf 2:0 und sorgte damit für die Vorentscheidung.

„Waldgirmes war nicht so stark, hier war absolut mehr möglich. Insgesamt war das aber zu wenig von uns. Wir haben uns gegen deutlich stärkere Mannschaften wesentlich besser aus der Affäre gezogen. Das war ein Schritt rückwärts, uns fehlt einfach die Konstanz“, erklärte Karlo Wöll.

Immerhin: Aleksandar Petreski gab nach überstandener Verletzungspause (Zerrung) sein Comeback, spielte rund 20 Minuten sehr ordentlich auf.

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