Nicht spielberechtigter Stürmers zweimal im Einsatz

Verbandsligist Vatanspor verliert sechs Punkte

Offenbach -  Das Verbands-Sportgericht des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV) hat dem Verbandsligisten Vatanspor Bad Homburg zwei Siege aberkannt.

Der Klub fällt dadurch in der Tabelle von Rang drei auf sechs zurück, hat statt neun nun 15 Punkte Rückstand auf den Aufstiegsrundenplatz zwei und damit praktisch kaum noch eine Chance auf den Aufstieg. Hanau 93 verbessert sich auf Rang vier.

Das Urteil ist zwar noch nicht rechtskräftig, Vatanspor berät auch noch darüber, Einspruch einzulegen, generell handelt es sich aber um eine vergleichsweise milde Strafe.

Hintergrund des Urteils ist der Einsatz eines nicht spielberechtigten Spielers in den Begegnungen gegen Viktoria Nidda (3:0) und die Usinger TSG (5:2). Vatanspor-Manager Hüseyin Güven hatte zwar rechtzeitig eine Spielberechtigung für Neuzugang Emin Yalin beantragt, dabei aber falsche Angaben gemacht. Genannt wurde der vorletzte Verein Yalins, die SG Sossenheim, und nicht der abgebende Club, Drittligist Amed SK aus der Türkei.

Der frühere Bundesliga-Profi von Schalke 04 hätte somit gegen Nidda und Usingen nicht zum Einsatz kommen dürfen, spielte aber und erzielte sogar sechs Tore. Beide Spiele sollen daher mit 0:3 gewertet werden. Zudem wurde Stürmer Yalin für zwei Pflichtspiele gesperrt sowie Manager Güven und der Verein mit geringen Geldstrafen belegt.

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Das Sportgericht folgte der Argumentation, dass der Spieler wegen eines türkisch-kurdischen Konfliktes innerhalb des abgebenden Vereins Amed SK bedroht worden sei, deshalb nach Deutschland zurückgekehrt sei und darüber kein Wort mehr verlieren wollte. (mos)

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