Urberach gewinnt Rödermark-Derby

Verbandsliga: Hanauer Rivalen patzen im Gleichschritt

Ausgebremst: Urberachs Julian Purcell (links) glich im Rödermark-Duell bei der TS Ober-Roden zum 1:1 aus. Kurz danach scheiterte der Ober-Rodener Cengiz Veisoglu (Mitte) mit einem Strafstoß an Torwart Ole Schickedanz.
+
Ausgebremst: Urberachs Julian Purcell (links) glich im Rödermark-Duell bei der TS Ober-Roden zum 1:1 aus. Kurz danach scheiterte der Ober-Rodener Cengiz Veisoglu (Mitte) mit einem Strafstoß an Torwart Ole Schickedanz.

Mit einem 4:1 bei der Usinger TSG baute Rot-Weiß Walldorf seinen Vorsprung an der Tabellenspitze der Fußball-Verbandsliga Süd auf vier Punkte aus, da Verfolger FC Hanau 93 in Erlensee 2:3 verlor.

Offenbach – Der Drittplatzierte SC 1960 Hanau verpasste wieder einmal eine Gelegenheit, den Rückstand auf die 93er zu verkürzen. Eine Woche vor dem Hanauer Derby verspielten die 93er eine 2:0-, die 60er sogar eine 3:0-Führung. Viktoria Urberach setzte sich bei der TS Ober-Roden mit 2:1 durch und ist damit die Nummer eins in Rödermark vor dem FC Germania Ober-Roden, der in Bornheim deutlich mit 5:1 die Oberhand behielt.

1. FC Erlensee - FC Hanau 93 3:2 (0:2)

„Die erste Hälfte war die beste seit der Winterpause. Die Mannschaft ist von den Hanauer Fans mit Applaus in die Pause verabschiedet worden“, sagte Hanaus Pressesprecher Hans Jung. Die 93er dominierten von Beginn an mit schnellen Kombinationen und legten durch einen Doppelschlag eine scheinbar sichere 2:0-Führung vor. Doch nach zwei individuellen Fehlern kippte die Partie zu Beginn der zweiten Hälfte. Zunächst wehrte Hanaus Schlussmann Jens Westenberger eine Flanke unglücklich ab. Daraus entwickelte sich eine Bogenlampe, die Tom Niegisch dankend einköpfte (47.). Zehn Minuten später vertändelte 93-Spielertrainer Christoph Prümm an der Eckfahne den Ball, die anschließende Flanke köpfte erneut Niegisch zum 2:2 ein. Und kurz darauf schoss der Ex-Urberacher auch noch per Volleyabnahme nach einer Flanke über die komplette Abwehr hinweg das 3:2 für die Gastgeber (65.). Zehn Minuten später hofften die 93er nach einem Foul von FCE-Schlussmann Tim Kuhl an Khaibar Amani vergebens auf den Strafstoßpfiff. „Das Spiel haben wir hergeschenkt“, schüttelte Jung fassungslos den Kopf.

FC Hanau 93: Westenberger; Ries, Prümm, Geschwender (34. Gogol), Fließ, Velemir, Gischewski, Bicakci, Damar (75. Sekeric), Suljic (70. Raafat), Amani

Tore: 0:1 Amani (36.), 0:2 Suljic (38.), 1:2, 2:2, 3:2 Niegisch (47., 56., 65.) - Rot: Fließ (90.+1/Hanau, grobes Foulspiel)

SC 1960 Hanau - Rot-Weiss Frankfurt 3:4 (2:0)

Was für ein verrücktes Spiel im Herbert-Dröse-Stadion. Der SC 1960 verspielte eine 3:0-Führung und dürfte raus aus dem Aufstiegsrennen sein. Auf den Tabellenzweiten FC Hanau 93 fehlen weiter sieben Punkte, die Elf von Interimstrainer Okan Sari konnte die Steilvorlage der HFC-Niederlage in Erlensee nicht nutzen.

Die Gastgeber, die überraschend auf die torgefährlichen Baris Özdemir und Semih Aydilek in der Startformation verzichteten, erwischten einen Auftakt nach Maß. Nach guter Kombination über Ugur Albayrak und Takero Itoi netzte Özcan Aydin bereits in der zweiten Minute zum 1:0 ein. Während die Gastgeber auf Ballbesitzfußball setzten, lauerten die Rot-Weißen auf Konter. Einen dieser schnellen Gegenangriffe fing das Mittelfeld der Hanauer in der 18. Minute gut ab und erhöhte durch Albayrak auf 2:0. Die Pausenansprache von Frankfurts Coach Slobodan Komljenovic verfehlte ihre Wirkung nicht. Mit viel Schwung kreierten die Gäste unzählige Angriffe und drängten die Heimelf in die Defensive zurück. Doch zunächst traf erneut der HSC durch Travis Parker. Die Rot-Weissen gaben nicht auf´und wurden spät belohnt.

SC 1960 Hanau: Pellowski; Bleibdrey (65. Özdemir), Trajanov (72. Aydilek), Mahboob, Gültekin, Parker, Hofmeier, Aydin (84. Mastilovic), Gaadaoui, Albayrak, Itoi

Tore: 1:0 Aydin (2.), 2:0 Albayrak (18.), 3:0 Parker (64.), 3:1 Keskin (70.), 3:2 Nowak (80.), 3:3 Pierre (87.), 3:4 Brkic (90.+2)

TS Ober-Roden - Viktoria Urberach 1:2 (1:0)

Urberach begann überlegen, dann aber kämpfte sich Ober-Roden vor 150 Zuschauern in die Partie. Nach dem 1:0 durch Kriegsch (37.) verloren die Gäste etwas den Faden, kamen aber gestärkt aus der Kabine. Julian Purcell glich für die Viktoria aus (57.), kurz darauf wehrte Ole Schickedanz einen Strafstoß von Ober-Rodens Cengiz Veisoglu ab. Nach einer Flanke von der rechten Seite nahm André Schneider den Ball gut mit und traf in der 70. Minute mit links zum 2:1 für die Urberacher. „Der Sieg war verdient“, meinte Viktoria-Trainer Lars Schmidt. Das sah auch TSO-Coach Bastian Neumann so: „Knackpunkt war der verschossene Elfmeter. Urberach war nach der Pause einen Tick stärker.“

TS Ober-Roden: Gkogkos; Strauss, T. Barak, Schöppner (78. Kalzu), Henkel, Jung, Hesse, Kozlu, Kriegsch, Sitter, Veisoglu (73. Klinger)

Vikt. Urberach: Schickedanz; Filipovic, Serra, Piarulli, Purcell, Schneider, M. Yildirim (66. Alempic), S. Yildirim, Czerwinski, Schnitzer (88. Bufi), Di Maria

Tore: 1:0 Kriegsch (37.), 1:1 Purcell (57.), 1:2 Schneider (70.) - Bes. Vork.: Schickedanz (Urberach) hält Handelfmeter von Veisoglu (60.)

SG Bornheim/GW - Germania Ober-Roden 1:5 (1:2)

Ober-Roden dominierte die Begegnung und gewann auch in der Höhe verdient. „Das war ein sehr gutes Spiel von uns“, stellte Germania-Präsident Norbert Rink zufrieden fest. Zwei Pfostenschüsse verhinderten einen noch deutlicheren Sieg der Germania, den Jonas Dapp mit seinem zweiten Treffer zum 4:1 allerdings erst fünf Minuten vor Spielende endgültig unter Dach und Fach brachte.

Germania Ober-Roden: Weinreich; Stemann, Friess, Marweg, Firat (79. Owusu, Nessen, Feuchtner, Bidou, Dapp, Ermert (83. Mensinger), Hakimi (79. Christophori-Como)

Tore: 0:1 Hakimi (15.), 1:1 Schneider (18.), 1:2 Ermert (28.), 1:3, 1:4 Dapp (55., 85.), 1:5 Owusu (90.)

leo/fs

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare