Di Maria „immer ein Thema“

Verbandsliga: Knallerspiele in Urberach und Ober-Roden 

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Urberachs Giuseppe Serra (links) muss am Wochenende gegen Rot-Weiß Walldorf passen. Jannis Fritsch und Michel Klinger (rechts) erwarten mit der TS Ober-Roden den FC Germania zum Verbandsliga-Duell.

Offenbach - Bereits am zweiten Spieltag bietet die Fußball-Verbandsliga Süd den Zuschauern aus der Region zwei echte Knallerspiele: An der Walter-Kolb-Straße in Ober-Roden steigt das Derby zwischen der Turnerschaft und dem FC Germania, Viktoria Urberach erwartet Aufsteiger Rot-Weiß Walldorf mit vielen ehemaligen Mitspielern. Der FC Hanau 93 ist spielfrei, Stadtrivale SC 1960 erwartet die Usinger TSG.

Viktoria Urberach – Rot-Weiß Walldorf (Sa., 16 Uhr)

Bei der Walldorfer 1:3-Niederlage gegen Rot-Weiß Darmstadt in der vorigen Woche standen in Jan Deumlich, Julian Ludwig und Nico Struwe drei ehemalige Urberacher in der Start-Elf. In Dominik Lewis saß ein weiterer ehemaliger Viktorianer auf der Bank. Ebenso wie Trainer Max Martin, in der Saison 2015/2016 Meistertrainer in Urberach.

„Im Winter haben wir ein Testspiel in Walldorf absolviert, da waren schon einige Emotionen drin. Das werden im Punktspiel sicher noch ein paar mehr“, sagt Urberachs Trainer Lars Schmidt, der auf Giuseppe Serra (Zerrung) verzichten muss, nach der guten Vorstellung beim 1:1 bei Hanau 93 ansonsten aber keine großen Veränderungen plant. Möglicherweise rückt Marco di Maria noch in die Startformation. „Körperlich ist er noch nicht bei 100 Prozent“, sagt Schmidt. Aber fußballerisch ist der Offensivspieler „immer ein Thema.“

Sauer stößt den Urberachern der kurzfristige Wechsel von Torhüter Dennis Weinreich zum Lokalrivalen FC Germania Ober-Roden auf. Nun sucht die Viktoria händeringend einen Ersatz.

Bilder: Unentschieden zwischen Hanau und Urberach

SC 1960 Hanau - Usinger TSG (Sa., 16.30 Uhr)

Nach dem 3:2-Auftakterfolg bei Sandzak Frankfurt will die 60er-Elf von Coach Antonio Abbruzzese nachlegen, um sich möglichst früh in der Spitzengruppe der Liga einzunisten. Gegner Usingen steht derweil nach der 0:5-Heimniederlage gegen Aufsteiger 1. FC Erlensee unter Zugzwang. „Solche Spiele können immer mal passieren“, relativierte Abbruzzese allerdings: „Ich reche wieder mit einer Partie Spitz auf Knopf. Der Gegner will unbedingt etwas gutmachen.“

Noch gut in Erinnerung ist das letzte Aufeinandertreffen mit dem Team aus der Buchfinkenstadt. Am 11. April drehte der HSC in der Schlussphase einen 3:4-Rückstand in einen 5:4-Sieg. So spektakulär muss nach Ansicht von Abbruzzese das Spiel diesmal gar nicht laufen, die drei Punkte möchte der Italiener aber wieder einbuchen. Personell sieht es bei den Hanauern recht gut aus. Aydin Özcan und Ali Mahboob sind aus dem Urlaub zurück und zumindest Alternativen. Abdulkadir Okutan, der am vergangenen Sonntag einen schmerzhaften Schlag aufs Knie erhielt, fällt womöglich aus. Auch Alexandar Mastilovic erlitt eine leichte Blessur. Der Zugang wird jedoch auf die Zähne beißen.

TS Ober-Roden - Germania Ober-Roden (So., 15 Uhr)

Ober-Rodener Derbys waren in der vergangenen Saison ein echtes Highlight. Die Germania siegte im Hinrundenspiel, verlor dann aber dreimal hintereinander gegen den Ortsrivalen: im Pokal (5:6), im Rückrundenspiel (3:5) und vor wenigen Wochen beim Rödermark-Pokal (0:4). „Nach drei Niederlagen wären wir eigentlich mal wieder an der Reihe zu gewinnen“, sagt Germania-Präsident Norbert Rink. Ohne die Stammkräfte Marco Christophori-Como und Fabian Frieß (beide verletzt) und Nicolai Ermert (hat nach einer Stirnhöhlen-OP erst wieder das Training aufgenommen) erwartet die Blau-Schwarzen allerdings eine schwere Aufgabe. „Die Turnerschaft hat ich gut verstärkt und eine gute Truppe“, erklärt Rink.

Die Turnerschaft genießt zum zweiten Mal in dieser Saison Heimrecht und will nach der phasenweise sehr ordentlichen Vorstellung gegen Aufsteiger Unter-Abtsteinach (2:2) am vergangenen Wochenende im Stadtderby den ersten Dreier einfahren. (leo/fs)

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