Verbandsliga Süd

Nach Abstieg: Bellos soll U21 des OFC führen

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Evangelos Bellos im Trikot der TGM SV Jügesheim gegen die Reserve des OFC.

Offenbach - Andere Liga, neues Trainerduo, umgekrempelter Kader und sogar eine neue Bezeichnung: Bei der Reserve der Offenbacher Kickers wird künftig kaum mehr etwas so sein wie in der vergangenen Saison. Von Christian Düncher

„Unser Ziel ist ganz klar. Wir wollen die Spieler ausbilden und in ihrer Entwicklung begleiten“, sagt Alfred Kaminski, Sportdirektor des OFC, mit Blick auf die zweite Mannschaft. Dass diese nach dem Abstieg in die Verbandsliga nicht mehr eine, sondern nun zwei Klassen unter dem Profi-Team (Regionalliga Südwest) spielt, sei zwar sehr schade, ändere aber nichts an der Zielsetzung. Vom direkten Wiederaufstieg ist daher vorerst nicht die Rede. Vielmehr soll die Philosophie laut Kaminski „unabhängig von der Ligazugehörigkeit“ verfolgt werden, wobei sportlicher Erfolg freilich vieles erleichtert.

Neuer Trainer der Reserve ist Raphael Laghnej (41). Der A-Lizenz-Inhaber war zuletzt im Nachwuchsbereich von Eintracht Trier tätig und folgt auf Alex Conrad, der sich künftig ganz auf seine Aufgabe als Co-Trainer der ersten Mannschaft konzentrieren wird. Zudem soll das Team künftig keine U23 mehr sein, sondern eine U21 - also eine „Plattform für die letztjährigen U19-Spieler“, so Kaminski. „Sie sollen die Möglichkeit haben, sich ein, zwei Jahre in diesem Umfeld zu entwickeln.“ Teilweise dürfen sie sogar schon bei den Profis mittrainieren - wie Robin Scheu, Felix Bonifer und Anastasios Keoseoglu (alle Mittelfeld). „In Abstimmung mit Rico Schmitt haben die Spieler auch die Möglichkeit am Training der ersten Mannschaft teilzunehmen und sich dort zu empfehlen“, sagte Kaminski.

Neben dem Trio Scheu, Bonifer und Keoseoglu sind aus der U19 noch die Abwehrspieler Marc-Robin Netzband, Tim Botschek und Max Werner in die U21 aufgerückt. Außenverteidiger Jan-Hendrik Marx überlegt noch - auch weil er momentan eine Ausbildung absolviert. Abgesagt hat dagegen Torjäger Kofi Asamoah, der mit dem SV Wehen Wiesbaden II in Verbindung gebracht wird. „Es ist schade, dass er unser Angebot nicht angenommen hat“, sagt Kaminski über den Stürmer, der vergangene Saison 31 Tore in der U19-Hessenliga erzielt hatte.

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Aus der einstigen U23 geblieben sind nur Torwart Jonas Iser sowie die Feldspieler Marius Löbig, Mika Voss (beide Abwehr), Marcel Wehner (Mittelfeld) und Murat Selcuk (Angriff). Dazu kommen die externen Zugänge Luka Lippert (FSV Frankfurt U19, Angriff), Jakob Emge (TGS Jügesheim, Abwehr) und Evangelos Bellos (TGM SV Jügesheim, Angriff). Letzterer soll das Team auf dem Platz führen. „Er ist mit seinen 23 Jahren quasi der Oldie und kommt unter anderem mit der Empfehlung, Meister der Hessenliga geworden zu sein“, so Kaminski. Verpflichten will man noch einen Torwart und zwei Feldspieler. Geplant wird mit einem 18-Mann-Kader. „Der eine oder andere von oben wird bei uns sicher aushelfen“, sagt Kaminski. Zudem sei der Kader der U19 mit 24 Spielern prall gefüllt. „Da haben wir also auch Möglichkeiten.“ Zum Start in die Vorbereitung auf die kommende Saison steht am Freitag erstmal ein Laktattest an.

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