Respekt vor Standards von Ex-Profi Da Costa

Verbandsliga: Urberacher sind zu klein

+
Vor fast genau zwei Jahren, am 9. April 2013, spielte Elton Da Costa mit dem SV Darmstadt 98 im Viertelfinale des Hessenpokals bei Viktoria Urberach (links Naser Selmanaj, jetzt Co-Trainer beim SC Hessen Dreieich) und erzielte den 1:0-Siegtreffer. Am Samstag kommt Ex-Profi Da Costa als Spielertrainer mit dem FCA Darmstadt wieder nach Urberach zum Verbandsligaspiel.

Offenbach - Bereits heute Abend geht das Kopf-an-Kopf-Rennen in der Fußball-Verbandsliga Süd in die nächste Runde. Rot-Weiss Frankfurt erwartet Eintracht Wald-Michelbach, der SC Hessen Dreieich gastiert beim FV Bad Vilbel.

FV Bad Vilbel - SC Hessen Dreieich (heute., 19.30 Uhr). „Es läuft alles auf den Showdown am 1. Mai hinaus“, verweist SC Hessen-Trainer Thomas Epp auf das Spitzenspiel bei Rot-Weiss Frankfurt in zwei Wochen. „Bis dahin werden die Roten keine Punkte mehr abgeben - und wir wollen das auch nicht. Uns erwartet eine schwere Aufgabe, denn Bad Vilbel ist spielerisch sehr stark. In dieser Phase geht es nur über Kampf, Laufbereitschaft und den Willen, Meister werden zu wollen“, sagt Epp. Dass die Wetterauer zuletzt in Alsbach 0:5 untergingen, behagt dem Ex-Profi überhaupt nicht, „das macht es nicht leichter.“ Nach der Roten Karte für Torhüter Maurice Paul beim 2:1-Sieg in Offenbach steht Paul Jivan im Tor des Spitzenreiters. Die Rotsperre von Markus Wosiek ist abgelaufen, Oliver Heil und Markus Brüdigam fallen weiterhin verletzt aus.

Viktoria Urberach - FCA Darmstadt (Sa., 16 Uhr). „Uns fehlt es an der nötigen Körpergröße“, warnt Urberachs Trainer Max Martin vor den Arheilgern, die vor allem von den gefährlichen Standards ihres Spielertrainers und des ehemaligen Profis Elton da Costa (Darmstadt 98, Kickers Offenbach) leben, der bereits 15 Tore erzielte und viele Vorlagen gab. „Wir müssen konzentriert und aggressiv verteidigen und unnötige Fouls vermeiden“, erklärt Martin. „Der FCA hatte vor der Runde höhere Ansprüche, der Wechsel von Jonathan Koshko in der Winterpause nach Worms hat Darmstadt sicherlich wehgetan“, sagt Martin, der weiterhin auf den verletzten Filippo Serra verzichten muss. Zudem fällt Paul Johann mit einem Muskelfaserriss aus.

FC 07 Bensheim - Kickers Offenbach II (So., 15 Uhr). Unter dem neuen Trainer Ronny Borchers holten die Bensheimer 13 von 15 möglichen Punkten, ehe die Erfolgsserie am vergangenen Spieltag mit einer 0:2-Niederlage gegen die Turnerschaft Ober-Roden riss. Mit 28 Punkten liegen die Bensheimer weiter auf einem Abstiegsplatz - aber nur noch drei Zähler hinter dem OFC. „Das wird ein sehr intensives, aggressives Spiel mit vielen Zweikämpfen“, blickt Kickers-Trainer Petr Ruman voraus. „Bei uns merkt man, dass sich die Spieler und die Mannschaft weiterentwickeln. Natürlich haben die Spieler noch nicht eine Erfahrung wie ein 25- bis 30-Jähriger. Wir müssen vor den Toren noch konsequenter werden und noch mehr Willen zeigen, einen Treffer zu erzielen oder zu verhindern. Wir werden den Fußball zeigen, den wir auch vergangene Woche gespielt haben.“ Da verloren die Kickers trotz vieler guter Chancen gegen den SC Hessen Dreieich mit 1:2.

Urberach verliert gegen OFC II (Archiv)

Viktoria Urberach verliert gegen OFC II

TS Ober-Roden - FC Kalbach (So., 15 Uhr). Als Tabellendritter geht die Turnerschaft als Favorit in die Partie, doch zu unterschätzen sind die Kalbacher auf keinen Fall: Der Aufsteiger gewann zuletzt viermal hintereinander, schlug unter anderem Rot-Weiss Frankfurt (2:1) und verließ mit dieser Erfolgsserie die Abstiegsränge. Und das, obwohl in Ibrahim Cigdem (ehemals Hessen Dreieich) der beste Torjäger die Kalbacher in der Winterpause verließ.

SV Somborn - Spvgg. 03 Neu-Isenburg (So., 15 Uhr). Nach nur einem Punkt aus den vergangenen fünf Partien droht Somborn im Kampf um den Klassenerhalt den Anschluss zu verlieren. „Somborn steht mit dem Rücken zur Wand“, warnt 03-Trainer Peter Hoffmann, der die bestmögliche Mannschaft auf den Platz schicken will - einzig Fabian Büttner fehlt noch verletzungsbedingt. Gegen Rot-Weiss Frankfurt (0:3) hatte Hoffmann mit Blick auf die kommende Saison schon das eine oder andere getestet, zudem waren Lazar Kacarevic (Hochzeit) und Mario Rhein (blickte Vaterfreuden entgegen) gedanklich nicht voll bei der Sache. „Ich sage nicht, dass wir in Bestbesetzung gegen Frankfurt gewonnen hätten. Aber wir hätten sicher nicht 0:3 verloren“, sagt Hoffmann, für dessen Team nun aber das Aufstiegsrennen endgültig gelaufen ist.

leo

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare