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Verstolperter Elfer beschert JSK Rodgau einen Punkt

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Von: Stefan Moritz

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Vor den Augen von Aushilfstrainer Andreas Humbert (hinten rechts) versucht Savvas Konstantinidis (in Blau), Ben Schwarz (von der SG Bornheim) unter Druck zu setzen.
Vor den Augen von Aushilfstrainer Andreas Humbert (hinten rechts) versucht Savvas Konstantinidis (in Blau), Ben Schwarz (von der SG Bornheim) unter Druck zu setzen. © eyßen

In der Fußball-Verbandsliga Süd holte der JSK Rodgau ein 1:1 gegen den Tabellenzweiten SG Bornheim/Grün-Weiß, der auf kuriose Weise den Siegtreffer vergab. Germania Ober-Roden gab mit zwei Mann mehr eine Führung aus der Hand. Die Spvgg. 03 Neu-Isenburg jubelte über einen späten Doppelpack.

Offenbach – Der SV Unter-Flockenbach hat seinen Vorsprung an der Tabellenspitze der Fußball-Verbandsliga Süd mit einem 2:1 beim FFV Sportfreunde Frankfurt auf fünf Punkte bei zwei noch weniger absolvierten Spielen auf die SG Bornheim/Grün-Weiß ausgebaut, die beim JSK Rodgau nicht über ein 1:1 hinauskam. Kurzfristig abgesagt wurde das Derby TS Ober-Roden gegen den SV Münster wegen zwei Corona-Fällen beim SVM. Neuer Termin ist Mittwoch, 11. Mai, 19 Uhr.

Der SV Pars Neu-Isenburg holte im Kellerduell beim VfB Ginsheim II den zweiten gegentorlosen Sieg in Folge. Der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt allerdings immer noch zwölf Punkte.

JSK Rodgau - SG Bornheim/Grün-Weiß 1:1 (1:1). Die Bornheimer gingen in der zwölften Minute durch Marius Troll in Führung, Woosang Kwon glich in der 30. Minute per Abstauber aus. „Wir haben insgesamt ziemlich gut verteidigt, aber leider wieder einmal einige Torchancen nicht genutzt“, sagte Andreas Humbert, der Sportliche Leiter des JSK, der den verhinderten Trainer Klaus Dörner vertrat. Die Bornheimer reklamierten einmal vergeblich auf Strafstoß, als Troll im Sprungduell von JSK-Torwart Benjamin Uzun attackiert wurde, und bekamen in der Nachspielzeit einen Foulelfmeter, als Till Fakic jenen Troll von den Beinen holte. „Die erste Szene habe ich nicht genau gesehen, die zweite war zweifelhaft“, sagte Humbert. Der gefoulte Marius Troll trat selbst an, schoss sich bei der Ausführung aber ans eigene Standbein, weshalb das Tor nicht zählte und es stattdessen Freistoß für den JSK gab.

„Unter dem Strich geht das 1:1 in Ordnung. Keine Mannschaft hatte den Sieg verdient“, meinte Bornheims Trainer Sascha Volk, dessen Team mit den neuerlich verpassten zwei Punkten nur noch geringe Chancen auf die Meisterschaft hat. „Wenn Unter-Flockenbach seine Nachholspiele gewinnt, ist die Sache wohl durch“, sagte Volk, dessen Team in seinen sechs Spielen seit der Winterpause nur sieben von 18 möglichen Punkten geholt hat.

JSK Rodgau: Uzun; Kwon, Cölsch, Konstantinidis (62. Hulaj), El Kaddouri (66. Balic), Neteoui Flores, M. Rosa Garcia, Alperstedt, Quanz (76. Ballesteras), Köhler, Fakic

Tore: 0:1 Troll (12.), 1:1 Kwon (30.) - Bes. Vork.: Troll (Bornheim) schießt sich beim Foulelfmeter ans eigene Bein (90.+2)

Spvgg. 03 Neu-Isenburg - SV der Bosnier Frankfurt 2:0 (0:0). Den Sieg gegen den Abstiegskandidaten machten die 03er erst in den letzten Minuten perfekt. Allerdings hätten sie schon nach 20 Minuten 3:0 führen müssen, berichtete Co-Trainer Andreas Haffner, der den verhinderten Chefcoach Nick Janovsky vertrat. Mehr als einen Torschuss der Bosnier hätten die 03er nicht zugelassen. Nach dem dritten Sieg im vierten Spiel ohne Niederlage nach der Winterpause liegen die Neu-Isenburger mit 41 Punkte auf Rang sechs und haben bei ein, zwei weniger absolvierten Spielen als die besser platzierten Konkurrenten durchaus noch Rang zwei im Visier, den derzeit mit 47 Zählern die SG Bornheim belegt.

Spvgg. 03 Neu-Isenburg: Saula; Ota, Jacobs, Rubic (80. Boksic), Metzler, Ben Bachir Diack, Persch, Züge, Bickel, Stoilas (70. Hammel), Fustero (46. Kreis)

Tore: 1:0 Bickel (90.), 2:0 Ben Bachir Diack (90.+2)

SG Rüsselsheim - Germania Ober-Roden 3:3 (1:2). „Wir haben eigentlich gut angefangen, der Gegner hat aber seine erste größere Chance genutzt“, sagte Germania-Trainer Fabian Bäcker, der 90 Minuten durchspielte. Varol Akgöz brachte die Rüssesheimer in Führung (28.), die Germania drehte das Spiel durch einen Doppelschlag von Damien Letellier (32.) und Patryk Czerwinski (34.) aber zunächst. „Dann hatten wir eigentlich gefühlt alles im Griff. In der zweiten Hälfte haben wir aber nicht gut verteidigt und den Gegner stark gemacht“, so Fabian Bäcker. So gelang den Rüsselsheimern in Unterzahl der 2:2-Ausgleich. Nach der erneuten Germania-Führung durch Kapitän Marco Christophori-Como flog ein weiterer Rüsselsheimer wegen Meckerns mit Gelb-Rot vom Platz. Dennoch kassierte die Germania den 3:3-Ausgleich. „Wir führen 3:2, sind zwei Mann mehr und können das nicht ausspielen. Unter dem Strich war das einfach zu wenig, um zu gewinnen“, ärgerte sich Bäcker.

Germania: Weinreich - Cerveny (60 Badjie), Emir, Ries, Geyer, Christophori-Como, Firat, Letellier, Bäcker, Özgün (80. Fynn Kantz), Czerwinski

Tore: 1:0 Akgöz (28.), 1:1 Letellier (32.), 1:2 Czerwinski (34.), 2:2 Kouraji (68.), 2:3 Christophori-Como (74.), 3:3 Kouraji (84.) - Gelb-Rot: de Castro Oliveira (Rüsselsheim, 56.), Pascali (Rüsselsheim, 75.), Geyer (Ober-Roden, 89.)

VfB Ginsheim II - SV Pars Neu-Isenburg 0:1 (0:1). Ihab Darwiche brachte den SV Pars mit einem direkt verwandelten Freistoß schon in der sechsten Minute in Führung. „Wir waren klar überlegen, hatten noch sechs, sieben hundertprozentige Torchancen“, berichtete Dejan Alempic, der Spielertrainer der Neu-Isenburger. Um den Sieg zittern musste sein Team, das auf den erkälteten Tufan Tosunoglu verzichten musste, nur ein Mal. „Da lief ein Ginsheimer allein auf unser Tor zu, schoss aber daneben“, berichtete Alempic: „Sonst hatten wir alles im Griff.“

SV Pars: Bayar; Jourdan, Sahinler, Alempic, Müller, Smisek, Erdem (Bajrami (84.), Trucic, Idrissi (65. Nopp), Darwiche, Dentico (65. de Carvalho)

Tor: 0:1 Darwiche (6.)

SC 1960 Hanau - Eintracht Wald-Michelbach 3:1 (0:1). In der Nachspielzeit wurde HSC-Keeper Ferdi Myumyunov vom Deppen zum Helden. Mit einem schier unglaublichen Reflex wehrte er beim Stand von 2:1 einen Schuss von Lars Schwinn aus kürzester Distanz noch zur Ecke ab und rettete den Sieg. „Wir alle hatten den Schuss schon drin gesehen“, atmete HSC-Chef Okan Sari tief durch. Nach der abgewehrten Ecke konterte das Erinc-Team blitzschnell und Danny Kadioglu traf zum 3:1-Endstand (90.+3). Der Jubel der Gastgeber war grenzenlos, lange waren sie einem 0:1-Rückstand hinterher gerannt. Das 0:1 fiel aus heiterem Himmel und war ein Geschenk von Myumyunov. Einen langen Pass von Jens Bundschuh in die Spitze unterschätzte der Ex-Profi total. Niklas Halblaub staubte zum 0:1 ab (29.).

Dos Santos nach Superzuspiel von Luftrim Kodraliu (70.) und Ugur Aslan per Foulelfmeter (Heckhoff an Ozan Keskin, 81.) drehten den Spielstand. „Zuvor hatten wir Glück, nicht höher in Rückstand geraten zu sein“, bekannte Sari, der sich schließlich umso mehr über das Happy End freute.

Hanau: Myumyunov - Mickley, Gültekin, Mahboob, Suzuki (60. Parker) - Aslan, Lukovic (34. Dos Santos), Bicakci, Aydin (56. Keskin) - Kodraliu, Kadioglu

Tore: 0:1 Halblaub (29.), 1:1 Dos Santos (70.), 2:1 Aslan (81./FE), 3:1 Kadioglu (90.+3)

Germania Großkrotzenburg - SKV Rot-Weiss Darmstadt 1:1 (0:1). Das 1:1 gegen den Tabellenfünften war das vierte Spiel in Folge ohne Niederlage für den Vorletzten. Und das ohne die erkälteten Max Grammel und Rinor Kqiku. Nach einem groben Abwehrschnitzer brachte Abdulrahman Sancak die Gäste mit 1:0 in Führung (31.), womit es in die Halbzeitpause ging.

Im zweiten Abschnitt agierte Großkrotzenburg druckvoller und war nun tonangebend. Allerdings ohne Connor Storm, der mit Oberschenkelproblemen ausgewechselt wurde. Der zehn Minuten nach Wiederanpfiff für Finn Pock eingewechselte Gedas Bucma reagierte nach einem Fehlpass der Darmstädter am schnellsten und schob zum 1:1 ein (80.). Volkan Sungun hätte der Germania sogar noch zwei weitere Punkte bescheren können. Sein Schuss aus kürzester Distanz wurde allerdings im letzten Moment geblockt.

Großkrotzenburg: Dziallach; Neuendorf, Pock (55. Bucma), Sen, Storm (45. Ucar), Sungun, Rubin, Erinc, Fröb, Saniyeoglu (70. Ennin), Ragaman

Tore: 0:1 Sancak (31.), 1:1 Bucma (80.) - Rote Karte: Bucma (Großkrotzenburg, 90.+3, Nachtreten)  mos/ey/mei/geb

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