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VfB Offenbach: „Abbruch wäre das falsche Signal“

Vorsitzender VfB Offenbach
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Vorsitzender VfB Offenbach

Obwohl beim Fußball-Gruppenligisten VfB Offenbach sechs Abgängen nur zwei Zugänge gegenüberstehen, ist die Zuversicht, den Klassenerhalt zu schaffen, groß. Einen Abbruch der Saison kann sich VfB-Boss Andreas Griesenbruch nicht vorstellen.

Offenbach – Beim VfB Offenbach, Tabellen-16. der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost, hat sich der Kader in den vergangenen Tagen erheblich verändert. Zwei Zugängen stehen immerhin sechs Abgänge gegenüber. In Deni Pereira Casimiro (vereinslos, zuvor Gemaa Tempelsee) und Fehro Smajic (SKG Rumpenheim) haben sich zwei Mittelfeldspieler dem VfB angeschlossen.

Beide wollen somit zwei Ligen höher Fuß fassen. Nicht mehr dabei sind Torwart Tom Gebhard (SV Dreieichenhain), Murad Kale (Türk Gücü Hanau), Dominik König (KV Mühlheim), Mateusz Petryszyn, Tufan Toptas (beide unbekanntes Ziel) und Robin Zink (Auslandsaufenthalt).

Ist der Kader der abstiegsbedrohten Offenbacher, die mit einem 0:5 gegen Türk Gücü Hanau in die Runde gestartet sind, sich dann aber steigerten, damit schwächer geworden? Ist das Ziel Klassenerhalt in weite Ferne gerückt? Droht der Abstieg in die Kreisoberliga? Vorsitzender Andreas Griesenbruch verneint diese Fragen vehement. „Dass uns diese Spieler nach der durchwachsenen Hinrunde verlassen haben, kommt für uns nicht überraschend. Wir haben insgesamt einen guten Kader und viele Spiele nur knapp verloren. Jetzt kommen einige Stammspieler zurück, die zuletzt gefehlt haben. Ich mache mir keine großen Sorgen, was den Klassenerhalt betrifft. Wir haben die Qualität, um das zu schaffen“, versichert er selbstbewusst. Griesenbruch verweist dabei auf lange verletzte Akteure wie Nicolai Klemenz, Sebastian Röhl oder Olcay Ünal, die bald wieder Bestandteil der VfB-Stammformation sein sollen.

Andreas Griesenbruch

Doch was passiert, wenn die Saison, die im März fortgesetzt werden soll, abgebrochen wird angesichts dieser rasant steigenden Inzidenzzahlen? Gewertet wird sie, da – grob zusammengefasst – mehr als die Hälfte aller Spiele absolviert ist. Der VfB Offenbach steht in der Gruppenliga Frankfurt Ost aktuell auf einem Abstiegsplatz, der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt nach 20 von 38 Spieltagen vier Punkte. Der VfB-Vorsitzende hat dazu eine klare Meinung. „Ich kann mir keinen Abbruch mehr vorstellen, wir Sportler wissen doch inzwischen aus der Praxis ziemlich gut, wie wir mit diesem Virus umgehen müssen. Die Hygienekonzepte haben sich etabliert. Wenn jetzt wirklich noch mal ein Abbruch erfolgen würde, wäre das vermutlich tödlich für den Amateurfußball. Das wäre das völlig falsche Signal. Dann werden viele Spieler und Ehrenamtler keine Lust mehr haben. Wir müssen alle lernen, mit diesem Virus zu leben – und das werden wir auch schaffen“, sagt Griesenbruch.

Trainer Peter Lack, schon seit 2014 auf dem Sportplatz am Bierbrauwerg im Amt, hat den Übungsauftakt 2022 auf Sonntag, den 23. Januar, gelegt. Der VfB hat unter anderem bei den Kunstrasen-Wintercups in Dietesheim (29. Januar bis 5. Februar) und Lämmerspiel (13. bis 20. Februar) zugesagt. Der Punktrundenauftakt soll am Samstag, 5. März, 14.30 Uhr, mit dem Offenbacher Stadtderby beginnen; an Griesenbruchs 55. Geburtstag gegen dessen Jugendclub, den Tabellenzweiten SG Rosenhöhe.

Von Holger Appel

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