Neue Herausforderung

Youssef Mokhtari wechselt nach Urberach

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Youssef Mokhtari organisiert die Defensive des SC Hessen Dreieich. Vom Hessenliga-Meister wechselte der 38-Jährige zum Verbandsligisten Viktoria Urberach.

Urberach - Youssef Mokhtari hat in seinem Fußballerleben schon viel erlebt. Er spielte in den höchsten fünf Ligen in Deutschland, in Katar, Frankreich und Luxemburg.

Höhepunkt in 20 Jahren als Profi war sicher der Afrika-Cup 2004, als der 24-fache marokkanische Nationalspieler Torschützenkönig wurde. Der mittlerweile 38-Jährige absolvierte für den 1. FC Köln und den MSV Duisburg 20 Spiele in der Bundesliga. In den vergangenen eineinhalb Jahren kam Mokhtari unter Trainer Rudi Bommer 34 Mal für den SC Hessen Dreieich in der Hessenliga zum Einsatz und führte die Dreieicher mit neun Toren und ebenso vielen Vorlagen zur Meisterschaft. Gleichzeitig trainierte er die U19 des SC Hessen.

Doch jetzt ist das Kapitel SC Hessen für Mokhtari beendet. Nun kümmert er sich um den U15-Nachwuchs des Süd-Verbandsligisten Viktoria Urberach, wo er vielleicht auch noch spielen wird. Mit Mokhtari sprach unser Mitarbeiter Patrick Leonhardt.

Herr Mokhtari, von der U19 in Dreieich zur U15 in Urberach. Was ändert sich da für Sie?

Da ändert sich nicht viel, ich arbeite dank der Moki-Fußballakademie (Anm. der Red.: Leiter ist Youssefs jüngerer Bruder Oualid) seit vielen Jahren mit jungen Spielern zusammen. Positiv an der U15 ist, dass sich die Jungs noch weiterentwickeln können, weil sie noch fünf, sechs Jahre im Jugendbereich vor sich haben. Wenn A-Jugendlichen die nötige Grundausbildung fehlt, ist nicht mehr viel zu retten, ausreichend taktisch geschult sollten sie schon sein.

Worauf legen Sie im Umgang mit den jungen Spielern wert?

Wichtig ist der Spaßfaktor, der steht an erster Stelle. Das Training heißt aber so, weil die Jungs etwas trainieren, etwas lernen sollen. Und ich als Trainer muss in der Lage sein, den Jungs etwas beizubringen. Mit ist wichtig, dass die Handschrift eines Trainers zu erkennen ist. Dass die Leute erkennen: Aha, die werden von Mokhtari oder wem auch immer trainiert. Ich lege sehr großen Wert auf Disziplin. Taktische Disziplin, Disziplin auf und außerhalb des Platzes. Das geht nur mit gegenseitigem Respekt. Wichtig sind mir auch Passspiel und Ballsicherheit. Ich will Fußball spielen und die Jungs Fußball spielen lassen. In Dreieich hatte ich immer zwischen 20 und 28 Spieler im Training. Und wir haben erst um 20 Uhr trainiert. Wenn die Jungs bereit und willig sind, können wir viel Spaß miteinander haben.

Wieso sind Sie nach Urberach gewechselt?

Ich hätte in Dreieich, wo ich auch wohne, bleiben können, aber ich habe mich für eine neue Herausforderung entschieden. Das wird kein leichter Gang, aber ich stelle mich dieser neuen Aufgabe. Parallel möchte ich die DFB-Elite-Jugend-Lizenz erwerben, anschließend folgt der Trainer-A-Schein. Ich habe drei Monate beim DFB-Jugend-Stützpunkt in Dudenhofen hospitiert, warte jetzt auf die Zulassung zur Prüfung. Das ist nicht einfach, weil derzeit jeder Trainer werden will.

Wie kam der Kontakt zum FC Viktoria zustande?

Mit Trainer Jochen Dewitz habe ich schon beim FSV Frankfurt zusammengespielt, ebenso mit Jürgen Hoffelner, der jetzt bei der Viktoria das Torwarttraining übernommen hat. Und ich habe einen guten Kontakt zu Urberachs Vorstandsmitglied Peter Zimmerer.

Und werden Sie auch für die Viktoria spielen?

Das werden wir sehen, da muss ich mich mal in aller Ruhe mit Jochen Dewitz unterhalten. Ich bin fit, gerade Hessenmeister geworden, bringe als Führungspersönlichkeit viel Erfahrung mit. Man soll niemals nie sagen. Ich bin schon noch hungrig.

Bilder: Viktoria gewinnt Rödermark-Derby im Kreispokal

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