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Seit Mai 2014 trainiert Peter Lack die Fußballer des VfB Offenbach, der in dieser Saison erstmals in seiner Vereinsgeschichte in der Gruppenliga Frankfurt Ost auf Punktejagd geht. Der 57-Jährige führte Germania Ober-Roden 2003 nach 40 Jahren in die Hessenliga zurück, auch Viktoria Aschaffenburg trainierte Lack bereits in Hessens höchster Spielklasse.
Offenbach - Nach der Verschärfung der Corona-Regelungen in der Stadt Offenbach dürfen seine Jungs aktuell wieder nur fünf gegen fünf ohne Körperkontakt trainieren – aktuell bis zum 3. September. Zwei Tage später soll bereits das erste Punktspiel gegen Germania Klein-Krotzenburg stattfinden.
Her Lack, wie beurteilen Sie die neue Situation, wie gehen Sie damit um?
Das ist für uns alles mit gewissen Schwierigkeiten verbunden, aber Jammern nutzt ja nichts. Wichtig ist, dass die Mannschaft dann, wenn es losgeht, funktioniert. Es ist gut, dass wir überhaupt wieder Sport machen können, das war vor einigen Wochen noch nicht möglich. Wichtig ist, dass wir unsere Ziele nicht aus den Augen verlieren. Aber wir müssen abwarten, ob wir überhaupt spielen können.
Wie halten Sie Ihre Jungs bei Laune?
Das ist als Trainer mein Job. Dazu gehört auch viel Überzeugungsarbeit. Ich stelle nicht das Negative in den Vordergrund, sondern die vielen kleinen positiven Fortschritte. Wie eben etwa die Tatsache, dass wir überhaupt wieder Fußball spielen dürfen.
Sie haben 21 Spieler im Kader, die aber nicht alle aus Offenbach kommen…
Fast ein Dutzend kommt aus dem Kreis, aus Rodgau, Heusenstamm, Neu-Isenburg oder Dietzenbach. Aber auch aus Frankfurt und sogar bis aus dem Hochtaunus. Viele Menschen kommen zum Arbeiten nach Offenbach und verlassen die Stadt dann wieder. Vor zwei Wochen wurde ein Testspiel von uns in Hanau vom zuständigen Klassenleiter einfach abgesagt, da gab es keinen Anruf oder so. Das fand ich schon brutal. Da stimmt die Verhältnismäßigkeit nicht.
Erwartet den VfB ein Kaltstart?
Wir hatten nur zwei Testspiele und unsere Trainingseinheiten. Aber die Jungs sind super fleißig, arbeiten viel für sich selbst und sind sehr positiv eingestellt. Ich bin überhaupt nicht pessimistisch, was den Rundenstart in der Gruppenliga betrifft. Auch wenn jetzt der eine oder andere Verein vielleicht einen kleinen Vorteil hat – das wird sich während der Runde relativieren. Ich suche keine Ausflüchte, die bringen uns nicht weiter. Wir haben aufgrund der neuen Situation mit vielen Spielen in einem kleinen Zeitraum mehr Spieler im Kader als in den vergangenen Jahren. Und ich bin überzeugt von unseren Jungs, das ist wichtig. Die Arbeit mit dieser Mannschaft macht viel Spaß, denn sie ist sehr diszipliniert.
Sie haben zum Beginn des Gesprächs die Ziele des VfB Offenbach erwähnt. Wie lauten die?
Einfach so viele Spiele wie möglich gewinnen und eine gute Runde spielen.
Das Gespräch führte
Patrick Leonhardt