SC Hessen Dreieich verliert Kellerduell

Hessenliga: Zwei Platzverweise und eine 1:3-Pleite

Offenbach - Respekt, Abwehrschwächen, Ampelkarten – der vergangene Spieltag bot einige Gründe, warum es für die Hessenligisten der Region nicht gut lief.

Während die Spvgg. 05 Oberrad im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Hessenliga gegen Rot-Weiss Hadamar ein 1:1 erkämpfte und dennoch wieder auf den letzten Platz abrutschte, unterlag der SC Hessen Dreieich im Kellerderby dem seitherigen Schlusslicht OSC Vellmar mit 1:3. Mit 0:3 zogen die Sportfreunde Seligenstadt gegen den starken Aufsteiger Teutonia Watzenborn-Steinberg den Kürzeren.

SC Hessen Dreieich - OSC Vellmar 1:3 (1:2).  SC-Hessen-Trainer Thomas Epp meinte: „Wie schon gegen Alzenau haben wir gleich zu Beginn schlecht verteidigt und ein Gegentor bekommen. Wir hatten in der zweiten Hälfte viel Ballbesitz, aber keine zwingenden Chancen. Es ist unglaublich, wie wir uns die Gelb-Roten Karten abholen, im nächsten Spiel fehlen mir vier gesperrte Spieler.“

Das Unglück nahm schon nach drei Minuten seinen Lauf, als Enis Salkovic eine Hereingabe über die linke Abwehrseite der Hausherren aus sieben Metern verwertete. Die Antwort der Dreieicher ließ aber nur wenige Minuten auf sich warten, Tino Lagator nutzte einen Pass von Loris Weiss zum 1:1 (14.). In der 30. Minute hatten die Vellmarer den erneuten Führungstreffer auf dem Fuß, doch Dreieichs Fouad Brighache kratzte einen Heber von Nasuf Zurkolic noch von der Torlinie. Neun Minuten später war es dann aber so weit, Christian Wollenhaupt köpfte eine Flanke unbedrängt aus zwei Metern ein.

Nach dem Seitenwechsel „sind wir ganz schön unter Druck geraten“, meinte OSC-Trainer Mario Deppe. Nennenswerte Torchancen erspielten sich die Hausherren gegen die kompakte OSC-Abwehr aber keine. Erst kurz vor Schluss stürmte Weiss alleine Richtung Vellmarer Tor, schoss aber überhastet vorbei. Nach den beiden Ampelkarten sorgte Zurkolic in der Nachspielzeit für die Entscheidung.

SC Hessen Dreieich: Jivan - Smietana (78. Berresheim), Talijan, Brighache, Schneider - Velemir (64. Amani) - Weiss, Pospischil, Klein, Fiorentino - Lagator (74. Amiri)

OSC Vellmar: Peschutter - Springer, Wagener, Matzenmiller, Meuser - Ehlert (87. Garcia Hortigosa), Brinkmann - Zurkolic, Glogic (78. Hajzeraj), Wollenhaupt (64. Boukhoutta) - Salkovic

Tore: 0:1 Salkovic (3.), 1:1 Lagator (14.), 1:2 Wollenhaupt (39.), 1:3 Zurkolic (90.+3) - Schiedsrichter: Höpp (Ranstadt) - Zuschauer: 140 - Gelb-Rote Karte: Klein (88.), Amiri (90./beide SC Hessen)

Spvgg. 05 Oberrad - Rot-Weiß Hadamar 1:1 (0:0).  Hadamar legte los wie die Feuerwehr und vergab in den ersten 20 Minuten einige sehr gute Chancen, hatte unter anderem mit zwei Lattentreffern Pech. Die 05er, die bereits nach 18 Minuten den angeschlagen ins Spiel gegangenen Baris Odabas auswechselten, überstanden diese Phase nur mit viel Glück schadlos. Nach der Pause kam Oberrad besser ins Spiel und nutzte einen Abwehrfehler der Gäste zum 1:0. Kurz vor Spielende glich Hadamar aber noch aus.

„Wenn man in dieser Klasse bleiben will, muss man so ein Spiel dreckig mit 1:0 nach Hause fahren, auch wenn der Gegner gefühlt 80 Prozent im Ballbesitz war“, meinte 05-Trainer Mustafa Fil.

Archiv: Hessen Dreieich verliert gegen Bayern Alzenau

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Bilder: Hessen Dreieich verliert gegen Bayern Alzenau

Hessen Dreieich mit Niederlage gegen Bayern Alzenau
Hessen Dreieich mit Niederlage gegen Bayern Alzenau
Hessen Dreieich mit Niederlage gegen Bayern Alzenau
Hessen Dreieich mit Niederlage gegen Bayern Alzenau
Bilder: Hessen Dreieich verliert gegen Bayern Alzenau

Spvgg. 05 Oberrad: Bibleka; Njie, Worcester (88. Shahzad), Weigand, Günther, Vasilev, Erdogan, Odabas (18. Park), Schmelz, Becker, Daniel Wolf (85. Aydilek)

RW Hadamar: Strauch; Horz, Aljusevic, Decise (77. Görgülü), Özdemir (65. Gurok), Kretschmer, Wilk (65. Schug), Rademacher, Herdering, Gros, Dimter

Tore: 1:0 Erdogan (72.), 1:1 Görgülü (81.) – Schiedsrichter: Arnold (Waldberg) - Zuschauer: 100

Sportfreunde Seligenstadt - Teutonia Watzenborn-Steinberg 0:3 (0:2).  „Wir waren in der ersten Hälfte zu passiv, haben zu viel Respekt gezeigt“, meinte Seligenstadts Trainer Lars Schmidt. „Wir haben nicht den Biss gehabt, den man haben muss, um so ein Spiel zu gewinnen.“ Den zeigten die Hausherren erst nach der Pause und einem 0:2-Rückstand. „Wir hatten zwei gute Chancen, um zu verkürzen, die haben wir nicht genutzt. Mit der zweiten Hälfte kann ich leben“, sagte Schmidt. Während die „Roten“ aber ihre Möglichkeiten nicht nutzten, erhöhte Watzenborn-Steinberg in der Nachspielzeit nach einem Konter sogar noch auf 3:0.

Sportfreunde Seligenstadt: Wroblewski - Löbig, Piarulli, Gültekin, Hertrich - Stefani, Mladenovic (82. Op de Hipt) - Leis, Reinhard (58. Bellos), Hofmann (85. McCrary) - Kopp

Teutonia Watzenborn-Steinberg: Dauth; Bodnar, Talevski, Golafra, Koyuncu, Weinecker, Parson (90. Solak), Azaouaghi (54. Goncalves), Simon (60. Scheffler), Koutny, Szymanski

Tore: 0:1 Simon (21.), 0:2, 0:3 Szymanski (27., 90.+2) - Schiedsrichter: Ballweg (Zwingenberg) - Zuschauer: 200 

leo

Rubriklistenbild: © Archiv: Jan Huebner

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