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Alario will bei Eintracht Frankfurt den Bann brechen

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Von: Peppi Schmitt

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Hofft auf mehr Einsätze als in Leverkusen: Lucas Alario will mit der Eintracht auch in der Königsklasse glänzen.
Hofft auf mehr Einsätze als in Leverkusen: Lucas Alario will mit der Eintracht auch in der Königsklasse glänzen. © imago

Lucas Alario blickt voller Vorfreude auf seine neue Aufgabe bei Eintracht Frankfurt und eine Saison mit möglichst viel Spielzeit. Ob sich der aus Leverkusen geholte Stürmer auf Flanken von Filip Kostic freuen kann, ist weiter offen.

Frankfurt – Es war die offizielle Vorstellung von Lucas Alario. Der neue Stürmer der Frankfurter Eintracht schlich entspannt mit Badelatschen in den Presseraum und stellte sich den Fragen der Medienvertreter. Natürlich wurde auch ihm die in diesen Tagen allgegenwärtige Frage nach der Zukunft von Filip Kostic gestellt. Wie sehr er, Alario, sich denn wünsche, dass ein Vorbereiter wie Kostic weiter für die Eintracht spielen würde? Die Antwort war wenig überraschend. Kostic habe das „gewisse Etwas“. Er sei der Spieler in der Bundesliga, „der am wenigsten Platz braucht, um Flanken zu schlagen.“ Und natürlich würden sich alle freuen, wenn er dem Klub erhalten bleiben würde. „Ich als Stürmer besonders“, sagte Alario.

Kostic ist noch nicht wieder zurück aus dem Urlaub. Juventus Turin will den serbischen Nationalspieler und der ist wohl nicht abgeneigt, dem Ruf des Geldes nach Italien zu folgen. Doch nachdem der Wechsel schon als „perfekt“ vermeldet wurde, ist es eher ruhig geworden. Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche versichert, „dass wir kein Angebot für Filip haben“. Es stimme auch nicht, dass Kostic das Angebot der Eintracht abgelehnt habe.

Bei der Eintracht stellen sie sich sicherheitshalber darauf ein, dass der zum besten Spieler der Europa League gewählte „Flankomat“ den Klub verlassen wird. Der Trainer ist da ganz pragmatisch, erwartet, dass Kostic am 7. Juli nach seinen verlängerten Ferien die Arbeit wieder in Frankfurt aufnehmen wird.

Neuling Alario (29) wird also abwarten müssen, ob er neben Vorlagen von Mario Götze auch solche von Kostic bekommen wird. Seine Entscheidung, von Leverkusen nach Frankfurt zu wechseln, hatte damit sowieso nichts zu tun. Der sportliche Grund lag auf der Hand: Alario will mehr spielen und hat sich dafür die Eintracht ausgesucht, trotz einiger anderer Angebote, unter anderen aus Spanien. Das Interesse der Eintracht, die sich schon im Winter um ihn bemüht hatte, sei ein Zeichen von „Wertschätzung“ und habe ihn „beeindruckt“.

Nummer 13 „steht nicht zur Debatte“

Mario Götze erhält bei Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt die Rückennummer 27. Stürmer Lucas Alario soll für das Team von Oliver Glasner mit der Nummer 21 auflaufen. Die Neuzugänge Jérome Onguéné (Nummer 4), Hrvoje Smolcic (Nummer 5) und Randal Kolo Muani (Nummer 9) sollen das Glasner-Team ebenfalls verstärken. Die Nummer 13 von Martin Hinteregger, der überraschend zurückgetreten ist, wurde zunächst nicht vergeben. Der Argentinier Alario hat aus Respekt für den abgetretenen Hinteregger darauf verzichtet, seine 13 aus Leverkusen auch in Frankfurt zu tragen. Dies habe „nicht zur Debatte gestanden“, beteuerte Alario.

Natürlich hat sich der Argentinier auch mit Landsmann David Abraham unterhalten, der bis vor einem Jahr noch Kapitän der Eintracht war. Und Abraham hat ihm vorgeschwärmt vom Klub, der Mannschaft, der Stadt.

Es war für Alario eine Bestätigung der Eindrücke, die er am Bildschirm gesammelt hat. „Bei den Europa-League-Spielen hat man den Teamgeist geradezu gefühlt“, sagt er, „es freut mich sehr, dass ich jetzt dazugehöre.“

Aus Leverkusen bringt er eine ganz besondere Empfehlung mit. „Lucas ist ein toller Mannschaftsspieler, professionell ohne Ende“, sagt der Kapitän von Bayer, der ehemalige Eintracht-Torhüter Lukas Hradecky, „er ist sehr effektiv und hat ein gutes Näschen im Strafraum.“

In Leverkusen hat er zuletzt allerdings kaum Spiele über 90 Minuten bestritten. „Ich hatte mit Verletzungen zu kämpfen und habe so mein Toplevel nie erreichen können“, erklärt Alario. Daher habe er „Luftveränderung“ gebraucht. Die Eintracht ist ihm gerade recht gekommen.

Am wohlsten fühle er sich „mit einem Partner“, erzählt Alario. Doppelspitze also, das deckt sich mit den Plänen des Eintracht-Trainers. Dafür hat Glasner jetzt vier Spieler, neben Muani, Alario und Borré steht noch Goncalo Paciencia unter Vertrag.

Alario haben sie nach Frankfurt geholt, damit er Tore schießt. In der Bundesliga hat er in der vergangenen Saison für die „Werkself“ sechsmal getroffen, in der Champions League war er leer ausgegangen. „In der Champions League habe ich gefühlt nur eineinhalb Spiele gemacht, darum ist es nicht so schlimm“, sagt er mit einem Lächeln, „ich freue mich sehr darauf, diesen Bann bei der Eintracht zu brechen.“

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