Altintop kann es kaum noch erwarten

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Freut sich auf den Neuanfang bei der Eintracht: Halil Altintop.

Frankfurt ‐ Gestern war ein guter und ein schlimmer Tag für die Frankfurter Eintracht. Bevor der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen den ehemaligen Schalker Stürmer Halil Altintop als Neuzugang vorstellen konnte, hatte Christoph Preuß das Wort ergriffen. Von Peppi Schmitt

Im Beisein seiner Frau und seiner Tochter erklärte der 28 jährige nach 131 Bundesligaspielen seinen Rücktritt vom Leistungssport. „Ich habe alles versucht, um meinen Traum vom Profi-Fußballer zu verlängern“, sagte der 28 Jahre alte Preuß, „eine weitere Operation macht aber keinen Sinn mehr“. Im Juli 2008 war Preuß im amerikanischen Vail vom Spezialisten Dr. Richard Steadman zuletzt wegen eines Knorpelschadens operiert worden. Es sei eine „fast übermenschliche Belastung“ gewesen, danach den Anschluss wieder zu schaffen, erklärte Christoph Preuß. Beim Training am letzten Dienstag, drei Tage nach dem Spiel in Nürnberg, seien wieder so starke Schmerzen aufgetreten, dass neue Untersuchungen nötig waren. Das Ergebnis war niederschmetternd: Preuß hat sich nicht nur einen Einriss des Außenmeniskus zugezogen, sondern auch der Knorpel ist wieder beschädigt. Die notwendige Operation will Preuß nun nicht unter dem Zeitdruck eines Profifußballers machen lassen, sondern wie „ein ganz normaler Patient“.

Heribert Bruchhagen kündigte mit Tränen in den Augen an, „dass wir gemeinsam mit Christoph im Vorstand über seine Zukunft reden werden.“ Es ist wahrscheinlich, dass diese Zukunft in anderer Funktion bei der Eintracht liegen wird.

Neuzugang Altintop auf jeden Fall im Kader

Ein neues Mitglied hat die Eintracht mit Halil Altintop begrüßen dürfen. Der Vertrag des Stürmers läuft zwar nur bis zum 30. Juni 2010, „doch beide Seiten haben das Ziel, über diesen Termin hinaus zusammenzuarbeiten“, so Bruchhagen. Der Trainer war froh, dass sein Wunsch nach einem neuen Stürmer erfüllt worden ist. „Halil ist der Stürmer, den wir seit Wochen und Monaten gesucht haben“, sagte Michael Skibbe, „er kann uns ohne große Eingewöhnungszeit helfen.

Halil Altintop war die Vorfreude anzusehen. „Nach dem kurzen Telefongespräch mit dem Trainer musste ich nicht lange überlegen“, sagte er, „wichtig ist, dass ich endlich zeigen darf, was ich kann.“ Für ihn sei der Vertrag in Frankfurt ein „Neuanfang“. Als Altintop gestern den Trainingsplatz betrat, wurde er von rund 200 Kiebitzen mit viel Beifall begrüßt. Er könne es „kaum erwarten“ für die Eintracht am Ball zu sein, sagte er, „ich hoffe, der Trainer gibt mir schon gegen Köln eine Chance“. Skibbe versprach zunächst, „dass er auf jeden Fall im Kader steht.“

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