Eintracht Frankfurt

Ausfallliste bei der Eintracht wird immer länger

Amin Younes (links) sah gegen Leipzig (Justin Kluivert) die fünfte Gelbe Karte und ist am Samstag gesperrt.
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Amin Younes (links) sah gegen Leipzig (Justin Kluivert) die fünfte Gelbe Karte und ist am Samstag gesperrt.

Beim Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt kommen zu den verletzten noch auch noch gesperrte Spieler hinzu. Das hat zur Folge, dass gegen Union Berlin nur 17 Profis im Kader stehen könnten.

Frankfurt – Es ist erst zwei Wochen her, da konnte sich Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter über einen kompletten, gesunden Kader freuen. Das hat sich nun deutlich geändert und war am Sonntag beim Spiel in Leipzig sogar schwarz auf weiß sichtbar geworden. Nachdem mit Erik Durm und Martin Hinteregger zwei Stammkräfte kurzfristig ausgefallen waren, bestand der Kader nur aus 19 und nicht den erlaubten 20 Spielern.

Ein wirkliches Problem war das in Leipzig noch nicht, denn es können sowieso „nur“ fünf Spieler eingewechselt werden. Der Trainer machte aber selbst davon nicht Gebrauch und schickte mit Aymen Barkok, Luka Jovic und Ragnar Ache nur drei frische Spieler in der letzten Viertelstunde aufs Feld.

Mit Blick auf das Heimspiel am Samstag gegen Union Berlin aber ist die verschärfte Ausdünnung des Kaders nun doch besorgniserregend. Mit Tuta und Amin Younes sind zwei weitere Stammkräfte nach der jeweils fünften Gelben Karte gesperrt. Dazu werden auf jeden Fall Almamy Touré (Sehnenverletzung) und Erik Durm (Zerrung des Hüftbeugermuskels) längerfristig fehlen, Touré bis zum Ende der Saison, Durm bis zum Ende des Monats. Immerhin: Bei Martin Hinteregger gab es zumindest etwas Entwarnung: Der Abwehrchef hat eine „leichte Zerrung der Faszie des linken Oberschenkels“ erlitten, teilte der Verein mit. Die Eintracht hofft, dass Hinteregger im Laufe der Woche wieder ins Training einsteigen und dann auch am Samstag spielen kann. Sicher aber ist das nicht, ein Wettlauf mit der Zeit hat begonnen.

Am Rande sei erwähnt, dass die Eintracht im Winter mit Danny da Costa und Dominik Kohr schon zwei weitere potentielle Ergänzungsspieler nach Mainz abgegeben hatte. Der 22 Spieler umfassende Kader, plus vier Nachwuchskräfte, sollte ausreichen, war die Meinung. Bislang ist dies auch gutgegangen, jetzt aber könnte es zum ersten Mal eng werden.

Fallen fünf Spieler von 22 aus, bleiben 17. Zieht man den zweiten Torhüter ab, hat der Trainer genau noch die erlaubten fünf Einwechselspieler, darunter mit Jetro Willems einen, der nach Kreuzbandriss in diesem Jahr noch keine einzige Spielminute auf dem Platz gestanden hat. Das bietet den Nachwuchsspielern Yannick Brugger, Lukas Fahrenbach und Jabez Makanda die Gelegenheit, auf der Bank mal reinzuschnuppern, was der Mannschaft aber im Ernstfall nicht wirklich weiterhelfen würde.

Erschwerend kommt für den Frankfurter Trainer hinzu, dass mit Touré, Tuta und Durm gleich drei Spieler für die rechte Seite ausfallen. Da bleiben nur noch Timothy Chandler als defensive und Aymen Barkok als offensive Variante für den Flügel. Der Trainer bringt zudem noch Steven Zuber ins Spiel. „Der kann das auch“, sagt Adi Hütter. Freilich ist Zuber eher für die linke Seite geeignet.

Eng ist es auch in der letzten Reihe. Fällt Hinteregger aus, gibt es für die Dreierabwehr nur noch genau drei Spieler: Stefan Ilsanker, Makoto Hasebe und Evan Ndicka.

In der Offensive sind die Möglichkeiten dagegen auch ohne Younes noch immer groß. Luka Jovic wird wohl zu seinem nächsten Anfangself-Einsatz kommen, Ragnar Ache wäre dann der Stürmer, der von der Bank aus nachgeschoben werden könnte. „Wir werden auf jeden Fall eine Mannschaft aufs Feld schicken, die gegen Union gewinnen kann“, sagt der Trainer. (Von Peppi Schmitt)

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