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Ausstieg wohl eine Frage der Zeit

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Von: Peppi Schmitt

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Frankfurt - An diesem Samstag (14 Uhr) spielt die U23 der Frankfurter Eintracht am Bornheimer Hang gegen den FC Homburg. Es könnte eine der letzten Begegnungen sein, die diese Mannschaft überhaupt austrägt.

In den letzten Tagen haben sich die Gerüchte verdichtet, dass die Eintracht die U23 zum Saisonende aus der Regionalliga Süd abmelden und sie damit auflösen wird. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat dies in einer Entscheidung vom 24. März den Klubs aus den ersten drei Profiligen freigestellt. Bislang war eine U23 Voraussetzung für die Lizenzerteilung für die Bundesliga, das ist sie in Zukunft nicht mehr. Mitte der Woche hatte die TSG 1899 Hoffenheim bekannt gegeben, dass sie weiter mit der U23 in der Regionalliga spielen wird. Bei vielen anderen Klubs steht die Entscheidung bevor. Einer der Gewinner eines Eintracht-Ausstiegs wären die Offenbacher Kickers, die damit dem Klassenerhalt in der Regionalliga deutlich näher kommen würden.

Bei der Eintracht haben im Laufe der Woche mehrere Gremien aus Verein und AG zu diesem Thema getagt. Offiziell verkündet wurde der Ausstieg noch nicht, aber das scheint nur noch eine Frage der Zeit. Wirtschaftliche und sportliche Gründe werden von den Gegnern einer U23 in der Regionalliga angeführt. Zum einen ist die finanzielle Belastung zu hoch, so muss die Eintracht beispielsweise mehr als 100.000 Euro an den Nachbarn FSV Frankfurt zahlen, um am Bornheimer Hang zu spielen, und rund 600.000 Euro für die Mannschaft aufwenden. Zum anderen sind in den letzten Jahren kaum noch Spieler aus der U23 in den Profikader vorgestoßen, meist gelingt es den Talenten direkt aus der A-Jugend nach oben zu kommen. Den Umweg über die U23 nehmen nur noch wenige, zumindest in Frankfurt.

OFC gewinnt gegen die Eintracht U23

Steigt die Eintracht tatsächlich aus, stellen sich viele Fragen. Was passiert zum Beispiel mit Trainer Alexander Schur, der gerade erst seinen Vertrag um ein Jahr verlängert hat? Und wo spielen in Zukunft junge Profis, die in der Bundesligamannschaft keinen Stammplatz finden? In dieser Saison hat dies in erster Linie Abwehrspieler Marc-Oliver Kempf und Torwart Aykut Özer betroffen. Speziell der dritte Torwart wird in Zukunft komplett auf Einsätze verzichten müssen, es sei denn, er ist noch im A-Jugend-Alter. Offen ist auch, was mit David Kinsombi passiert. Den 18 Jahre alten Abwehrspieler des FSV Mainz 05 hat die Eintracht gerade erst verpflichtet. Er sollte, so Sportdirektor Hübner bei der Vertragsunterzeichnung, „über die U23 aufgebaut werden“.

sp

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