Japaner trotz Niederlage bester Mann

Bewacher für Libero Hasebe

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Makoto Hasebe war vielleicht der beste Spieler auf dem Platz, ganz sicher aber der beste Spieler der Frankfurter Eintracht.

Frankfurt - Er war vielleicht der beste Spieler auf dem Platz, ganz sicher aber der beste Spieler der Frankfurter Eintracht. Und doch war Makoto Hasebe nach dem Abpfiff ziemlich traurig.

Der Frankfurter „Libero“ hatte wieder einmal nahezu fehlerlos gespielt und doch die Niederlage nicht verhindern können. „Wir haben heute die Gegentore zu leicht bekommen“, sagte der 34 Jahre alte Eintracht-Abwehrchef und übte auch Selbstkritik, „wir waren vor allem beim ersten Tor hinten nicht organisiert. Wolfsburg hat gut verteidigt und es unseren Stürmern schwergemacht.“ Das lag weniger an Hasebe, als an seinen Kollegen, die diesmal nicht wirklich zu hundert Prozent konzentriert spielten.

Die Wolfsburger hatten auf Libero Makoto Hasebe sogar eigens einen Spieler abgestellt. „Wir wollten unterbinden, dass Hasebe die Stürmer mit Pässen füttert“, sagte Wolfsbugs Trainer Bruno Labbadia. Das hatte der Japaner, seit Wochen in bestechender Form, immer wieder getan. Die Wolfsburger Analysten hatten ganze Arbeit geleistet und das Frankfurter Angriffssystem in Teilen entschlüsselt.

Bilder: Eintracht verliert gegen Wolfsburg

Wolfsburg, ein ehemaliger Klub von Hasebe, war enorm stark, stärker jedenfalls als es der Tabellenplatz vorher vermuten ließ. Die Wolfsburger spielten körperlich, nickelig und vor allem clever. Sie scheuten keinen Zweikampf und schlugen die Eintracht damit mit ihren eigenen Mitteln. Hasebe war darüber schon ein wenig sauer. „Die haben sehr viel provoziert“, sagte der immer höfliche Japaner, „das akzeptiere ich nicht.“ (sp)

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