Eintracht-Star freut sich aufs Bruderduell

Boateng lobt Trainer Kovac: "Er ist jeden Tag unter Strom"

Frankfurt - Kevin Prince Boateng hat sich zum ersten Mal den Frankfurter Medien in einer Gesprächsrunde gestellt. Der Neuzugang der Eintracht hat zu vielen Themen Stellung bezogen.

Über den Video-Beweis: "Der Fußball wird sich verändern. Man kann nicht mehr lügen."

Über den Kollegen Sebastien Haller: "Er ist ein Turm, wo ich rumlaufen kann. Um ihn herum kann mich austoben. Wir ergänzen uns sehr gut."

Zu seiner Lieblingsposition: "Ich fühle mich vorne wohl, weil ich da viele Freiheiten habe. Es läuft super, aber es kann im nächsten Spiel schon wieder anders aussehen."

Zur Integration in die Mannschaft: "Es war gar nicht so schwer, weil es viele Neue gab. Alle suchen Halt und unterstützen sich. Nach drei Tagen war ich schon angekommen. Es ist eine coole Truppe, sehr professionell, aber auch mit viel Spaß."

Zu seiner Rolle als Führungsspieler: "Viele Spieler, gerade die jungen, können hochschauen, ich habe ja eine gute Karriere hinter mir."

Zu Trainer Niko Kovac: "Niko war als Spieler ein Vollprofi, als Trainer ist er es noch mehr. Er ist jeden Tag unter Strom, fordert viel. Er will immer hundert Prozent. Ich denke nicht, das die Mannschaft ihn wirklich sauer sehen möchte. Ich kenne das schon."

Zur Unterstützung durch den Trainer: "Er kennt mich seit ich 17 bin. Er weiß wie er mich führen muss. Das hat er früher schon probiert, das war nicht immer einfach. Das spielt mir in die Karten."

Zu Kovacs Zukunft: "Ob er mal einen großen Verein trainiert, liegt nur am Erfolg. Alles andere ist unwichtig."

Zum nächsten Gegner FC Augsburg: "Wir wissen genau, dass die beflügelt herkommen nach dem Sieg gegen Köln. Sie sind laufstark, konterstark. Aber wir sind vorbereitet und wollen die drei Punkte behalten. Die brauchen wir auch als Rückenwind für die beiden Auswärtsspiele nächste Woche."

Zu den Zielen der Eintracht: "Wir wollen konstant spielen, so, dass jeder zufrieden ist. Dann weiß man nie, ob es für Europa reicht oder nur fürs Mittelfeld."

Zum Verein Eintracht: "Hier sind die Fans positiv verrückt. Das merkt man vom ersten Tag."

Die Neuen der Eintracht: Ein Zwischenzeugnis

Zur Veränderung der Bundesliga seit seinem Engagement auf Schalke: "Die Spieler werden immer jünger, sind alles Maschinen. Es wird jedes Jahr schwieriger, für mich mit 30 sowieso. Ein bisschen Erfahrung hilft, im Endeffekt aber musst du arbeiten."

Zur eigenen Kondition: "Ein bisschen fehlt noch zu hundert Prozent. Das dauert vielleicht noch eins, zwei Wochen. Aber ich fühle mich gut."

Zur eigenen Karriere: "Ich habe Fehler gemacht, aber die Presse hat auch Fehler gemacht. Ich habe viele positive Sachen gemacht, auch viele negative. Mit mir wird es nicht langweilig. Wenn man mit dem Alter nicht reifer wird, dann hat man wirklich ein Problem. Ich bin reifer geworden."

Zum Verhältnis zu seinem Bruder Jerome: "Er freut sich, dass ich wieder um die Ecke bin. Wir freuen uns auf das Bruderduell. Bei ihm ist es immer das gleiche Trikot, bei mir wechselt es." (ps)

Rubriklistenbild: © Jan Huebner

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