Brasilianer Anderson wechselt zur Eintracht

Anderson spielte zuletzt in Mönchengladbach.
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Anderson spielte zuletzt in Mönchengladbach.

Frankfurt - Die Frankfurter Eintracht ist bei ihrer Suche nach einem Nachfolger für Marco Russ fündig geworden: Von Borussia Mönchengladbach kommt der 23 Jahre alte Abwehrspieler Anderson zu den Hessen. Von Peppi Schmitt

Der Brasilianer wird zunächst einen Einjahresvertrag unterschreiben und die Eintracht eine Leihgebühr von geschätzt 300 000 Euro nach Mönchengladbach überweisen.

Für die Zeit danach haben sich die Frankfurter eine Kaufoption gesichert. Setzt Anderson sich durch, soll er dann einen Dreijahresvertrag unterschreiben und die Eintracht müsste eine festgeschriebene Ablöse zahlen. Der Brasilianer ist der neunte Neuzugang, zumindest vorerst auch der letzte. „Wir hätten zwar noch gerne einen Stoßstürmer, aber Priorität liegt nun darauf, Spieler abzugeben“, sagt Sportdirektor Bruno Hübner.

Hübner wollte Anderson bereits letzte Woche unter Vertrag nehmen, doch die Borussia gab erst jetzt ihr Einverständnis, nachdem ihr wichtigster Abwehrspieler, Dante, eindeutig erklärte, seinen Vertrag auch zu erfüllen. „Anderson ist die ideale Ergänzung zu Gordon Schildenfeld“, sagt Hübner, „er ist antrittsschnell und spielt sehr aggressiv.“ Der Brasilianer hat bereits gestern mit den neuen Kollegen trainiert.

Borussia hat für ihn 1,5 Millionen bezahlt

Für Anderson, dessen vollständiger Name Anderson Soares de Oliveira lautet, ist Frankfurt bereits die vierte Station in Deutschland seit seinem Wechsel im Juni 2008 von Flamengo Rio de Janeiro zum VfL Osnabrück. Über Fortuna Düsseldorf war der 1,88 Meter große Anderson im vergangenen Sommer nach Mönchengladbach gekommen, die Borussia hat angeblich 1,5 Millionen Euro für den damals im Fachmagazin „Kicker“ als besten Abwehrspieler der 2. Liga gekürten 23-Jährigen bezahlt. In der Bundesliga aber konnte sich Anderson in der letzten Saison nicht durchsetzen, ist nur auf dreizehn Spiele gekommen, elf von Beginn an.

Ob Trainer Armin Veh den Neuen schon beim Pokalspiel am Samstag in Halle einsetzen wird, ist noch offen. Wegen der Sperre von Pirmin Schwegler hat der Coach noch ein weiteres Problem. Der neue Kapitän der Eintracht war beim Pokalspiel im Dezember in Aachen (3:5 nach Elfmeterschießen) vom Platz gestellt und danach für ein Spiel gesperrt worden. Kandidaten für Schweglers Position im defensiven zentralen Mittelfeld wären Ricardo Clark, der nun nicht mehr unbedingt in der Innenverteidigung gebraucht wird, und Benjamin Köhler.

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