„Caio ist jung genug, um noch viel zu lernen“

Frankfurt ‐ Es ist ruhig geworden um den Brasilianer Caio. Ob er spielt bei der Frankfurter Eintracht oder nicht, ob er in der 90. Minute eingewechselt wird oder komplett auf der Bank bleibt, die Aufregung ist nicht mehr zu vergleichen mit den Zeiten vor einem Jahr, als der frühere Trainer Friedhelm Funkel auch über sein Verhältnis zu Caio am Ende gestolpert war. Von Peppi Schmitt

Unter Michael Skibbe spielt Caio nicht öfter, doch längst haben die Fans, die den brasilianischen Techniker zuvor fast vergöttert hatten, eingesehen, dass dessen Klasse nicht so hoch ist wie erhofft. Zuletzt hatte der Mittelfeldspieler wegen Verletzungen oder Formschwächen von Kollegen bei der 1:2-Niederlage der Eintracht in Stuttgart zu Beginn in der Mannschaft gestanden und beim 1:4 gegen Schalke ab der 46. Minute gespielt.

„Caio ist jung genug, um noch viel zu lernen“, lobt der Trainer den Spieler, „es steckt noch viel an Leistung in ihm.“ Skibbe ist nicht unzufrieden mit der Entwicklung des mit vier Millionen Euro teuersten Einkaufs der Vereinsgeschichte und erinnert daran, dass Caio in Stuttgart und gegen Schalke direkt an der Vorbereitung des jeweils einzigen Tores beteiligt gewesen war. „Ich vermute, dass Caio an einem Drittel unserer Tore direkt beteiligt war“, sagt der Trainer, „das ist eine sehr gute Quote.“

Schwächen beim Umschalten von Angriff auf Abwehr

Dass er den so Gelobten dennoch nur selten aufstellt, habe mit dessen Schwächen beim Umschalten von Angriff auf Abwehr zu tun. „Aber Caio ist weit entfernt davon, eine schlechte Saison zu spielen“, versichert der Trainer. Dass der ewig lächelnde Brasilianer eine gewisse Selbstzufriedenheit ausstrahle, liege nicht an der Gleichgültigkeit gegenüber seiner sportlichen Situation, sondern an dessen Charakter. „Im Moment ist er zufrieden, weil er nicht mehr erst in der 90. Minute ins Spiel kommt, sondern schon zu Beginn oder zur zweiten Halbzeit“, sagt Skibbe.

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