Eintracht treibt Verpflichtung des Gladbacher Stürmers voran

De Camargo würde gerne nach Frankfurt wechseln

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Frankfurt - Der Sportdirektor der Frankfurter Eintracht sucht weiter den vom Trainer geforderten neuen Stürmer. Und der Trainer sucht weiter ein Duo, das in der Innenverteidigung der Frankfurter Eintracht für dauerhafte Stabilität sorgt. Von Peppi Schmitt

Beide sind vorangekommen in den letzten Tagen, aber noch nicht am Ziel. Der Neue, den Sportchef Bruno Hübner nach Frankfurt lotsen will, ist Igor de Camargo von Borussia Mönchengladbach. Die Zusammensetzung in der Abwehrzentrale, wie sie sich Trainer Armin Veh wünscht, wäre eigentlich Carlos Zambrano und Bamba Anderson. Die könnten am Samstag beim Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim vielleicht auch zusammen spielen, aber sicher ist das noch lange nicht.

Zambrano hat sich in Leverkusen eine starke Prellung am linken Sprunggelenk zugezogen und konnte bis gestern nicht wieder mit der Mannschaft trainieren. Der Trainer rechnet dennoch mit dem Peruaner, zunächst heute beim Training, vor allem aber am Samstag beim Spiel. „Ich gehe davon aus, dass er spielen kann“, sagt Veh und ließ keinen Zweifel, dass Zambrano auch spielen wird, wenn es die Gesundheit zulässt. Für den Eintracht-Coach ist Zambrano nun mal „mein Abwehrchef“. Was die Frage nach dem Partner aufwirft. Beim Trainingsspielchen am Mittwoch spielten die Konkurrenten Bamba Anderson und Marco Russ gemeinsam. Kehrt Zambrano zurück, muss einer weichen. Anderson war in der Vorrunde unumstrittene Stammkraft, hat aber nach einer Hüftoperation in diesem Jahr noch nicht gespielt. Russ hat bei seinem ersten Spiel nach der Rückkehr eine ordentliche Leistung gezeigt. Der Trainer wird sich erst kurzfristig entscheiden.

Hoffen auf Zambrano

Genau wie im Angriff. Da haben sich zuletzt in den Spielen Olivier Occean und Karim Matmour abgewechselt, nun auch beim Training. Eine Halbzeit stürmte in der Stammelf Matmour, eine Halbzeit Occean. Die Entscheidung ist offen. Bangen muss die Eintracht auch um Sebastian Jung. Der Verteidiger fehlte wegen einer Erkältung. Zum ersten Mal durften bei den Profis die U 19-Spieler Marcel Fahrenholz und Luca Schnellbacher vorspielen.

Geht es nach dem Trainer, wird nächste Woche endlich noch ein weiterer Stürmer auf dem Platz stehen. Veh hatte am Dienstag ja vehement gefordert, eine weitere Verstärkung für die Offensive zu holen (wir berichteten). Dies sei „absolut notwendig“, das Zögern des Klubs könne er nicht nachvollziehen. Vorstandschef Heribert Bruchhagen hat auf den öffentlichen Vorstoß gelassen reagiert. „Wir wollen doch alle das Gleiche“, sagte er, „aber es muss halt kompatibel sein.“ Die Kritik an Vehs öffentlicher Mahnung fiel milde aus. Dessen Art der Spontanität sei „nicht immer zielführend“, sagte der Eintracht-Boss. Die Aufgeregtheiten würden sich „schnell in Luft auflösen“, wenn der neue Angreifer denn da sei.

Eintracht-Zeugnis gegen Bayer Leverkusen

Eintracht-Zeugnis gegen Bayer Leverkusen

Und davon geht auch Bruchhagen aus. „Bruno Hübner arbeitet daran“, sagt er. Dabei geht es nicht mehr wie zu Beginn des Jahres um den Wolfsburger Srdjan Lakic, dessen Verpflichtung überfordert die Eintracht wirtschaftlich wohl deutlich, sondern um de Camargo. Der ließ über seinen Berater ausrichten, „dass ich sehr gerne nach Frankfurt wechseln würde.“ Kein Wunder, wurde der 29 Jahre alte Belgier doch in Mönchengladbach von Trainer Lucien Favre aufs Abstellgleis geschoben und hätte nun die Chance, sich mit einem Wechsel vom Achten der Tabelle zum Vierten sportlich zu verbessern.

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