Frühere Rückkehr von Länderspielreise

Sperre von Zambrano stimmt Eintracht froh

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Carlos Zambrano gegen Münchens Lewandowski.

Frankfurt - Für Carlos Zambrano und die peruanische Nationalmannschaft war es eine schlechte Nachricht, für die Frankfurter Eintracht ist es eine gute.

Der 26 Jahre alte Abwehrspieler hat am Samstag beim WM-Qualifikationsspiel in Lima gegen Venezuela (2:2) eine gelbe Karte gesehen. Mit Folgen, die gerade seinem Arbeitgeber gefallen. Da es die zweite Verwarnung im laufenden Wettbewerb war, ist Zambrano für das Spiel in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch in Montevideo gegen Uruguay gesperrt. Die Eintracht erwartet nun, dass Zambrano früher zurückkehrt und schon am heutigen Dienstag beim Training dabei sein wird. „Wir versuchen, die Flüge so zu buchen, dass er schon am Dienstag hier ist“, sagte Manager Bruno Hübner.

Und so hat Trainer Niko Kovac ein paar Tage vor dem Spiel beim designierten Meister FC Bayern München wenigstens eine Sorge weniger. Auf andere Nationalspieler freilich muss Kovac noch länger warten. Makoto Hasebe, mit Japan an diesem Dienstag gegen Syrien, Constant Djakpa mit der Elfenbeinküste gegen Sudan, Marco Fabian mit Mexiko gegen Kanada, Haris Seferovic mit der Schweiz gegen Bosnien/Herzegowina, Kaan Ayhan mit der U 21 der Türkei gegen die Slowakei, Heinz Lindner mit Österreich gegen die Türkei und Lukas Hradecky mit Finnland gegen Norwegen, werden erst am Donnerstag bzw. Freitag wieder beim Training sein.Kovac hat die vergangene Woche dazu genutzt, den einen oder anderen Profi wieder heranzuführen. So hatten Timothy Chandler und Stefan Reinartz gegen Hannover in der Anfangsformation gestanden. Ganz eng an die Mannschaft gerückt, ist Luc Castaignos, der sich im November einen Riss der Syndemose zugezogen hatte. „Luc arbeitet gut und ist auf dem Wege der Besserung“, sagt Kovac, der den Holländer als Alternative für das Spiel in München sieht. Castaignos ist voller Tatendrang. „Ich bin fit“, sagt er. Freilich wird ihm die Spielpraxis fehlen, hatte er doch zuletzt am 21. November gegen Bayer Leverkusen auf dem Platz gestanden.

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Für Erstaunen im Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) hat Kovac mit der „Begnadigung“ von Jugend-Angreifer Enis Bunjaki gesorgt. „Ich habe davon aus der Zeitung erfahren“, sagte U19-Trainer Alexander Schur. Und auch NLZ-Leiter Armin Kraaz erklärte, „dass ich nicht informiert war“. Der U19-Nationalspieler ist zwar mit einem Profivertrag für die kommende Spielzeit ausgestattet, wurde zuletzt aber selbst in der A-Jugend nicht mehr eingesetzt. Sein letztes Spiel hat der gebürtige Offenbacher Anfang Februar bestritten, danach war er wegen disziplinarischer Vergehen suspendiert worden. Unter anderem soll er Trainer Schur den Vogel gezeigt haben.  Kovac hat ihn zurückgeholt. „Jeder hat eine zweite Chance verdient“, sagte der Trainer, „ich gehe davon aus, dass der Junge aus dem, was er gemacht hat, etwas gelernt hat“. Die ersten Eindrücke seien positiv gewesen. „Er hat Gas gegeben und war sehr auffällig.“ (sp)

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