Chris soll für die nötige Stabilität sorgen

Frankfurt - Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel setzt in Berlin auf den Abwehrroutinier / Angebot für Michael Fink über drei Jahre

(sp) Mit großer Zuversicht startet die Frankfurter Eintracht am Samstag in Berlin in die Rückrunde der Fußball-Bundesliga. Seine Mannschaft habe während der Vorbereitung „hart gearbeitet“, sagt Trainer Friedhelm Funkel, „die Spieler wirken spritzig und sind in jedem Fall gut vorbereitet.“ Da dies aber grundsätzlich für alle Bundesligamannschaften gelte, gebe es keine Garantien für einen guten Start. Genau vor einem Jahr ist der Eintracht der Einstand ins neue Jahr glänzend gelungen. Mit 3:0 haben die Frankfurter in Berlin gewonnen, Zugang Martin Fenin hatte mit drei Toren ein glänzendes Debüt gefeiert. Ein Jahr danach ist Funkel mit dem damaligen „Shooting-Star“ hoch zufrieden. Der 21 Jahre alte tschechische Nationalspieler habe sich so gut entwickelt, „wie wir es uns erhofft und gewünscht haben“. Fenin hat zehn Tore geschossen im vergangenen Jahr, sechs in der Rückrunde der letzten Saison, vier in der letzten Vorrunde. Wichtiger aber noch: Fenin hat seine anfänglich ausgeprägte Eigensinnigkeit abgelegt und sich zum Vorbereiter entwickelt. „Er hat an Übersicht gewonnen“, lobt der Trainer der Eintracht, „am Willen hat es ihm sowieso nie gefehlt.“

Fenin ist gemeinsam mit Nikos Liberopoulos als Sturmduo gesetzt. Der diesjährige Wintereinkauf Leonard Kweuke muss sich auf der Bank gedulden. Funkel bezeichnet den „Kraftprotz“ nach den wenigen Trainingswochen als „wertvolle Alternative“. In Zusatzschichten werde mit dem 21 Jahre alten Kameruner daran gearbeitet, dessen technische und koordinative Schwächen auszumerzen.

So wichtig die Angreifer der Eintracht in der Rückrunde auch sein werden, das größte Steigerungspotenzial wird in einer verbesserten Abwehrarbeit liegen. Auch deshalb ist der Trainer froh, dass Chris Hening wieder dabei ist. Nach mehr als dreimonatiger Verletzungspause und nach nur einem einzigen Einsatz in einem Freundschaftsspiel soll der Brasilianer der Abwehr die nötige Stabilität verleihen. Chris müsse mit seiner Routine die Abwehr „dirigieren“. Dabei, so rät Funkel, solle er „ganz einfach“ spielen. Auch beim Spiel in Fürth vor einer Woche habe Chris einen gewissen Hang zum Leichtsinn gezeigt, der in der Bundesliga durchaus negative Auswirkungen haben könnte. „Chris muss sich beweisen und bewähren“, fordert der Frankfurter Trainer und wünscht dem Spieler, „dass er nach den vielen Verletzungen endlich einmal viele Spiele am Stück machen kann“.

Chris ist eine der Führungspersönlichkeiten im Trikot der Eintracht. Und als solche fühlt sich auch Michael Fink. Der Vertrag des 26 Jahre alten Mittelfeldspielers läuft im Sommer aus, Fink würde aber gerne verlängern. Der Verein hat dem ehemaligen Bielefelder auch ein Angebot für einen neuen Dreijahresvertrag vorgelegt, zu einer Einigung aber ist es noch nicht gekommen. Bis März hat der Klub Fink Bedenkzeit eingeräumt. „Ich will mit Leistung zeigen, dass ich für die Eintracht wichtig bin“, hat sich Fink vorgenommen.

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