Eintracht-Kapitän im Gespräch

David Abraham: „Wir denken nicht an Europa“

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Eintracht-Kapitän Abraham ist zurück im Training - hier mit Mannschaftskollege Omar Mascarell (rechts) zu sehen.

Frankfurt - Am 12. Dezember letzten Jahres hatte sich David Abraham beim Auswärtsspiel in Hamburg eine Wadenverletzung zugezogen, die als "Hämatom", also als Bluterguss, diagnostiziert wurde. Erst seit dieser Woche steht der 31 Jahre alte Abwehrchef der Frankfurter Eintracht wieder uneingeschränkt im Training und plant sein Comeback beim Heimspiel am Montag (20.30 Uhr) gegen RB Leipzig. Aufgezeichnet von Peppi Schmitt

In einem Gespräch mit den Medien hat der Kapitän der Eintracht zu vielen Fragen rund um seine Person und die Mannschaft Stellung bezogen.
Über seinen Gesundheitszustand: "Mir geht es sehr gut. Hinter mir liegen schwere Wochen mit harter Arbeit. Jetzt bin ich gesundheitlich wieder hergestellt und froh wieder auf dem Platz zu stehen."
Über die Chance, schon gegen Leipzig wieder dabei zu sein: "Es steht eine ganze Trainingswoche bevor. Mal sehen, wie ich auf die Belastung reagiere. Ich habe grünes Licht von der medizinischen Abteilung. Ich stehe jetzt wieder zur Verfügung und der Trainer entscheidet, ob ich schon spielen kann."

Über Makoto Hasebe und die Kollegen, die ihn zuletzt so gut vertreten haben: "Makoto hat seine Sache sehr gut gemacht. Das gilt aber auch für die gesamte Mannschaft. Wir haben eine hohes Maß an Stabilität gezeigt. Ich bin froh, in eine Mannschaft zurückzukehren, die funktioniert. Das macht ein Comeback leichter."

Über den Gegner Leipzig: "Das wird eine sehr schwere Aufgabe, das ist allen klar. Wir wissen mit welcher Dynamik Leipzig auftritt. Wir müssen und werden unsere Arbeit tun und werden unsere Leistung auf den Platz bringen, um unseren Lauf fortzusetzen."

Über die Tore seiner Abwehrkollegen Marco Russ und Simon Falette: "Ich habe mich sehr gefreut und es auf der Tribüne genossen. Gerade wie Marco zurückgekommen ist, ist absolut toll. Die aktuelle Form der Mannschaft ist sehr erfreulich. Wenn alle an einem Strang ziehen, dann hebt das das Niveau der ganzen Mannschaft."

Über den Montagstermin und einen möglichen Stimmungsboykott durch die Fans: "Das ist uns egal. Zunächst einmal haben wir einen Tag mehr uns vorzubereiten. Unsere Fans sind immer für uns da, da sind wir sehr froh. Wir haben immer enorme Unterstützung. Von einem Boykott habe ich auch überhaupt noch nichts gehört."

Über die Ziele für den Rest der Saison: "Wir sind ganz gut damit gefahren, von Spiel zu Spiel zu denken. Und davon werden wir jetzt nicht abrücken. Wir müssen für Montag unsere Ernsthaftigkeit und Intensität beibehalten. Wenn sich einer für alle aufopfert und alle für einen aufopfern, werden wir sehen, was wir uns am Ende dafür kaufen können. Jetzt gilt es hochkonzentriert die 90 Minuten gegen Leipzig anzugehen."

Über eine mögliche Europa-Qualifikation: "An Europa denken wir gar nicht. Dafür sind einfach noch viel zu viele Spiele. Letztes Jahr hat es ja hinten raus etwas gehapert. Deshalb sind wir gut beraten, uns wirklich nur immer aufs nächste Spiel zu konzentrieren. Die Aufgabe gegen Leipzig wird schwer genug."

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Über ein Duell beim Comeback ausgerechnet gegen Nationalspieler Timo Werner: "Mal sehen, wie das am Montag genau aussieht. Ich fühle mich topfit und in Form. Dafür habe ich hart gearbeitet. Ich kann um jeden Ball kämpfen, die Physis gibt das her. Das Spiel ist ja auch erst in fünf Tagen. Der Trainer wird abwägen und dann seine Entscheidung treffen."

Über die Verletzung und seine vielen Kilometer auf dem Fahrrad: "Ich habe einen Schlag auf die Wade bekommen. Lange Zeit konnte ich nicht auf den Platz. Aber ich habe keine Zeit verloren und sofort hart trainiert, um konditionell nicht abzubauen. Jetzt versuche ich wieder, den Kollegen auf Augenhöhe zu begegnen. Körperlich geht das auf jeden Fall. Und das Zutrauen zum Ball habe ich in drei, vier Tagen wieder drin."

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