Djebbour-Transfer gescheitert

+
Griechisches Duell in der Türkei. Der überragende Eintrachtler Nikos Liberopoulos (rechts) kommt schneller an den Ball als der für Oberhausen spielende Dimirios Pappas.

Belek (sp) ‐ Eintracht Frankfurts Trainer Michael Skibbe muss weiter auf einen neuen Stürmer warten. Der geplante Transfer des algerischen Nationalspielers Rafik Soheir Djebbour von AEK Athen ist in der Nacht zum Freitag endgültig gescheitert.

Über die Berater des 25 Jahre alten Spielers hatte Eintrachts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen telefonisch erfahren, dass sich die Konditionen des Transfers deutlich verändert hatten. Statt einer Leihgebühr von 100.000 Euro mit anschließender Kaufoption, wie von der Eintracht angeboten, wollten die Griechen nun sofort ein Ablösesumme von zwei Millionen Euro für den Spieler erzielen.

Das ist schlicht undenkbar für einen Spieler, der ein dreiviertel Jahr nicht gespielt hat“, sagte Bruchhagen im Trainingslager in der Türkei, „für uns war eine halbjährige Probezeit vor einem Kauf unabdinglich.“ Deshalb habe er den Transfer kurz vor Mitternacht als gescheitert erklärt. Das aus Frankfurter Sicht angestrebte „risikoarme Geschäft“, so Bruchhagen, sei innerhalb weniger Tage zu einem „risikoreichen“ geworden. Die vermeintliche Strategie der Berater von Djebbour, über die Öffentlichkeit Druck auf die Eintracht auszuüben, sei „nicht so aufgegangen, wie es die Leute erhofft hatten“.

5:1 gewannn die Eitnracht in Side

Als hätten die Stürmer der Eintracht deutlich machen wollen, dass sie keinen neuen Kollegen brauchen, haben sie beim ersten Freundschaftsspiel des neuen Jahres Reklame in eigener Sache gemacht. 5:1 gewann die Eintracht in Side gegen Rot-Weiß Oberhausen, und alle Treffer wurden von Stürmern erzielt. Zweimal war der überragende Liberopoulos erfolgreich, dazu trafen Tsoumou, Meier und Gastspieler Primorac. Für den Zweitligisten konnte Terranova auf 1:2 verkürzen.

Unter den Augen von Nürnbergs Trainer Dieter Hecking, der mit dem Club die Eintracht am zweiten Spieltag der Rückrunde erwartet, waren die Frankfurter die deutlich überlegene Mannschaft. Trainer Skibbe setzte zwei komplette Mannschaften ein und war zufrieden. „Die Spieler haben den Ball gut laufen lassen und viele Dinge umgesetzt, die wir im Training probiert hatten“, sagte der Eintracht-Coach, „wir haben wirklich gut gespielt.“ Für die Spieler bedeutet dieses Urteil zwei Stunden zusätzlichen Schlaf, denn als Belohnung für eine engagierte Leistung hatte Skibbe versprochen, den morgendlichen Lauf am Samstag ausfallen zu lassen.

Das zweite Testspiel bestreitet die Eintracht am Samstag gegen Karlsruhe.

Eintracht 1. Halbzeit:Fährmann - Jung, Chris, Preuß, Spycher - Ochs, Caio, Schwegler - Tsoumou, Liberopoulos, Alvarez

2. Halbzeit: Pröll - Mahdavikia, Franz, Titsch-Rivero, Petkovic - Teber, Toski, Köhler - Heller, Meier, Primorac

Tore:1:0, 2:0 Liberopoulos (15., 20.), 2:1 Terranova (29.), 3:1 Tsoumou (40.), 4:1 Meier (71.), 5:1 Primorac (85.)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare