2:2 wie eine Niederlage

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Berlins Torhüter Jaroslav Drobny rettet gegen Frankfurts Caio (rechts). Foto. Jan Hübner

Frankfurt ‐ Eintracht Frankfurt gegen Hertha BSC Berlin 2:2 (1:2) - ein Unentschieden, das sich für beide wie eine Niederlage anfühlte. Die Frankfurter haben ihre minimale Chance auf einen Platz für die Europa League nicht wahrgenommen und den Berlinern müsste an den letzten drei Spieltagen ein sportliches Wunder gelingen, um den Abstieg doch noch zu verhindern. Beiden Klubs fehlen je fünf Punkte zu den eigenen Zielen. Von Peppi Schmitt

Beide Mannschaften wollten in der Schlussphase den Sieg, vernachlässigten darüber die eigene Abwehrarbeit und boten so dem Publikum durchaus ein Offensivspektakel. Meist allerdings war es nicht die eigene Stärke, sondern die Schwäche des Gegners, die zu Chancen führte. Am Ende stand ein gerechtes Unentschieden nach Toren von Ümit Korkmaz und Marco Russ für die Eintracht, Kacar und Raffael für die Berliner.

Hertha BSC Berlin spielte selbstbewusst, schnell, direkt nach vorne. Die Eintracht hatte von Beginn an einige Mühe. Die gesamte Abwehrkette spielte ähnlich unsicher wie vor einer Woche in Mönchengladbach. Das Überraschende war, dass dennoch die Eintracht die ersten Chancen hatte. Zunächst scheiterte Caio mit einem Kopfball an Torwart Drobny. Und dann verfehlte Alexander Meier mit einem Schrägschuss knapp.

Die Hertha ging dann aber doch in der 17. Minute in Führung. Raffael ließ am linken Flügel Maik Franz ganz schlecht aussehen, flankte nach innen. Cicero gewann das Kopfballduell gegen Köhler, Kacar köpfte ein. Die Eintracht brauchte zehn Minuten, um sich vom Rückstand zu erholen. Halil Altintop hatte dann nach Vorarbeit von Caio eine dicke Gelegenheit, scheiterte mit einem Volleyschuss aber an Drobny. Der Ausgleich lag nun in der Luft und er gelang auch. Nach Doppelpass mit Pirmin Schwegler brachte Patrick Ochs den Ball nach innen, Korkmaz traf ins kurze Eck.

Schlussphase der ersten Halbzeit ist aufregend

Aufregend dann die Schlussphase der ersten Halbzeit. In der 41. Minute pfiff Schiedsrichter Felix Brych Elfmeter für die Eintracht, Arne Friedrich hatte in höchster Not Caio gefoult. Warum der Berliner keine Gelbe Karte sah, blieb das Geheimnis des Unparteiischen. Köhler wollte schießen, Schwegler auch. Der Schweizer setzte sich durch und knallte den Ball dann weit übers Tor. Die Berliner schlugen eiskalt zurück. Raffael reagierte am schnellsten, nachdem Oka Nikolov einen Schuss von Ramos nur abwehren konnte und drückte den Ball über die Linie.

Die erste aufregende Szene im zweiten Abschnitt war der Ausgleich der Eintracht in der 63. Minute. Marco Russ traf nach einem Freistoß von Köhler mit dem Kopf ins lange Eck. Berliner wie Frankfurter drängten nun auf den Sieg. In der 70. Minute stürmten van Bergen und Raffael alleine aufs Frankfurter Tor, beim letzten Pass wurde dann Abseits gewunken. Dann hatte Gekas noch eine Gelegenheit für die Berliner, ehe Caio mit einem mächtigen Schuss zwei Minuten vor dem Ende an Drobny scheiterte. Und die allerletzte Chance pfiff den Frankfurtern dann der schwache Schiedsrichter Brych zu Unrecht ab.

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