Vertragsverhandlungen

Einigung mit Rode in weite Ferne gerückt

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Sebastian Rode (links) soll unbedingt gehalten werden. Allerdings buhlen zahlreiche Vereine um den Mittelfeldspieler.

Frankfurt (sp) - So früh war die Frankfurter Eintracht selten dran - und doch könnte sie zu spät kommen. Es geht um die Vertragsverlängerungen der beiden U21-Nationalspieler Sebastian Rode und Sebastian Jung, die der Klub schon seit einiger Zeit forciert.

Doch mit jedem guten Spiel der beiden werden die Aussichten, sie wirklich langfristig zu halten, geringer, die Aufgaben, sie zu überzeugen, schwieriger und die Tarife ganz sicher höher. Im Fall von Rode und Jung könnte es der Eintracht passieren, dass sie vom eigenen Erfolg überholt wird.

Die Fakten liegen seit langem auf dem Tisch. Rode hat einen Vertrag bis 2014 ohne Ausstiegsklausel und soll vorzeitig bis 2016 verlängern. Jung hat einen Vertrag bis 2014 mit einer Ausstiegsklausel im nächsten Sommer und soll ebenfalls bis 2016 verlängern. Trainer Armin Veh bezeichnet beide als „Zukunft der Eintracht“ und empfiehlt nicht nur dem Klub, alle Anstrengungen zu unternehmen - was dieser tut - sondern auch den Spielern, sportliche Gesichtspunkte zu berücksichtigen. „Sie sollten den nächsten Entwicklungsschritt hier machen“, sagt Veh. Ob am Ende freilich sportliche Überlegungen überhaupt eine Rolle spielen, erscheint durchaus fraglich.

Bei Rode schien schon im September eine Einigung ganz nahe, jetzt ist sie wohl in weite Ferne gerückt. „Es ist schwer für die Eintracht, einen solchen Spieler zu binden“, sagt Sportdirektor Bruno Hübner, der vor eine paar Wochen noch zuversichtlich war, „weil nur noch Nuancen zu einer Einigung fehlen“.

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Dazwischen gekommen sind die guten Leistungen Rodes, den die Eintracht vor zwei Jahren für 250.000 Euro von den Offenbacher Kickers geholt hat, und die Begehrlichkeiten der Konkurrenz. Meister Borussia Dortmund soll große Interesse haben. Alleine das genügt schon, um die Verhandlungen mit der Eintracht quasi auf Eis zu legen. Bei Rode gilt allerdings das Versprechen von Frankfurts Vorstandschef Heribert Bruchhagen, „dass er nicht verkauft wird, solange ich im Amt bin“. Bruchhagen hat einen Vertrag bis 2014.

Bei Jung sind die aktuellen Aussagen vorsichtig optimistisch. „Ich denke, dass wir zusammenkommen“, hat er nach dem letzten Spiel gegen Hannover gesagt. Auch für den Verteidiger, der aus der eigenen Jugend stammt, gibt es andere Angebote, aber noch nicht von den ganz Großen. Solange das so ist, solange hat die Eintracht eine Chance. Deshalb werden die Gespräche intensiviert.

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